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Reflexive Medienberichterstattung in der Legitimation und Selbstregulation des (Systems) Journalismus — Selbstreferenz oder Selbstreverenz

  • Thomas Quast
Part of the Mediensymposium Luzern book series (MESY, volume 5)

Zusammenfassung

Angesichts der Lösung der Medien aus tradierten gesellschaftlichen und politischen Bindungen (Autonomiezuwachs), der zunehmenden Orientierung an ökonomischen Faktoren (vgl. Jarren 1997, 309) und der damit einhergehenden, fortschreitenden Internationalisierung, ja Globalisierung auch der Medien- und Kommunikationsmärkte, erscheint es zukünftig einerseits immer weniger aussichtsreich und (perspektivabhängig) andererseits wenig wünschenswert, allein auf normative Einflussspielräume oder (womöglich gesetzliche) Regelungs- und Steuerungsmechanismen zu setzen oder zu vertrauen. Letztere haben unter dem „Druck“ der Globalisierung, die sich überwiegend zunächst als ökonomische erweist, ebenfalls nur auf supranationaler Ebene eine Aussicht auf Erfolg und sind von bestehenden globalen Machtverhältnissen (die sich zumeist auch aus der Ökonomie ergeben) abhängig.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Thomas Quast

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