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Aspekte der Metapher in der Neuzeit

  • Marie-Cécile Bertau
Chapter
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Zusammenfassung

Der theoretische Raum, der aus den Begriffsfiguren entwickelt wurde, wird als Leitvorstellung auf die Metaphernbehandlungen der Neuzeit übertragen. Das heißt, daß für die Neuzeit der umgekehrte Vorgang angesetzt wird: es wird von Begriffen ausgegangen, die nach Ansicht der Autorin die neuzeitliche Auseinandersetzung um die Metapher prägen, von diesen Begriffen aus wird dann auf verschiedene Beschreibungen hingewiesen. Die gewählten Begriffe nehmen ihren gedanklichen Ausgangspunkt in den Begriffsfiguren, deren Fortsetzung sie teilweise darstellen. Die Aspekte der Metapher stellen insofern nicht etwas völlig Neues dar, sondern eine Weiterentwicklung von Grundgedanken der frühen Zeit. Das umgekehrte Vorgehen, zuerst Begriffe zu formulieren, die dann Beschreibungen zugeordnet werden, ist daher nicht nur eine selbsterfüllende Prophezeiung, es findet seinen Grund vielmehr in der gedanklichhistorischen Kontinuität und Verknüpftheit der Metapherntheorien sowie im durch die ersten beiden Kapitel auf bestimmte Weise aufmerksam gemachten Blick.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. hierzu und im folgenden [Ric86], Zweite Studie; der Begriff der Abweichung, der sich aus derselben Logik ergibt wie der Verstoß aus der Eigentlichkeit, das Nicht-Wörtliche aus der Wörtlichkeit oder der metaphorische Raum aus dem Normalraum, wird unten als eigener Aspekt behandelt.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Essai de sémantique. Science des significations (1897) von Bréal sowie La Vie des mots étudiés dans leurs significations (1887) von Darmesteter.Google Scholar
  3. 3.
    [Ric86], S.60.Google Scholar
  4. 4.
    [Ric86], S. 68.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. z.B. das Konzept des strukturellen Semantikers Greimas: ‘In jedem Lexem gibt es... einen semischen Kern..., d.h. ein permanentes, semisches Minimum, eine Invariante. Der Kontext liefert die semischen Variablen und damit die entsprechenden Sinnverschiebungen des Lexems.’([Hei], S.117); und Ricœur schreibt: ‘Semantiker ist, wer dafür hält, daß die Wörter einen vom Kontext nicht veränderten hard core haben.’(1986. S.65).Google Scholar
  6. 6.
    Groupe de Liège, auch Groupe μ, bestehend aus J. Dubois, F. Edeline, J.M. Klinkenberg, P. Minguet, F. Pire und H. Trinon. Die Gruppe verfaßte die Rhétorique générale (Paris, 1970); eine Anwendung dieser generellen Rhetorik stellt die Gruppe in ihrer Rhétorique particulière (Figure de L’argot, Titres de Films, La clé des songes, Les biographies de Paris-Match) vor (in: Communications 16 (1970), S. 70–124).Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. [Ric86], S.95ff.Google Scholar
  8. 8.
    [SchueA], S.57.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. [Ric86], S.100.Google Scholar
  10. 10.
    Diese Aufstellungentspricht einer vereinfachten Darstellung aus der Rhétorique générale, vgl. [SchueA], S.78f. und die ausführliche Betrachtung und Kritik dieser Theorie in [Ric86].Google Scholar
  11. 11.
    [Ric86], S.104; in der Kategorie Σ ist die generalisierende, in der Kategorie П ist die partikularisierende Synekdoche enthalten.Google Scholar
  12. 12.
    Das Original erschien 1970 unter dem Titel La rhétorique restreinte in Communications 16 (1970), S.158–171, im selben Heft wie die Rhétorique particulière der Lütticher Gruppe.Google Scholar
  13. 13.
