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Der internationale Zahlungsverkehr

  • Helmut Lipfert
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Part of the Die Wirtschaftswissenschaften book series (WIWI, volume 28)

Zusammenfassung

Entsprechend dem Aufbau dieser Arbeit haben die Darlegungen im einleitenden Kapitel ebenso für den internationalen wie für den nationalen Zahlungsverkehr voll Gültigkeit; von den Ausführungen des ersten Kapitels ist ein Teil mutatis mutandis ebenfalls auf den internationalen Zahlungsverkehr anwendbar. — Vgl. zu diesem Kapitel: F.Schmidt, Internationaler Zahlungsverkehr und Wechselkurse, 2. Aufl., Leipzig 1922.

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Referenzen

  1. 1).
    Die nationalen Devisenvorschriften (Devisenbestimmungen, Devisenbewirtschaftungsbestimmungen) werden in den Zahlungsabkommen ausdrücklich als mitbestimmend für die Gestaltung des internationalen Zahlungsverkehrs genannt. Die übliche Formulierung lautet: „Alle Zahlungen ... sind (können) nach Maßgabe dieses Abkommens und entsprechend den in den beiden Ländern geltenden Devisenbestimmungen zu leisten (geleistet werden).” Die Devisenvorschriften haben in der Regel den Zweck, knappe Devisen möglichst lückenlos zu erfassen und den für volkswirtschaftlich am wichtigsten erachteten Verwendungen zuzuführen. Bisweilen — so z. B. in der Bundesrepublik in den Jahren 1955 bis 1958 — können Devisenvorschriften auch der Abwehr unerwünschter Devisenzuflüsse dienen. Die makroökonomische Bedeutung der Devisenbewirtschaftung geht weit über die Mitgestaltung des Zahlungsverkehrs hinaus: sie kann große Bereiche der Außenhandelspolitik (Importbeschränkungen), der Kapitalmarktpolitik, der Geldmarktpolitik usw. entscheidend beeinflussen.Google Scholar
  2. 2).
    Die Postscheckämter können ebenfalls eingeschaltet werden.Google Scholar
  3. 3).
    Earmarking ist die Übertragung von Gold von einem Eigentümer an den anderen ohne Ortsveränderung und ohne Besitzerwechsel für das Gold; Earmarking findet vor allem im Fort Knox, USA, statt, wo sich große Teile der Goldbestände zahlreicher Zentralbanken — auch der Deutschen Bundesbank — befinden.Google Scholar
  4. 4).
    Bei Beträgen über 500 DM ist nach den gegenwärtig (im Sommer 1960) geltenden Bestimmungen ein einheitliches Formblatt „Zahlungsauftrag” zu verwenden, das statistischen Zwecken dient (vgl. S. 181).Google Scholar
  5. 5).
    Vgl. Simplification of International Payment Orders, International Chamber of Commerce, Paris 1959, S. 9 ff.Google Scholar
  6. 6).
    M. Brüggemann, Das Außenhandelsgeschäft und seine Banktechnik, Stuttgart 1958, S. 53 f.Google Scholar
  7. 7).
    Von den Arten von Risiken und den Möglichkeiten zu ihrer Ausschaltung bzw. Begrenzung werden die jeweils unter a), b) und c) genannten in diesem Abschnitt, dagegen die unter d) angeführten gesondert im folgenden III. Abschnitt behandelt.Google Scholar
  8. 8).
    Vgl. K. F. Bussmann, Das betriebswirtschaftliche Risiko, München 1955, S. 19.Google Scholar
  9. 9).
    Gegenwärtig (im Sommer 1960) gelten in nicht wenigen Ländern der Welt Devisenbewirtschaftungsbestimmungen, durch die die Beträge von Banknoten dieser Länder, die bei der Ein- und/oder Ausreise mitgeführt werden dürfen, begrenzt sind.Google Scholar
  10. 10).
    Vgl. J. C. D. Zahn, Zahlung und Zahlungssicherung im Außenhandel, Berlin 1957, S. 3.Google Scholar
  11. 11).
    Für die auf der Basis von Akkreditiven und Inkassoaufträgen zustande kommenden Kreditgeschäfte besteht das gleiche Risiko.Google Scholar
  12. 12).
    J. C D. Zahn, a. a. O., S. 4.Google Scholar
  13. 13).
    Trotz der Bezeichnung „Kreditversicherungs-AG” in der Firma der Hermes wird ein bedeutender Teil der Garantien und Bürgschaften für Zahlungsverkehrs-Vorgänge übernommen.Google Scholar
  14. 14).
    Vgl. Artikel Ausfuhrbürgschaften und garantien in Enzyklopädisches Lexikon für das Geld-, Bank- und Börsenwesen, Band I, Frankfurt/Main 1957, S. 96 f.Google Scholar
  15. 15).
    Artikel Ausfuhrbürgschaften und garantien, a. a. O., S. 97.Google Scholar
  16. 16).
    In diesem Fall ist eine Sicherung also nur am Devisenterminmarkt möglich.Google Scholar
  17. 17).
