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Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Aktiengesellschaft

  • Dieter Gaul
Part of the Moderne Wirtschaftsbücher book series (MOTHCH, volume 10)

Zusammenfassung

Während die Personengesellschaften, die offene Handelsgesellschaft und die Kommanditgesellschaft, sich aus den Bedürfnissen der Praxis heraus entwickelt haben und schon frühzeitig in den verschiedensten Rechtsgebieten rechtliche Anerkennung gefunden haben, ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung als ein gesellschaftsrechtliches Zwischenstück zwischen den Personengesellschaften und der Aktiengesellschaft aufgrund rechtstheoretischer Überlegungen geschaffen worden, um der sich um die Jahrhundertwende erkennbar schneller entfaltenden Wirtschaft eine neue rechtliche Gestaltungsform zur Verfügung zu stellen.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Scholz,GmbHG § 1, Rz. 3 ff.; Wilke/Schaudwet/Eder,Handbuch der GmbH, I, Rz. 4 und 7.Google Scholar
  2. 2.
    Wiethölter u. a.,Probleme der GmbH-Reform S. 11 ff.; Alfred Hueck,Gesellschaftsrecht § 36, Anm. 1 2, aber auch: BJM Referentenentwurf eines Gesetzes über Gesellschaften mit beschränkter Haftung, S. 137 ff., a. m. w. H.Google Scholar
  3. 3.
    Hierzu insbesondere Wiethalter,Probleme der GmbH-Reform, S, 11 ff., 26 ff.; Eder/ Berg/Tillmann/Gaul,Handbuch der GmbH I, Rz. 4, II ff.; vgl. neben den in FN 2 und 3 Genannten auch Gördeler in: Probleme der GmbH Reform, S. 154 mit den eingehenden Darlegungen zum Entwurf einer Neugestaltung der Bestimmungen über den Jahresabschluß.Google Scholar
  4. 4.
    Sehr eingehend hierzu Rittner: Rechnungslegung und Publizität in: Probleme der GmbH Reform, S. 133 ff., insbesondere S. 142 ff., wo der Frage nachgegangen wird, ob eine unterschiedliche Handhabung bei der „größeren“ und der „kleineren” GmbH gerechtfertigt erscheint.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. hierzu Geßler bei Geßler/Hefermehl/Eckardt/Kropff,AktG § 18, Rz. 7 ff.; Gadow/ Heinichen,AktG a. F. § 15, Anm. 4; Rasch,Deutsches Konzernrecht C II; auch Ihde,Der faktische GmbH-Konzern, insbesondere § 2, S. 41 ff.; Fitting/Wlotzke/Wißmann,Mitbestimmungsgesetz § 5, Rz. 6 ff.; a. m. w. H.Google Scholar
  6. 6.
    Sehr eingehend hierzu Ihde,Der faktische GmbH-Konzern § 2, S. 41 ff., 53 ff., aber auch S. 163, 172.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Eder/Berg/Tillmann/Gaul,Handbuch der GmbH I, Rz. 23; Scholz,GmbHG § 2, Rz. 14 ff.Google Scholar
  8. 8.
    ScholzGmbH § 2, Rz. 18; Wilke/Schaudwet/EderHandbuch der GmbH I, Rz. 33, sowie die Hinweise in Fn. 8 das.; auch Balser(Meyer/Pichora Die GmbH, S. 24 ff. Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Wilke/Schaudwet/EderHandbuch der GmbH I, Rz. 33, sowie die Hinweise in Fn. 8 das.; auch Balser/Meyer/Pichoradie GmbH, S. 24 ff.Google Scholar
  10. 10.
    Zur jüngeren Entwicklung vgl. OLG Hamburg vom 28. B. 1975, RIW/AWD 1976, S. 36 — Cointreau —; MathelyDas neue französische Markenrecht 1964, S. 80 ff.; siehe auch Ulmer/ KrasserDas Recht des unlauteren Wettbewerbs in den Mitlgiedstaaten der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, Bd. IV 1967, Rz. 48 ff.; vgl. auch BGH, GRUR 1967, S. 246, 248 —Vitapur; Gaul/Bartenbach:Handbuch des gewerblichen Rechtsschutzes R 106; dies., Aktuelle Probleme des gewerblichen Rechtsschutzes 1975/76, S. 223 m. w. H. auch auf die Entwicklung im europäischen Bereich.Google Scholar
  11. 11.