    Genette macht u.a. die Lütticher Gruppe für eine ‘Inflation der Metapher’ verantwortlich (vgl. [Gen], S.243f.), ein Urteil, daß sich bezogen auf den Satz, die Metapher sei die ‘zentrale Figur der ganzen Rhetorik’ in der Rhétorique générale als richtig, im Hinblick auf die Verrechnung der Metapher zugunsten der Synekdoche jedoch letztlich als unrichtig erweist.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. [Gen], S.233; auf die Parallelisierung mit den Assoziationsprinzipien, die einen bedeutenden Anteil an der Reduktion der Rhetorik auf wenige Figuren hat, wird unten im Aspekt ‘Ähnlichkeit’ eingegangen.Google Scholar
  15. 15.
    Diese Geschichte wird unten, Abschn. 4.6.1, ausführlicher dargestellt.Google Scholar
  16. 16.
    [Gen], S.247f.Google Scholar
  17. 17.
    Also auf Ciceros und v.a. Quintilians Umkehrung des Verhältnisses Metapher-Vergleich, in der die Metapher zum verkürzten Vergleich wird.Google Scholar
  18. 18.
    [Gen], S.238.Google Scholar
  19. 19.
    [Gen], S.240.Google Scholar
  20. 20.
    Das französische Original erschien 1975 in Poétique 6, S.371–388.Google Scholar
  21. 21.
    [Ruw], S.277; Hervorhebung durch die Verf.Google Scholar
  22. 22.
    [Ruw], S. 276. Diese ‘Theorie der Interpretation von Äußerungen’ skizziert Ruwet S.255: Es bleibt kein Zweifel, daß sie struktural-linguistisch ausgerichtet ist, der wesentliche, zuletzt genannte Punkt der ‘Enzyklopädie des Wissens und der Anschauung der redenden Subjekte’ gehört dabei ‘offensichtlich nicht zur Linguistik’. Damit beansprucht Ruwet, dieses Wissen für seine Zwecke zu verwenden, nämlich für die Auflösung von Synekdoche und Metonymie, und zugleich, anderen seine Untersuchung zu überlassen.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. [Ri], S.32.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. oben: ‘die ungeteilte Herrschaft der Metapher’, [Gen], S.247f.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. [Ri], S.31–33.Google Scholar
  26. 26.
    [Ri], S.33. Hervorhebung durch die Verf.Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. [Ri], S.34.Google Scholar
  28. 28.
    [Ri], S.34.Google Scholar
  29. 29.
    [Ri], S.43, Bein bezieht sich auf die vorherigen Beispiele Bein eines Tisches und Bein eines Pferdes.Google Scholar
  30. 30.
    In der Mensch ist ein Wolf wäre der Mensch der Tenor, Wolf das Vehikel.Google Scholar
  31. 31.
    [Ri], S.43.Google Scholar
  32. 32.
    Richards betont diese Kooperation, um die additiv-ornamentale Sichtweise der klassischen Rhetorik auszugrenzen. In dieser Kooperation bleibt der Tenor nie völlig unbeeinträchtigt, erst sie garantiert die vielfältige Ausdruckskraft der Metapher (vgl. [Ri], S.39f.).Google Scholar
  33. 33.
    [Ri], S.44.Google Scholar
  34. 34.
    Vgl. auch oben (Zitat [Ri], S.33) Richards Ansiedlung der Hauptschwierigkeit mit der Metapher in den halbtechnisierten Fächern.Google Scholar
  35. 35.
    deutsch: [Bla83a].Google Scholar
  36. 36.
    [Bla83a], S.61.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. [Bla83a], S.66.Google Scholar
  38. 38.
    [Bla83a], S.57.Google Scholar
  39. 39.
    Vgl. [Bla83a], S.58.Google Scholar
  40. 40.
    [Bla83a], S.71.Google Scholar
  41. 41.
    [Bla83a], S.72.Google Scholar
  42. 42.
    Vgl. [Bla83a], S.75.Google Scholar
  43. 43.
    Hier scheint der alte Kampf zwischen Philosophie und Rhetorik durch: nun überläßt die Philosophie der Rhetorik die ‘trivialen Fälle’.Google Scholar
  44. 44.
