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Begriff, Aufbau und Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre

  • Leopold Mayer

Zusammenfassung

Der Mensch bedarf zur Bedürfnisbefriedigung der laufenden Zurverfügungstellung von Gütern und Leistungen; die Erfüllung dieser Aufgabe, d. h. die Beschaffung bzw. Herstellung und die Bereitstellung bzw. Verteilung dieser Güter und Leistungen, ist Sinn und Zweck des Wirtschaftens. Die Forschung und Lehre von den Grundsätzen des Wirtschaftens bildet den Gegenstand der Wirtschaftswissenschaften, die sich nach der Betrachtungsweise und dem Erkenntnisobjekt
  1. 1.

    in die Volkswirtschaftslehre (Gegenstand ist der gesamtwirtschaftliche Prozeß),

     
  2. 2.

    in die Betriebswirtschaftslehre (Gegenstand sind die wirtschaftenden Betriebe = Betriebswirtschaften = Einzelwirtschaften)

     
gliedern. Zwischen dem Wirtschaftsganzen und den Betriebswirtschaften bestehen vielfältige wechselseitige Beziehungen und Zusammenhänge, die es notwendig machen, bei volkswirtschaftlicher Betrachtungsweise die betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkte nicht zu übersehen (z. B. bei der Steuerpolitik die daraus resultierenden betrieblichen Auswirkungen), und die bei betriebswirtschaftlicher Betrachtungsweise die Berücksichtigung der bestehenden gesamtwirtschaftlichen Verflechtungen erfordern (z. B. bei der Kreditpolitik der Banken die Bedachtnahme auf die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen). Der wirtschaftende Betrieb ist nicht nur ein selbständiger Organismus, sondern auch ein Organ der Gesamtwirtschaft.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1970

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  • Leopold Mayer

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