    Freilich müssen Firmenbezeichnungen dann auch als Produktkennzeichnungen verwertet werden, wenn das Kollisionsproblem mit einem Warenzeichen auftritt; bedenklich erscheint die ablehnende Haltung der EG-Kommission vom 5. 3. 1975 Sirbar — Phildar, GRUR Int. 1975, S. 320 ff. = Gaul/BartenbachAktuelle Probleme des gewerblichen Rechtsschutzes 1975/76, S. 324 ff.Google Scholar
  12. 12.
    Wilke/Schaudwet/EderHandbuch der GmbH I, Rz. 33 ff. Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. in diesem Zusammenhang zur Abgrenzung Firmenzusatz und Etablissementsbezeichnung OLG Karlsruhe vom 23. 12. 1966, BB 1968, s. 308; LG Mainz vom 9. 12. 1966, BB 1968, S. 309; LG München vom 24. 1. 1967, BB 1968, S. 309 und schließlich OLG Oldenburg vom 22. B. 1967, BB 1968, S. 309. Zu der mit der Forderung nach Firmenwahrheit angrenzenden Wahrheitspflicht bei der Werbung vgl. BGH vom 25. 10. 1974, WRP 1975, S. 33 = Gaul/Bartenbach, Aktuelle Probleme des gewerblichen Rechtsschutzes 1975/76, S. 9; weitere Hinweise bei Wilke/Schaudwet/Eder, Handbuch der GmbH I, Rz. 39 ff.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. Scholz,GmbHG § 3, Rz. 5.Google Scholar
  15. 15.
    Es muß freilich der ernstliche Wille der Gesellschafter vorliegen, eine derart genannte Betätigung zu irgendeinem Zeitpunkt realisieren zu wollen, ein Umstand, der sich auch auf anderen Gebieten, etwa bei der Kennzeichnung einer den Beteiligungsrechten des Betriebsrats unterworfenen Betriebsänderung im Sinne des § 111, Ziff. 4 BetrVG ebenso bedeutsam werden kann, wie bei der Mitteilungsverpflichtung eines Arbeitnehmererfinders, dem außerhalb seines vertraglich umschriebenen Aufgabenbereiches und ohne maßgebliche Verwendung betrieblicher Erfahrungen (vgl. § 4, Abs. 2, Ziff. 1 und 2 ArbNErfG) eine patent-oder gebrauchsmusterfähige Erfindung gelingt (§§ 18, 19, Abs. 1 ArbNErfG — vgl. hierzu Gaul/ Bartenbach, Aktuelle Probleme des gewerblichen Rechtsschutzes 1975/76, S. 153 ff. mit weiteren Nachweisen).Google Scholar
  16. 16.
    Hierzu eingehend im Hinblick auf die Rechtsentwicklung Ulmer in:Probleme der GmbH Reform, S. 42 ff., 49 ff.; Wilke/Schaudwet/Eder,Handbuch der GmbH I, Rz. 62 ff.; Scholz,GmbHG § 5, Rz. 15; Balser/Meyer/Pichora,Die GmbH, S. 34 ff.; in anderem Zusammenhang auch Alfred Hueck,Gesellschaftsrecht § 23, II, 3, 4; aber auch die Ausführungen zum Referentenentwurf § 18 bei BJM, Referentenentwurf eines Gesetzes über Gesellschaften mit beschränkter Haftung, S. 155 ff.Google Scholar
  17. 17.