    Vgl. [Bla83a], S.76–79.Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. [Bla83a], S.72.Google Scholar
  46. 46.
    Der Gerechtigkeit halber muß gesagt werden, daß Black in seinem späteren Aufsatz 1977 den Begriff der Einsicht aufgreift und ihm einen präzisierenden Abschnitt widmet. Danach vermitteln Metaphern Einsicht in ihre jeweiligen Bezugssysteme und können auch Einsicht darin hervorbringen, ‘wie die Dinge sind’ (vgl. [Bla83b], S.409ff.).Google Scholar
  47. 47.
    deutsch: [Bla83b].Google Scholar
  48. 48.
    Vgl. [Bla83b], S.401.Google Scholar
  49. 49.
    Vgl. [Bla83b], S.384.Google Scholar
  50. 50.
    [Bla83b], S.403.Google Scholar
  51. 51.
    [Dav], S.32.Google Scholar
  52. 52.
    [Dav], S.33.Google Scholar
  53. 53.
    [Dav], S.33.Google Scholar
  54. 54.
    Vgl. [Dav], S.41.Google Scholar
  55. 55.
    Vgl. [Dav], S.33f.Google Scholar
  56. 56.
    Vgl. [Dav], S.45, 47.Google Scholar
  57. 57.
    Vgl. [Dav], S.40.Google Scholar
  58. 58.
    Das französische Original La Métaphore vive erschien 1975.Google Scholar
  59. 59.
    Vgl. [Ric86], S.7und 11.Google Scholar
  60. 60.
    Die Kritik, die Ricœur etwa an Blacks System von Gemeinplätzen äußert, wird aus dieser Sichtweise heraus, für das Entstehen einer neuen Bedeutung durch die Metapher, formuliert (vgl. [Ric86], S.151AF.).Google Scholar
  61. 61.
    [Ric86], S.10.Google Scholar
  62. 62.
    [Ric86], S.119.Google Scholar
  63. 63.
    [Ric86], S.121.Google Scholar
  64. 64.
    Damit richtet sich Ricœur gegen das Postulat der Homogenität aller sprachlichen Einheiten im Strukturalismus (vgl. oben, ‘Die Wörtlichkeit im Wort selbst’.).Google Scholar
  65. 65.
    [Ric86], S.133.Google Scholar
  66. 66.
    [Ric86], S.121.Google Scholar
  67. 67.
    [Ric83], S.361.Google Scholar
  68. 68.
    [Ric86], S.267f. Mit (*) ist die Fußnote Ricœurs gekennzeichet, in der er sich auf die ‘gebräuchliche Bezeichnung’, das κύριoν des Aristoteles bezieht.Google Scholar
  69. 69.
    Vgl. [Ric78].Google Scholar
  70. 70.
    Im Original: ‘the ruins of the literal sense shattered by semantic incompatibility or absurdity’ ([Ric78], S.153.).Google Scholar
  71. 71.
    Vgl. [Ric78], S.154.Google Scholar
  72. 72.
    Vgl. [Ric78], S.157Google Scholar
  73. 73.
    Vgl. [Ric86], S.9fF.Google Scholar
  74. 74.
    Ähnliche Ausdrücke können für das Deutsche mühelos konstruiert werden; zur Konsistenz der Darstellung soll es jedoch beim Englischen bleiben.Google Scholar
  75. 75.
    [LaJo80], S.4.Google Scholar
  76. 76.
    [LaJo80], S.5.Google Scholar
  77. 77.
    [LaJoSO], S.6.Google Scholar
  78. 78.
    Vgl. [LaJo80], S.53.Google Scholar
  79. 79.
    Vgl. [LaJo80], S.53.Google Scholar
  80. 80.
    Vgl. [Bla83a], S.61, 64 und [Bla83b], S.383.Google Scholar
  81. 81.
    Vgl. insbesondere [Bla83b], S.382ff.Google Scholar
  82. 82.
    Vgl. oben, Abschn. ‘Die Wörtlichkeit innerhalb einer Äußerung’.Google Scholar
  83. 83.
