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Stille Gesellschaft

  • Betriebswirtschafts-Magazin
Chapter
Part of the Brief-Lexikon-Reihe book series (BLR)

Zusammenfassung

Der stille Gesellschafter beteiligt sich mit einer Einlage am Handelsgeschäft eines anderen, tritt aber nach außen nicht in Erscheinung. Den Gläubigern des Geschäftes haftet der Stille nicht, was die stille Gesellschaft wesentlich von der KG unterscheidet, der sie sich wirtschaftlich nähert. Das kaufmännische Unternehmen wird nicht von der Gesellschaft als ein gemeinschaftliches, sondern von dem anderen Gesellschafter, dem „Inhaber des Handelsgeschäftes“, allein betrieben. In sein Vermögen geht auch die Einlage des Stillen über. Es gibt kein gemeinschaftliches Vermögen und keine gemeinschaftliche Firma. Die Einlage kann in Geld, Sachen oder sonstigen Werten bestehen. Sie kann durch Sicherungsübereignung gesichert werden. Zweifelhaft kann es im Einzelfall sein, ob bei einer Einlage ein Darlehen oder eine stille Gesellschaft vorliegt. Dabei stellt man es in erster Linie auf das Überwachungsrecht ab. Ist ein Überwachungsrecht eingeräumt, so nimmt man eine stille Gesellschaft an, so daé der Teilhaber seine Rechte nur mit Zustimmung des Geschäftsinhabers auf einen anderen übertragen kann. Die Unterscheidung hat auch sonst wichtige Folgen, so für die Frage der Geldumstellung.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1961

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