    Hierzu Scholz,GmbHG § 2, Rz. 10; BGH vom 12. 7. 1956, BGHZ 21, S. 242 ff. in der Ablehnung zur Anwendung der Rechtsgrundsätze einer faktischen Gesellschaft, die in dem vom BGH am 12. 5. 1954 unter abweichenden tatsächlichen Voraussetzungen auf die Gründergesellschaft einer GmbH angewandt wurden, BGHZ 13, S. 320 ff.Google Scholar
  18. 18.
    Ein solcher wichtiger Grund, wie er für die Kündigung des Dienstvertrages § 626, Abs. 1 BGB zugrundeliegt, kann in der Person, im Verhalten aber auch in sonstigen gewichtigen Vorgängen liegen. Entscheidend ist hierbei, daß auch unter Berücksichtigung des wohlverstandenen Interesses des zu kündigenden Geschäftsführers es der Gesellschaft, vertreten durch die Gesellschafterversammlung oder den Aufsichtsrat, je nach Regelung im Gesellschaftsvertrag, nicht mehr zuzumuten ist, diesen Geschäftsführer weiterhin in der obersten verantwortlichen Leitungsfunktion der Gesellschaft zu belassen; vgl. auch Sudhoff, Rechte und Pflichten des Geschäftsführers einer GmbH., R I, 1.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. Fitting/Wlotzke/Wißmann,Mitbestimmungsgesetz § 29, Rz. 17, 18, m. w. H. auch auf die Entstehungsgeschichte; zum Wahlverfahren vgl. Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Die Wahlordnungen zum Mitbestimmungsgesetz, Köln 1977, S. 9 ff.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. hierzu Galperin/Löwisch,BetrVG, BD. II, Anhang II, insbesondere § 15, in der Abgrenzung hierzu die dritte Wahlordnung zur Durchführung des Mitbestimmungsgesetzes, aufgrund des § 39 des Mitbestimmungsgesetzes vom 4. 5. 1976 erlassen, Stand 1. 5. 1977.Google Scholar
  21. 21.
    Wilke/Schaudwet/Eder,Handbuch der GmbH I, Rz. 145 ff.; Balser/Meyer/Pichora, Die GmbH, S. 87 ff.Google Scholar
  22. 22.
    Die gesonderte, im Gesellschaftsvertrag festlegbare Nachschußpflicht hat hiermit nichts zu tun.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. im Hinblick auf den Referentenentwurf auch Mertens, in Probleme der GmbH Reform, S. 120.Google Scholar
  24. 24.
    Hierzu eingehend Goerdeler,in Probleme der FmbH Reform, S. 154 ff.Google Scholar
  25. 25.
    Grundlegend hierzu Wiedemann,Die Übertragung und Vererbung von Mitgliedschaftsrechten bei Handelsgesellschaften, insbesondere § 8, m. e. H. auf Literatur und Rechtssprechung.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. hierzu aus der Fülle einschlägiger Literatur und Rechtsprechung einmal die Darlegungen bei Staudinger/Weber zum § 242 BGB; aber auch Erman/Sirp,BGB § 242, Rz. 42 ff., 96 ff.Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. Scholz,GmbHG § 73, Rz. 2 ff.Google Scholar
  28. 1.
    Vgl. Geßler/Hefermehl/Eckardt/Kropff,AktG Vorbem. 4 ff.; aber auch Gadow/Heinichen in der Bearbeitung von Schmidt/Meyer-Landrut,AktG a. F. Einl., S. 4 ff., aber auch Formular-Kommentar, 1. Band, Handels-und Wirtschaftsrecht I, Form 1.401 ff., herausgegeben von Dr. Egon Arnold u. a.Google Scholar
  29. 2.
    Für Unternehmensbindungen oder -Verbindungen, die etwa als Arbeitsgemeinschaften, Vertriebs-oder Forschungsgemeinschaften für einen begrenzten Zeitraum oder nur ein zeitlich befristetes Projekt gegründet werden und kartellrechtlich zulässig sind (für den EG-Bereich vgl. hierzu Art. 85, 86 EG-Vertrag), bietet die BGB-Gesellschaft vielfach die ausreichende Form, um gemeinsame gesellschaftsrechtliche Anliegen zu verwirklichen.Google Scholar
  30. 3.