    Vgl. [Ric78] und oben, Abschn. ‘Die Wörtlichkeit innerhalb einer Rede’.Google Scholar
  84. 84.
    [Ric86], S.202.Google Scholar
  85. 85.
    [Hen]. S.83.Google Scholar
  86. 86.
    [Whe], S.110.Google Scholar
  87. 87.
    Vgl. [Whe], S.115.Google Scholar
  88. 88.
    Vgl. [LaJo80], S.56ff. Beispiele eines zentralen Konzeptes aufgrund räumlicher Erfahrung durch den Körper sind UP-DOWN, IN-OUT, NEAR-FAR oder FRONT-BACK.Google Scholar
  89. 89.
    Entsprechendes Beispiel ist hier: HAPPY IS UP.Google Scholar
  90. 90.
    Zum Beispiel: TIME IS A MOVING OBJECT.Google Scholar
  91. 91.
    [LaJo80], S.59.Google Scholar
  92. 92.
    [Lak86], S.292.Google Scholar
  93. 93.
    Vgl. Poetik, 1458a, Kap.22 und oben, Abschn. 2.3.1Google Scholar
  94. 94.
    Vgl. oben, Abschn. 2.2.4Google Scholar
  95. 95.
    [Bar], S.220.Google Scholar
  96. 96.
    Vgl. [Ric86], S.86ff. Ricœur bezieht sich auf: Jean Cohen, Structure du langage poétique, Paris 1966.Google Scholar
  97. 97.
    Die Redundanz korreliert in der Shannonschen Informationstheorie mit der Auftretenswahrscheinlichkeit des betreffenden Informationselements in statistisch überprüfbarer Weise. Das heißt, je wahrscheinlicher das Vorkommen eines Zeichens ist, oder je häufiger ein Ausdruck verwendet wird, desto geringer ist sein Informationsgehalt, desto höher ist seine Redundanz.Google Scholar
  98. 98.
    [Ric86], S.98.Google Scholar
  99. 99.
    Vgl. [Ri], S.32 und 35.Google Scholar
  100. 100.
    Vgl. [Bla83b], S.382.Google Scholar
  101. 101.
    Vgl. [Bla83a], S.64f.Google Scholar
  102. 102.
    Vgl. [Bla83b], S.387.Google Scholar
  103. 103.
    [Ric86], S.91.Google Scholar
  104. 104.
    [Ric86], S.94.Google Scholar
  105. 105.
    [Ric86], S.116f.Google Scholar
  106. 106.
    Vgl. Rhétorique générale, [SchueA], S.63–73.Google Scholar
  107. 107.
    Es geht Black in erster Linie um ‘interessante’, d.h. neue oder kreative Metaphern.Google Scholar
  108. 108.
    Vgl. [Bla83b], S.385–387.Google Scholar
  109. 109.
    Vgl. [Schn92b], für das Folgende insbesondere Kap. IV. und V.Google Scholar
  110. 110.
    [Schn92b], S.334.Google Scholar
  111. 111.
    Vgl. [Schn92b], S.410.Google Scholar
  112. 112.
    [Schn92b], S.408.Google Scholar
  113. 113.
    [Schn92b], S.343Google Scholar
  114. 114.
    [Schn92b], S.31.Google Scholar
  115. 115.
    [Schn92b], S.31.Google Scholar
  116. 116.
    Zum Aspekt von Form und Verwendung, den Schneider gegenüber Wittgenstein sehr klar herausarbeitet und betont vgl. als Kernstellen u.a. [Schn92b], S.271, 294f. und 300.Google Scholar
  117. 117.
    Vgl. [Schn92b], S.345.Google Scholar
  118. 118.
    [Schn92b], S.403.Google Scholar
  119. 119.
    [Schn92b], S.406.Google Scholar
  120. 120.
    [SchueAl, S.159.Google Scholar
  121. 121.
    [SchueA], S.159.Google Scholar
  122. 122.
    Vgl. [Ric86], S.239.Google Scholar
  123. 123.
