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Bewertung der Unternehmung nach ihrer Substanz

  • Hans Münstermann
Part of the Betriebswirtschaftliche Beiträge book series (BB, volume 11)

Zusammenfassung

Der Erfolgswert besitzt als Nutzwert des Gesamtbetriebes theoretisch den Vorzug absoluter Richtigkeit. Trotzdem wird dem Substanzwert1) sowohl von Seiten der Bewertungstheorie als auch der Bewertungspraxis noch eine Reihe von Funktionen bei der Ermittlung des Gesamtwertes der Unternehmung zugewiesen. Sie lassen es angebracht erscheinen, auch hier auf den Substanzwert einzugehen. Von den Befürwortern des Substanzwertes wird teils angezweifelt, daß der Nutzen für den Wert der Unternehmung allein bestimmend sei, teils auf die geringere Unsicherheit der Ermittlung des Substanzwertes und die größeren Schwierigkeiten bei der Schätzung des Zukunftserfolgswertes hingewiesen.

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Referenzen

  1. 1).
    Im Schrifttum zur Unternehmungsbewertung werden die Ausdrücke Substanzwert, Vermögenswert, Sachwert, Realwert, Kostenwert, Rekonstruktionswert und Reproduktionswert als austauschbare Begriffe angesehen. Die Ausdrücke Substanzwert und Vermögenswert erlauben die weiteste Auslegung.Google Scholar
  2. 2).
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  5. 5).
    Ebenda, S. 66.Google Scholar
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  12. 12).
    Das Beispiel beruht auf denselben Daten, die dem ersten Beispiel der Berechnung des Zukunftserfolgswertes des Eigenkapitals auf S. 41 f. zugrunde liegen. Lediglich der Nettosubstanzwert wird zusätzlich mit 600 000 DM und der Barwert des Fremdkapitals mit 200 000 DM veranschlagt.Google Scholar
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    Vgl. beispielsweise E. Schmalenbach, Die Beteiligungsfinanzierung, 8. Aufl., bearbeitet von R. Bauer, Köln und Opladen 1954, S. 66; K. Berg, Korreferat zu J. Viel, Der Unternehmungswert, Probleme und Methoden seiner Bestimmung, Probleme des Rechnungswesens in internationaler Betrachtung, Bericht über den zweiten Kongreß der Union Européenne des Experts Comptables, Economiques et Financiers (U. E. C.) in Brüssel vom 12. bis 16. September 1955, Düsseldorf 1957, S. 74; J. Bankmann, Der Substanzwert, Essen 1960, S. 43 ff.Google Scholar
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    Vgl. z. B. J. Viel, Der Unternehmungswert, Probleme und Methoden seiner Bestimmung, Probleme des Rechnungswesens in internationaler Betrachtung, Bericht über den zweiten Kongreß der Union Européenne des Experts Comptables, Economiques et Financiers in Brüssel vom 12. bis 16. September 1955, Düsseldorf 1957, S. 63.Google Scholar
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    G. Sieben, Der Substanzwert der Unternehmung, a. a. O., insbesondere S. 79 ff. Dieser Definition schließt sich P. Schweizer an (Die Behandlung des Schuldenabzugs bei der Unternehmensbewertung, Der Betrieb, 17. Jg. [1964], S. 1163).Google Scholar
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  28. 28).
    Ein entsprechender Hinweis findet sich beispielsweise schon bei E. Walb, Betrachtungen über Wertarten und stille Reserven im Zusammenhang mit der Frage der Bewertung von Unternehmungen und Unternehmungsanteilen sowie der Gesellschafterabfindung, Zeitschrift für handelswissenschaftliche Forschung, 34. Jg. (1940), S. 6. Walb lehnt die Auffassung der Frankfurter Zeitung (s. Fußnote 27) wie folgt ab: „Nimmt man diese Ausführungen wortwörtlich, so sind sie nicht in Übereinstimmung mit der herrschenden Bewertungslehre und auch der Bewertungspraxis zu bringen. Vielmehr stellen sie einen Rückfall in überholte Anschauungen dar.“Google Scholar
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    Vgl. K. Mellerowicz, Der Wert der Unternehmung als Ganzes, a. a. O., S. 21; K. Hax, Die langfristigen Finanzdispositionen, Handbuch der Wirtschaftswissenschaften, hrsg. von K. Hax und Th. Wessels, Köln und Opladen 1958, 1. Band, S. 524.Google Scholar
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    Vgl. z. B. K. Hagest, Die Ermittlung des Wertes von Unternehmungen, Die Wirtschaftsprüfung, 3. Jg. (1950), S. 197.Google Scholar
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  36. 36).
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  38. 38).
    J. Viel, Der Unternehmungswert, a. a. O., S. 58.Google Scholar
  39. 39).
    E. Schmalenbach, Die Beteiligungsfinanzierung, a. a. O., S. 65 ff.Google Scholar
  40. 40).
    Vgl. Darstellung und Kritik des Schmalenbachschen Mittel Wertverfahrens: Viertes Kapitel, Abschnitt I., S. 113 ff.Google Scholar
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    Vgl. K. Mellerowicz, Der Wert der Unternehmung als Ganzes, a.a.O., S. 20: „Aus dem Sachwert fließen die Aufwände des Betriebes.“ Ähnlich F. Schmidt, Die organische Tageswertbilanz, a. a. O., S. 74, und K. Theisinger, Die Bewertung der Unternehmung als Ganzes, Bankwissenschaft, 10. Jg. (1933), Bankwirtschaftliche Praxis, S. 163 ff.Google Scholar
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    Vgl. auch drittes Kapitel, Abschnitt II. 2. b), S. 99.Google Scholar
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    E. Schneider, Wirtschaftlichkeitsrechnung, a. a. O., S. 110.Google Scholar
  46. 46).
    Die Restwerte beider Anlagen seien Null.Google Scholar
  47. 47).
    Vgl. auch drittes Kapitel, Abschnitt II. 3., S. 99 f.Google Scholar
  48. 48).
    Ausführliche Beispiele hierzu finden sich bei G. Sieben, Der Substanzwert der Unternehmung, a. a. O., S. 83 ff;Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1966

Authors and Affiliations

  • Hans Münstermann
    • 1
  1. 1.Universität zu KölnDeutschland

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