    Zu den in der Praxis auftretenden Gestaltungsformen, auf die Leitungsentscheidung eines Vorstandes Einfluß zu nehmen, vgl. u. a. Ihde,Der faktische GmbH-Konzern, S. 58 ff., dessen Ausführungen letztlich auch für die Aktiengesellschaft Bedeutung besitzen. Freilich sind auch hierbei kartellrechtliche Schranken sowohl im nationalen als auch durch die Rom-Verträge im supranationalen Bereich zu beachten. Vgl. aber auch zu der sich anbahnenden Rechtsentwicklung unter dem Einfluß auch des Art. 54 des EG-Vertrages Eckardt bei Geßler/Hefermehl u. a., AktG Vorbem. 64 ff.Google Scholar
  31. 4.
    Vgl. hierzu Gerhard Reinicke,Beiträge zur Aktienrechtsreform, S. 117 ff.; Kropff bei Geßler/Hefermehl u. a., AktG § 160, Rz. 2 ff.; Hengeler/Kreifels,Beiträge zur Aktienrechtsreform, S. 36 ff.Google Scholar
  32. 5.
    Vgl. Eckardt bei Geßler/Hefermehl u. a., AktG Vorbem. 6; auch Wieaemann,NJW 1964, S. 282, 283 ff.Google Scholar
  33. 6.
    Vgl. Fitting/Auffarth/Kaiser,BetrVG § 76, BetrVG 1952, Rz. 14 ff.; Dietz/Richardi, § 76 BetrVG 1952, Rz. 208.Google Scholar
  34. 7.
    Die Ausweitung der Publizitätsverpflichtung hat in den letzten Jahren in der Diskussion um die Aktienrechtsreform stets eine besondere Bedeutung erlangt; vgl. zur Entwicklungsgeschichte auch Eckardt bei Gefiler/Hefermehl u. a., AktG Vorbem. 23 ff.Google Scholar
  35. 8.
    Vgl. die dritte Wahlordnung zur Durchführung des Mitbestimmungsgesetzes, die vom BAM aufgrund des § 39 des Mitbestimmungsgesetzes vom 4. 5. 1976, BGBl. I, S. 1153, mit dem Stand vöm 1. 5. 1977 entwickelt wurde. Die lange Verzögerung im Erlaß dieser Wahlordnung hing damit zusammen, daß zwischen den Koalitionsparteien, SPD und FDP, keine Einigkeit darüber erzielt werden konnte, ob und gegebenenfalls in welcher Form Meinungsverschiedenheiten über die Qualifikation eines leitenden Angestellten im betriebsverfassungsrechtlichen Sinne herbeigeführt werden sollte (vgl. zur Entwicklung Gaul,Der leitende Angestellte im Betriebsverfassungsrecht). Zwar hat das BAG in einer ganzen Reihe von Entscheidungen Auslegungsgrundsätze zur Deutung des § 5, Abs. 3 BetrVG entwickelt (vgl. etwa BAG vom 19. 11. 1974, DB 1974, S. 2306, BAG vom 4. 12. 1974, DB 1974, S. 2404, BAG vom 17. 12. 1974, BB 1975, S. 604; BAG vom 17. 12. 1974, BB 1975, S. 606 = DB 1975, S. 984; vgl. auch Gaul,Aktuelles Arbeitsrecht 1975/76, S. 124 ff. Danach muß ein leitender Angestellter im Sinne des § 5, Abs. 3, Ziff. 1–3 BetrVG nicht nur die dort genannten alternativen Qualifikationsmerkmale erfüllen; der vorgegebene Begriff des leitenden Angestellten verlangt bereits, daß dieser bei teleologischer Interpretation der Vorschrift typische unternehmensabgeleitete Funktionen wahrzunehmen hat und im Gegnerbezug zum Betriebsrat steht, wobei die beiden Merkmale sicherlich nicht mit gleichem Gewicht vorhanden sein müssen und, was vom BAG nicht deutlich genug zum Ausdruck kommt, der unterschiedliche Führungsstil in den verschiedenen Unternehmen und branchenspezifische Besonderheiten für die Auslegung zu berücksichtigen sind. Dennoch können Meinungsverschiedenheiten nicht völlig ausgeschlossen bleiben. In der Wahlordnung, die vom BAM entwickelt worden ist, werden die leitenden Angestellten nach § 4, Abs. 2, Ziff. 3 auch im Hauptwahlvorstand vertreten sein, eine Beteiligungsbefugnis, die vom LAG Hamm mit Beschluß vom 27. 