    Vgl. [Ric78], 147; weniger explizit wird der Übergang in [Ric86], S.182 formuliert: hier werden alle räumlichen Begriffe in Anführungsstriche gesetzt.Google Scholar
  124. 124.
    [Ric78], S.148.Google Scholar
  125. 125.
    [Ric86], S.186.Google Scholar
  126. 126.
    [Ric86], S.239. Der Dichter ist Baudelaire.Google Scholar
  127. 127.
    Vgl. [Ric86], S.302ff.Google Scholar
  128. 128.
    Diese Funktion kommt vor allem der beschreibenden Sprache, der Alltags- oder Wissenschaftssprache zu; diese Sprache hat nicht sich selbst zum Gegenstand, sondern ein ‘Außen’.Google Scholar
  129. 129.
    [Ja], S.111.Google Scholar
  130. 130.
    Vgl. [Ric78], S.153f.Google Scholar
  131. 131.
    Vgl. [Ric86], S.220.Google Scholar
  132. 132.
    132[Ric86], S.240.Google Scholar
  133. 133.
    Vgl. [SchueA], S.191.Google Scholar
  134. 134.
    Vgl. Rhetorik III, 1410b, 19: der Vergleich bringt nicht zum Ausdruck, daß ‘dieses jenes ist’, er ist weitläufiger formuliert.Google Scholar
  135. 135.
    Vgl. [Ric86], S.240f.Google Scholar
  136. 136.
    [Ric86], S.277.Google Scholar
  137. 137.
    Vgl. insbesondere André Breton, Manifestes Surréalistes (Paris, 1962) und ders., Les Vases communicants (Paris, 1955).Google Scholar
  138. 138.
    [Wein63], S.331.Google Scholar
  139. 139.
    Es ist anzumerken, daß Weinrich bei dieser Umdeutung sehr stark mit einer Wir-Argumentation arbeitet, durch die ein gemeinsames Einverständnis suggeriert wird. Das Plausible wird so zu einem Selbstverständlichen und Sicheren.Google Scholar
  140. 140.
    Vgl. [Wein63], S.333.Google Scholar
  141. 141.
    [Wein63], S.334f.Google Scholar
  142. 142.
    Vgl. [LaJo80], S.53.Google Scholar
  143. 143.
    Das Original The Metaphorical Twist erschien 1962.Google Scholar
  144. 144.
    Beardsley bezieht sich auf Paul Henles Theorie der ikonischen Signifikation.Google Scholar
  145. 145.
    [Bea], S.121.Google Scholar
  146. 146.
    [Bea], S.131. Um einen Eindruck der Eigenschaften in Beardsleys Sinn zu vermitteln, sei ein Beispiel angefügt: Für ‘Baum’ zählt Beardsley die Eigenschaften Belaubtheit, Schattigkeit, Höhe zu den anerkannten Konnotationen, die Eigenschaften Schlankheit, Umjaßtsein mit Rinde zu den auf Aktualisierung wartenden Eigenschaften.Google Scholar
  147. 147.
    [Bea], S.133.Google Scholar
  148. 148.
    Vgl. oben, Zitat [Bea], S.131: ‘in der Beschaffenheit der Dinge versteckt’.Google Scholar
  149. 149.
    [Ric86], S.165.Google Scholar
  150. 150.
    Zu denken ist hier auch an die Katz-Fodorschen Merkmalslisten, mit welchen dieselbe Problematik verknüpft ist: wieviele und welche Eigenschaften will man einem Ding zusprechen? Schon Beardsleys Baum-Beispiel erscheint unplausibel.Google Scholar
  151. 151.
    Vgl. [Bla83b], S.384.Google Scholar
  152. 152.
    Zu dieser Definition vgl. [Bla83a] sowie oben, Abschn.4.2.2.Google Scholar
  153. 153.
    [Bla83b], S.404.Google Scholar
  154. 154.