    In Sonderfällen kann es für den deutschen Zahlungsberechtigten bei Währungs-paritätsänderungsgefahren erwägenswert sein, ob er sich gegen drohende Verluste an der nicht vereinbarten Währung bei der Hermes oder am Terminmarkt sichern soll. Die Entscheidung wird außer durch die Dringlichkeit der Kurssicherung (ein Devisentermingeschäft kann in wenigen Minuten abgeschlossen werden, während das Herbeiführen der Hermes-Deckung einige Zeit beansprucht) durch die Höhe des Swapsatzes einerseits und den Umfang der erwarteten Paritätsänderung (von der 20°/o als Selbstbeteiligung vom Deckungsnehmer zu tragen sind) im Verein mit der Höhe des Bürgschafts- bzw. Garantie-Entgelts andererseits bestimmt.Google Scholar
  18. 18).
    Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß Ausfuhrbürgschaften und garantien — außerhalb des Bereichs des Zahlungsverkehrs — auch übernommen werden für: die politischen Risiken bei Fabrikationsrisikodeckungen; sonstige politische Risiken (Embargos, nach Vertragsabschluß erlassene Einfuhrverbote usw.); Risiken bei der Stellung von Bietungs-, Anzahlungs-, Liefer- und Gewährleistungsgarantien im Ausfuhrgeschäft; Beschlagnahmerisiko beim Transit der Waren Westberliner Exporteure.Google Scholar
  19. 19).
    Die im Zusammenhang mit clean payments entstehenden oder erlöschenden Kreditverhältnisse können besichert werden, z.B. die Vorauszahlung durch eine bankmäßige Garantie zugunsten des Vorauszahlers.Google Scholar
  20. 20).
    Vgl. zu den Kreditformen im Auslandsgeschäft E. Thiess, Kurz- und mittelfristige Finanzierung, DIE WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTEN, Wiesbaden 1958, S. 78 ff.Google Scholar
  21. 21).
    Vgl. J. C D. Zahn, a. a. O., S. 2.Google Scholar
  22. 21a).
    Bei S i c h t zahlbar sind nur auf die Inlandswährung des Exporteurs lautende Akkreditive, bei denen der Zahlungsverkehrs-Mittler (die Hausbank) des Exporteurs ein bei ihm geführtes Konto der akkreditiveröffnenden Bank belasten oder über einen angeschafften Deckungsbetrag in Inlandswährung verfügen kann. Alle anderen Akkreditive — ob bestätigt oder nicht (vgl. unten) — sind erst ein paar Tage nach Einreichung der Dokumente, nämlich nach Eingang der Dek-k u n g von der akkreditiveröffnenden Bank, zahlbar. (Sie können Grundlage für den Ankauf — die Negoziierung — eingereichter Dokumente sein; vgl. zu dieser Form des Kreditverkehrs E. Thiess, a. a. O., S.85 f.)Google Scholar
  23. 22).
    Die Kursbestimmung für die Abrechnung von Kassa-Devisen gegen Inlandswährung zwischen den Kreditinstituten und den Zahlungsverkehrs-Teilnehmern ist in den einzelnen Ländern unterschiedlich gestaltet. In einigen Ländern werden — ebenso wie in der Bundesrepublik — verbindliche Börsen-Notierungen durchgeführt. In anderen Ländern setzen die Banken durch Absprache untereinander die Geld- und Briefkurse für die der Kundschaft zu erteilenden Abrechnungen fest. Schließlich gibt es Länder, in denen Devisenkurse für den Abrechnungsverkehr zwischen den Mittlern und den Teilnehmern des Zahlungsverkehrs weder notiert noch abgesprochen werden, so daß verschiedene Banken am gleichen Tage verschiedene Kurse rechnen und den Ex- und Importeuren die Möglichkeit gegeben ist, auch bei Kassa-Devisen durch Handelsgespräche und eventuell auch Wahl zwischen verschiedenen Kreditinstituten den Kurs zu ihren Gunsten zu beeinflussen.Google Scholar
  24. 22a).
    Anomale Umstände können durch akute marktexogene Gefahren (Abwertung, politische Krisen, kriegerische Verwicklungen usw.) herbeigeführt werden.Google Scholar
  25. 23).
    Z. B. 10 000 englische Pfunde, 100 000 Hollandgulden, 10 000 000 italienische Lire.Google Scholar
  26. 24).
    Vgl. F. Schmidt, Internationaler Zahlungsverkehr und Wechselkurse, 2. Aufl., Leipzig 1922, S. 237.Google Scholar
  27. 25).
    Ders., a. a. O., S. 237.Google Scholar
  28. Die Telegrammformeln Nr. 4 und 5 sind nicht für den Fall gedacht, daß die eröffnende Bank einen Handelskreditbrief (das Kreditinstrument selbst) per Post an die avisierende Bank mit der Weisung verschickt, ihn dem Begünstigten auszuhändigen. Wenn ein Handelskreditbrief versandt Werden soll, die eröffnende Bank nichtsdestoweniger aber die Standardformeln 4 und 5 zu verwenden wünscht, sollte dies durch Verwendung des Wortlautes „Ausstellten unwiderruflichen Kreditbrief” statt des Ausdrucks „Eröffnen unwiderrufliches Akkreditiv”, ausgedrückt werden.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1960

Authors and Affiliations

  • Helmut Lipfert
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule DarmstadtDeutschland

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