5. 1977, BB 1977, S. 795, nicht als zwingend angesehen wird. Ob die vorgesehene Regelung, wonach einstimmige Entscheidungen im Wahlvorstand über die Qualifikation einer Führungskraft als leitender Angestellter oder als Arbeitnehmer außerhalb des Kreises der leitenden Angestellten im Sinne des § 5, Abs. 3 BetrVG — vom Einspruchsverfahren abgesehen — verbindlich sein soll und auf ein besonderes Schlichtungsverfahren als zwischenzeitlich erörterter Lösungsweg verzichtet wird, sich in der Praxis bewährt, kann noch nicht übersehen werden.Google Scholar
  36. 9.
    Vgl. Gadow/Heinichen,AktG a. O. § 22, Anm. 3 ff.; zum GmbH-Recht,vgl. BGH vom 12. 7. 1956, BGHZ 21, S. 224 ff. Die hier dargelegten Grundsätze gelten auch für die Aktiengesellschaft. Dies gilt freilich nicht für eine echte Vorgesellschaft, in der sich die Gesellschafter dieser BGB-Gesellschaft zur Gründung einer Aktiengesellschaft verpflichten. Diese Vorgesellschaft, die als BGB-Gesellschaft zu beurteilen ist, findet mit der Errichtung der Aktiengesellschaft ihr Ende. Der Errichtungsakt nach § 29 AktG ist von der Entstehung der Aktiengesellschaft durch den rechtsbegründenden Akt der Eintragung im Handelsregister zu unterscheiden; vgl. auch BPaTG vom 14. 12. 1976, BB 1977, S. 267; BPaTG vom 4. 7. 1975, BPatGE 17, S. 211 = Gaul/Bartenbach Aktuelle Probleme des gewerblichen Rechtsschutzes 1977, S. 1 ff.Google Scholar
  37. 10.
    Vgl. hierzu das Beispiel und die Erläuterungen hierzu im Formularkommentar, Handels-und Wirtschaftsrecht I, Form 1.422, f.Google Scholar
  38. 11.
    Vgl. auch hierzu Formular-Kommentar, Handels-und Wirtschaftsrecht, Form 1. 421.Google Scholar
  39. 12.
    Vgl. Gadow/Heinichen,AktG a. F. § 27, Anm. 3. Es gelten für das Verfahren die Grundsätze der freiwilligen Gerichtsbarkeit und damit auch die Regeln des § 18 FGG über die Möglichkeit, gerichtliche Entscheidungen nachträglich zu ändern.Google Scholar
  40. 13.
    Vgl. Formular-Kommentar, Handels-und Wirtschaftsrecht I, Form 1. 423.Google Scholar
  41. 14.
    Zur Prüfungspflicht des Gerichtes vgl. Gadow/Heinichen,AktG a. F. § 31, Anm. 1 ff., Anm. 3.Google Scholar
  42. 15.
    Insoweit gelten die Grundsätze der Offizialmaxime: Das Gericht hat von Amts wegen zu prüfen, ob alle formellen und sachlichen Erfordernisse für die Gründung und Eintragung bei der Aktiengesellschaft gegeben sind und sich hierbei im Wege der Amtshilfe der entsprechenden Institutionen, des Finanzamtes, der Industrie-und Handelskammer zu bedienen. Dazu gehört auch die t7berprüfung des Gründungsberichtes.Google Scholar
  43. 16.
    Vgl. Alfred Hueck,Gesellschaftsrecht § 23, IV.Google Scholar
  44. 17.