    Vgl. [Wein63], S. 333: ‘Aber man darf auf keinen Fall die Banalität unterschlagen, daß die Lippen gewöhnlicherweise eben nicht grün sind, sonst zerstört man die ganze Spannung der Metapher.’ Weinrich bezieht sich hier auf Rimbauds Metapher les lèvres vertes.Google Scholar
  155. 155.
    Vgl. [Witt], S.518–577.Google Scholar
  156. 156.
    [Witt], S.518.Google Scholar
  157. 157.
    [Witt], S.522f. Einen anderen Fall des Zugleich schildert Wittgenstein S. 525: Eine zunächst nicht erkannte Person wird plötzlich erkannt und in ihrem veränderten Gesicht wird ihr früheres zugleich gesehen.Google Scholar
  158. 158.
    In der einfachen Zeichnung ([Witt], S.520) kann der runde Kopf mit dem Punkt als Auge und den zwei langen Fortsätzen sowohl als Hasenkopf mit langen Ohren als auch als Entenkopf mit Schnabel gedeutet werden.Google Scholar
  159. 159.
    [Witt], S.521.Google Scholar
  160. 160.
    [Witt], S.521.Google Scholar
  161. 161.
    An dieser Stelle sei auf die Untersuchung von William Labov hingewiesen, in der Versuchspersonen unter verschiedenen Bedingungen (kontextfrei und kontextgebunden) eine Reihe von cup-ähnlichen Objekten benennen sollten. In dieser Reihe werden die Objekte bezüglich ihrer Tiefe, ihres Durchmessers und ihrer Form stufenweise verändert. Untypische Objekte werden in ihrer Benennung mit verschiedenen Attributen versehen sowie mit Heckenausdrücken: a funny cup with a stem, a kind of a cup. Vgl. [Lab76].Google Scholar
  162. 162.
    [Witt]. S.522.Google Scholar
  163. 163.
    [Witt], S.533.Google Scholar
  164. 164.
    [Witt], S.538.Google Scholar
  165. 165.
    [Witt], S.537. Die hier gegebene Antwort bezieht sich das Bild einer Tiersilhouette, die von einem Pfeil getroffen ist, vgl. S. 535.Google Scholar
  166. 166.
    Das Original Visual Metaphor erschien 1968.Google Scholar
  167. 167.
    Aldrichs Beispiel bezieht sich auf zwei Frauen, Maria (M) und Agathe (A), die zusammen auf einer Party gesehen werden; der Betrachter bemerkt eine Ähnlichkeit zwischen ihnen: M gleicht A. Vgl. [Aid], S.146.Google Scholar
  168. 168.
    Vgl. [Aid], S.147.Google Scholar
  169. 169.
    [Ald], S.147f.Google Scholar
  170. 170.
    [Aid], S.147.Google Scholar
  171. 171.
    [Bla83a], S.68, Fußn.16.Google Scholar
  172. 172.
    [Bla83b], S.400.Google Scholar
  173. 173.
    [Bla83b], S.400f.Google Scholar
  174. 174.
    Vgl. [Hen].Google Scholar
  175. 175.
    [Witt], S.551.Google Scholar
  176. 176.
    Vgl. [Ric86], S.204; Wittgenstein selbst schreibt: ‘Und darum erscheint das Aufleuchten des Aspekts halb Seherlebnis, halb ein Denken.’ ([Witt], S.525); das ‘darum’ bezieht sich auf den unmittelbar vorhergehenden Absatz, in welchem Wittgenstein schreibt, daß das Anschauen eines Gegenstandes nicht bedeute, daß man an ihn denken müsse, wenn man aber das Seherlebnis (des Aspektwechsels) habe, so denke man auch an das, was man sehe.Google Scholar
  177. 177.
    [Ric86], S.205.Google Scholar
  178. 178.
    [Ric86], S.206.Google Scholar
  179. 179.
    [Ric78], S.145.Google Scholar
  180. 180.
    Vgl. [Ric78], S.147f.Google Scholar
  181. 181.
    [Ric78], S. 150.Google Scholar
  182. 182.
    [Har], S.173.Google Scholar
  183. 183.
