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Einleitung

  • Jürgen Hartmann
  • Udo Kempf
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Zusammenfassung

Staatsoberhäupter zählen in der politikwissenschaftlichen Analyse westlicher Demokratien zu den eher vernachlässigten Institutionen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Wo das höchste Staatsamt nicht gerade mit einem unübersehbaren Quantum Regierungsgewalt ausgestattet wurde, weckt es wegen seiner „Machtlosigkeit“ bei Politikwissenschaftlern wenig Interesse. Die Ausprägungen westlicher Demokratie werden in der vergleichenden Institutionenbetrachtung zumeist unter den Aspekten des Parlaments und des Spannungsverhältnisses von Parlament und parlamentarisch verantwortlicher Regierung behandelt. Dabei gibt die Ausgestaltung des höchsten Staatsamtes in gleicher Weise Aufschluß über das Regierungssystem wie die sonst im Vordergrund stehenden Institutionen. In letzter Zeit ist ein wachsendes publizistisches und wissenschaftliches Interesse an „westlichen“ Staatsoberhäuptern zu verzeichnen. Es sei nur an die aktuellen Probleme der „cohabitation“ in Frankreich, an die Auseinandersetzungen um die Wahl des österreichischen Präsidenten Waldheim oder an die weithin beachteten Auftritte des deutschen Bundespräsidenten von Weizsäcker erinnert.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. Ernst Fraenkel, Deutschland und die westlichen Demokratien, Stuttgart 1964; Das amerikanische Regierungssystem, 3. Aufl., Opladen 1976.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Winfried Steffani, Parlamentarische und präsidentielle Demokratie. Strukturelle Aspekte westlicher Demokratien, Opladen 1979, 37 ff., 327 ff.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. ders., Parlamentarisches und präsidentielles Regierungssystem, in: Pipers Wörterbuch zur Politik, hrsg. von Dieter Nohlen, Bd. 2: Westliche Industriegesellschaften, hrsg. von Manfred G. Schmidt München 1983, 247 ff.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Karl Loewenstein, Verfassungslehre, Tübingen 1959.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Klaus von Beyme, Die parlamentarischen Regierungssysteme in Europa, 2. Aufl., München 1973, 41 ff., 281 f.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Maurice Duverger, Les régimes semi-présidentiels, Paris 1986.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Werner Kaltefleiter, Die Funktionen des Staatsoberhaupts in der parlamentarischen Demokratie, Köln und Opladen 1970.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Duverger, a.a.O.Google Scholar
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    Vgl. Charles de Montesquieu, De l’ésprit des lois, Paris 1961 (zuerst erschienen 1748 ).Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Alexander Hamilton/Thomas Madison/John Jay, The Federalist Papers, New York 1961 (zuerst erschienen 1788).Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Benjamin Constant, Oeuvres, Bd. 4, Paris 1957.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. Walter Bagehot, The English Constitution, London 1963 (zuerst erschienen 1867).Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. Klaus von Beyme, Vorbild Amerika? Der Einfluß der amerikanischen Demokratie in der Welt, München 1986.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. dazu das monumentale Werk von Beymes, 1973, passim, sowie, Kaltefleiter, passim.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. auch das Libersichtswerk von Richard Rose und Ezra N. Suleiman (Hg.), Presidents and Prime Ministers, 2. Aufl., Washington, D. C. 1981.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1989

Authors and Affiliations

  • Jürgen Hartmann
  • Udo Kempf

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