    Vgl. Eckardt bei Geßler/Hefermehl u. a., AktG § 76, Vorbem., Rz. 3 ff.Google Scholar
  45. 18.
    Vgl. hierzu Hefermehl bei Geßler/Hefermehl u. a.,AktG § 76, Rz. 9 ff.Google Scholar
  46. 19.
    Hierzu siehe eingehend Hefermehl bei Geßler/Hefermehl u. a.,AktG § 78, Rz. 65 ff.Google Scholar
  47. 20.
    Vgl. Erman/Westermann,BGB § 167, Rz. 9; Canaris,Vertrauenshaftung im deutschen Privatrecht, S. 42 ff.; Soergel/Siebert/Schultze-v. Lasaulx,BGB § 167, Rz. 13; BGH vom 15. 12. 1955, NJW 1956, S. 460.Google Scholar
  48. Dieser, höchstrichterlich verschiedentlich festgestellte Grundsatz folgt aus dem Verwalrung und Rechtsprechung in Anwendung von Art. 1, Abs. 3 GG bindenden Gebot rechtsstaatlichen Verhandels.Google Scholar
  49. 21.
    Vgl. Hefermehl bei Geßler/Hefermehl u. a.,AktG § 82, Rz. 3 ff.; Tank,NJW 1969, S. 6 ff.; siehe aber auch BGH vom 28. 2. 1956, BGHZ 20, S. 119 ff., 126, statt anderer.Google Scholar
  50. 22.
    Vgl. hierzu Fitting/Wlotzke/Wißmann,Mitbestimmungsgesetz § 33, Rz. 33; zur Bedeutung eines Geschäftsverteilungsplanes für den Vorstand siehe Formular-Kommentar, 1. Band, Handels-und Wirtschaftsrecht, Form 1.443.Google Scholar
  51. 23.
    Sehr eingehend hierzu Formular-Kommentar, Handels-und Wirtschaftsrecht, Form 1.440; siehe aber auch Hefermehl bei Geßler/Hefermehl, AktG § 84, Rz. 5 ff.; siehe schließlich auch BGH vom 7. 12. 1961, BGHZ 36, S. 142, 143.Google Scholar
  52. 24.
    Vgl. Hefermehl bei Geßler/Hefermehl u. a., AktG § 87, Rz. 6 ff.Google Scholar
  53. 25.
    Vgl. Gaul,GRUR 1963, S. 341; a. A. Becker,GRUR 1965, S. 127, 128; weiter Gaul/Bartenbach,Handbuch des gewerblichen Rechtsschutzes C 23, 1 ff.; Einigungsvorschlag der Schiedsstelle vom 29.10.1958, EGR Nr. 1 zu § 1, ArbNErfG = B1 PMZ 1959, S. 16; Gaul,GRUR 1977, S. 686.Google Scholar
  54. 26.
    Soweit nicht für die einzelnen Funktionen eine gesetzlich begründete Geheimhaltungsverpflichtung gegeben ist, gilt zur Zeit noch der Grundsatz der vertraglichen Gestaltungsfreiheit. Dieser bietet den Vertragspartnern im privatrechtlichen Bereich die Möglichkeit, Geheimhaltungsgebote zu vereinbaren. Mit dem in Aussicht stehenden Gesetz über das Arbeitsverhältnis wird eine solche Geheimhaltungsverpflichtung mutmaßlich von der Obernahme einer angemessenen Vergütungsgegenleistung abhängig gemacht.Google Scholar
  55. 27.
    Zu den Geschäftsgeheimnissen gehören alle Vorgänge aus dem kaufmännischen Bereich; vgl. hierzu Schröder bei Schlegelberger/Geßler u. a.,HGB § 90, Rz. 3 ff.Google Scholar
  56. 28.