    Zur Entwicklung der perspektivischen Darstellung in der bildenden Kunst und insbesondere zur Erfindung der zentralperspektivischen Konstruktion vgl. Joscijka Gabriele Abels, Erkenntnis der Bilder: Die Perspektive in der Kunst der Renaissance, Frankfurt am Main, New York 1985.Google Scholar
  184. 184.
    Vgl. [Witt], S.537 und oben, ‘Das Sehen-als’ (‘...dies ist meine Einstellung zur Figur...’).Google Scholar
  185. 185.
    Vgl. [Bla83b], S.397 und 409.Google Scholar
  186. 186.
    [Perr], S.264.Google Scholar
  187. 187.
    187[Perr], S.266.Google Scholar
  188. 188.
    [Perr], S.266.Google Scholar
  189. 189.
    [Perr], S.266.Google Scholar
  190. 190.
    generalized other, nach G.H. Mead, vgl. [Mea], S.92ff.Google Scholar
  191. 191.
    [Perr], S.265.Google Scholar
  192. 192.
    Vgl. [LaJo80], S.10ff. Es sei angemerkt, daß die metaphorische Strukturierung eines Konzeptes immer nur partiell ist, sonst würde ein Konzept völlig im anderen aufgehen und nicht im Sinne eines anderen verstanden werden.Google Scholar
  193. 193.
    Nach einem Vortrag von Bernhard Debatin, Die Modellfunktion der Metapher und das Problem der ‘Metaphernkontrolle’ gehalten im Rahmen des Symposiums ‘Metapher, Kognition, künstliche Intelligenz’, IIWW Erlangen, 8.–10.7.1993.Google Scholar
  194. 194.
    [Witt], S.528.Google Scholar
  195. 195.
    Rhetorik III, Kap.11, 1412a 19ff., in der Übers, und mit den Zusätzen von [Sie].Google Scholar
  196. 196.
    Diese Untersuchung heißt Пερι μνήμης καὶ ανάμησεως (‘Über Gedächtnis und Erinnerung’). Ich folge hier dem griechisch-englischen Text von W.S. Hett, in der Ausgabe von Page, Capps, Rouse, Post und Warmington (Hrsg.), London und Cambridge (Massachusetts), 1964.Google Scholar
  197. 197.
    Vgl. 450b 11–28.Google Scholar
  198. 198.
    Über Gedächtnis und Erinnerung, 451b 18–21 (eigene Übers.).Google Scholar
  199. 199.
    Zu dieser Idee vgl. auch Über Gedächtnis und Erinnerung, 451b 29ff.Google Scholar
  200. 200.
    Vgl. [Gen], S.235.Google Scholar
  201. 201.
    [Frd9l], S.133.Google Scholar
  202. 202.
    [Frd91], S.136.Google Scholar
  203. 203.
    Vgl. oben, Absch. 3.2.3 ‘Wörtlichkeit und Nähe’.Google Scholar
  204. 204.
    Vgl. [Lu], insbes. 63–70, 101ff., 169–176.Google Scholar
  205. 205.
    Vgl. [Lu], S. 172.Google Scholar
  206. 206.
    Vgl. oben, Abschn. 2.3.1 ‘Giambattista Vico’.Google Scholar
  207. 207.
    Vgl. auch oben, Abschn. 2.2.7 ‘Die Zeit nach Aristoteles’.Google Scholar
  208. 208.
    Vgl. [Lau90a], §228.Google Scholar
  209. 209.
    Vgl. [Lau90a], §§400–402.Google Scholar
  210. 210.
    Vgl. [Lau90b], §420.Google Scholar
  211. 211.
    Nämlich: 1) simile, a) totum, β) bildhaft.Google Scholar
  212. 212.
    Vgl. [Lau90b], §558.Google Scholar
  213. 213.
    Ich beziehe mich im folgenden auf die Ausgabe von Charles Bally und Albert Sechehaye in der kritischen Edition von Tullio de Mauro, Paris 1980.Google Scholar
  214. 214.