    Das Betriebsgeheimnis gehört dem technischen Bereich an. Es ist ein solches know how, daß dem Unternehmer im wirtschaftlichen oder technischen Bereich einen Vorteil vermittelt und, wenn es als Betriebsgeheimnis bezeichnet wird, von ihm durch Schweigegebote abgesichert wird; vgl. hierzu Gaul/Bartenbach,Handbuch des gewerblichen Rechtsschutzes Q 1 ff.Google Scholar
  57. 29.
    Vgl. Geßler bei Geßler/Hefermehl u. a.,AktG § 308, Rz. 14 ff.Google Scholar
  58. 30.
    Für die Bestellung des Arbeitsdirektors nach dem Montanmitbestimmungsgesetz gilt gemäß § 13, Abs. 1, S. 2 der Grundsatz, daß dieser nicht gegen die Stimmen der Mehrheit der nach § 6 MontanMitbeG gewählten Aufsichtsratsmitglieder bestellt werden kann. Der Arbeitsdirektor nach dem Mitbestimmungsgesetz 1976 wird wie jedes andere Vorstandsmitglied gewählt.Google Scholar
  59. 31.
    Vgl. Fitting/Wlotzke/Wiflmann,Mitbestimmungsgesetz § 33, Rz. 11. Die Hiervon abweichenden Auffassungen sind mehr sozialpolitischer als rechtsdogmatischer Art.Google Scholar
  60. 32.
    Hierbei handelt es sich um ein dem Grundgedanken des § 181 BGB entsprechendes Prinzip, das auch in anderen Gesetzen, wie z. B. in § 5, Abs. 3 BetrVG, eine entsprechende Konkretisierung erfahren hat.Google Scholar
  61. 33.
    Zu § 105 AktG vgl. etwa Geßler bei Geßler/Hefermehl u. a.,AktG § 105, Rz. 4 ff. Vgl. Galperin/Löwisch,BetrVG § 5, Rz. 18 ff. m. e. H. auf Literatur und Rechtssprechung.Google Scholar
  62. 34.
    Aus der Rangfolge der Rechtsquellen, wonach die vertragliche Gestaltungsfreiheit (Art. 2 GG, § 305 BGB) dort ein Ende hat, wo zwingendes Gesetzesrecht dem entgegensteht, folgt, daß auch der Gestaltungsbereich des § 105 AktG nicht dispositiv ist. Freilich unterliegt es der unternehmerischen Entscheidungsmacht, die tatsächlichen Voraussetzungen für die Anwendbarkeit dieser Unvereinbarkeitsmerkmale zu gestalten. Das rechtspolitische Anliegen des § 105 AktG entspricht insoweit der Grundnorm des § 181 BGB; vgl. Erman/Westermann,BGB § 181, Rz. 1 ff.; zur funktionellen Legitimation eines Testamentsvollstreckers, der als solcher Anteilsrechte an einer GmbH verwaltet, bei der Wahl zum Geschäftsführer der Gesellschaft: BGH vom 9. 12. 1968, BGHZ 51, S. 209 ff., 216.Google Scholar
  63. 35.
    Vgl. hierzu die vom BAM entwickelte Wahlordnung zur Durchführung des Mitbestimmungsgesetzes aufgrund des § 39 des MitBestG mit dem Stand vom 1. 5. 1977.Google Scholar
  64. 36.
    Dies ist folgerichtig, weil der Gesamtbetriebsrat auf der Unternehmensebene bei mehreren Betrieben der Gesprächspartner des Unternehmers ist und die hier in Rede stehenden Probleme nicht betriebsbezogen, sondern unternehmensbezogen zu beurteilen sind (vgl. § 50, Abs. 1 BetrVG).Google Scholar
  65. 37.
    Hier gelten die zum Gesamtbetriebsrat dargelegten Gründe entsprechend (vgl. FN. 36), freilich mit der Einschränkung, daß der Konzernbetriebsrat im Gegensatz zum Gesamtbetriebsrat nicht obligatorisch ist.Google Scholar
  66. 38.
    Gesellschaftsrechtlich unterscheiden sich die Vertreter der Anteilseigner nicht von denen der durch die Arbeitnehmer gewählten Aufsichtsratsmitglieder. Zum Maßstab der Sorgfaltspflicht vgl. Geßler bei Geßler/Hefermehl u. a.,Aktiengesetz § 116, Rz. 7 ff.Google Scholar
  67. 39.