    De Saussure nennt als Beziehungen eine gemeinsame Wurzel, ein gemeinsames Suffix, eine Analogie der Signifikate (signifiés) und eine Gemeinsamkeit des akustischen Bildes. Vgl. Kapitel V, §3.Google Scholar
  215. 215.
    Vgl. Kapitel VI: Mécanisme de la langue.Google Scholar
  216. 216.
    Vgl. Kapitel VI, §1.Google Scholar
  217. 217.
    Erschienen zunächst englisch: Two Aspects of Language and Two Types of Aphasie Disturbances, Part II, in: R. Jakobson & M. Halle, Fundamentals of Language, La Haye 1956; französisch 1963; deutsch 1974.Google Scholar
  218. 218.
    Vgl. hierzu [Ric86], S.72 und Haverkamp in seiner Einleitung: [Hav], S.13.Google Scholar
  219. 219.
    Vgl. [LeS], S. 297–302Google Scholar
  220. 220.
    Vgl. [LeS], S.271f.Google Scholar
  221. 221.
    Vgl. [Be], S.84.Google Scholar
  222. 222.
    Vgl. [Fer], insbesondere S.116fF.Google Scholar
  223. 223.
    Beck bezieht sich auf Lévi-Strauss und Leach (1976), vgl. [Be], S.85.Google Scholar
  224. 224.
    Vgl. [Sap], insbes. S.12f.Google Scholar
  225. 225.
    Vgl. [Ri], S.42f.Google Scholar
  226. 226.
    Vgl. [Ri], S.46, 50.Google Scholar
  227. 227.
    [Ri], S.34.Google Scholar
  228. 228.
    [Ri], S.48.Google Scholar
  229. 229.
    Vgl. [Bla83a], S.73f., 76.Google Scholar
  230. 330.
    [Bla83a], S.68 (ohne Anm. zitiert).Google Scholar
  231. 331.
    [Bla83b], S.405.Google Scholar
  232. 332.
    Vgl. [LaJo80], S.147ff.Google Scholar
  233. 233.
    Vgl. [LaJo80], S.153ff.Google Scholar
  234. 234.
    [LaJo80], S.215.Google Scholar
  235. 235.
    Man denke auch an solche Ausrufe wie ‘ganz der Vater!’ bei einem Neugeborenen. In diesem Zusammenhang sei auch auf die Asymmetrie von Ähnlichkeitseinschätzungen hingewiesen, die der Ähnlichkeit eine Richtung geben; vgl. oben, Kap.3, Fußn.15.Google Scholar
  236. 236.
    Vgl. [Witt], Philosophische Untersuchungen, §66.Google Scholar
  237. 237.
    Vgl. [Witt], Philosophische Untersuchungen, §76: Verwandtschaft ist ebenso unleugbar wie Verschiedenheit.Google Scholar
  238. 238.
    Vgl. etwa die Argumentation von Michel Deguy: ‘Metapher und Metonymie gehören bei allen sekundären Unterschieden derselben Dimension an — für die sich im allgemeinen die Bezeichnung Metaphorizität anwenden läßt.’ (zitiert in [Gen], S.245.)Google Scholar
  239. 239.
    Vgl. [Ric86], S.175ff.Google Scholar
  240. 340.
    Vgl. oben, Kap.3.Google Scholar
  241. 241.
    Die Klarheit der Wörtlichkeit weist zurück auf Quintilian, der dem verbum proprium eine ‘Durchsichtigkeit’ zuweist. Vgl. Institutionis oratoriae, Buch VIII, Kap.2.Google Scholar
  242. 242.
    Dies kann auch gelten, wenn die Bedenken und Diskussionen über die Einheit ‘Wort’ in den Sprachwissenschaften berücksichtigt werden; ‘Wort’ bleibt als wesentliche Ausgangsbasis prinzipiell bestehen. Für Sprecher, die die übliche Schriftsozialisation durchgemacht haben, ist das Wort unumstrittenes Element ihrer Sprache und ihres Sprechens.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1996

Authors and Affiliations

  • Marie-Cécile Bertau

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