    Vgl. Baumbach/Hueck,AktG § 101, Rz. 9 ff.; Mertens,AktG § 101, Rz. 35 ff.; Hensche,Das Mitbestimmungsgespräch 1971, S. 114; Boldt,Mitbestimmungsgesetz § 4, Rz. 10; Kittner,Zeitschrift für das gesamte Handelsrecht und Wirtschaftsrecht, Bd. 136, S. 226 ff., aber auch Schnorr,ArbuR 1953, S. 132; Damköhler,Die Mitbestimmung 1956, S. 118; Rumpf Das Mitbestimmungsgespräch 1969, S. 127, a. m. w. N.Google Scholar
  68. 40.
    Vgl. Fitting/Auffarth/Kaiser,BetrVG § 118, Rz. 4 ff.; Dietz/Richardi, § 118, Rz. 30 ff.; Galperin/Löwisch,BetrVG § 118, Rz. 8 ff.Google Scholar
  69. 41.
    Insoweit kann hier auch schon von einem Perfektionismus gesprochen werden: vgl. Kropff, bei Geßler/Hefermehl u. a.,AktG § 157, Rz. 3 ff.; aber auch Mellerowicz,Rechnungslegung und Konzernabschluß in: Hängeler u. a.,Beiträge zur Aktienrechtsreform, S. 197 ff.Google Scholar
  70. 42.
    Insoweit gilt das Betriebsverfassungsgesetz unbeschadet der Sonderregelungen der Montanbestimmung und des Mitbestimmungsgesetzes 1976, das nur abweichende Bestimmungen für den Aufsichtsrat und durch die Institution des Arbeitsdirektors für den Vorstand begründet, für die gesamte Wirtschaft im Geltungsbereich des am 19. 1. 1972 in Kraft getretenen Betriebsverfassungsgesetzes.Google Scholar
  71. 43.
    Nach § 28 BetrVG kann der Betriebsrat einzelne Beteiligungsrechte auch an besondere Ausschüsse übertragen. Im übrigen ist, von der Möglichkeit der Delegation an den Gesamtbetriebsrat (§ 50, Abs. 2 BetrVG) eine andere Abgabe von Beteiligungsrechten des Betriebsrates an Dritte nicht statthaft.Google Scholar
  72. 44.
    Auch wenn der Wirtschaftsausschuß nur ein Informationsrecht hat, sind Inhalt und Umfang der Informationsrechte, wie § 106, Abs. 3 BetrVG zeigt, durchaus geeignet, der Arbeitnehmerseite wichtige Einsichten und Einblicke in die unternehmenspolitische Entwicklung zu vermitteln. Insoweit ist der Betriebsrat, der nach dem am 19. 1. 1972 in Kraft getretenen Betriebsverfassungsgesetz den Wirtschaftsausschuß jetzt allein in der personellen Zusammensetzung zu bestimmen hat, durchaus in der Lage, das dem Wirtschaftsausschuß vermittelte Wissen auch bei Mitbestimmungs-und Mitwirkungsrechten im sozialen, personellen und technisch-organisatorischen Bereich nutzbar zu machen; vgl. auch Zeuner, DB 1976, S. 2474; Gaul, Aktuelles Arbeitsrecht 1977, S. 39.Google Scholar
  73. 45.
    Vgl. den von Arnold herausgegebenen Formular-Kommentar Handels-und Wirtschaftsrecht, Form 1.464 mit eingehenden Beispielen und Kommentierungen.Google Scholar
  74. 46.
    Eine entsprechende Regelung gilt auch für die GmbH.Google Scholar
  75. 47.
    Vgl. hierzu BGH vom 12. 5. 1954, BGHZ 13, S. 320 ff., wenn auch auf eine GmbH bezogen, siehe insbesondere S. 323.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1978

Authors and Affiliations

  • Dieter Gaul

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