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Keinen Kuß mehr für Mutter! Aus der psychoanalytischen Behandlung eines zwangsneurotischen Patienten

  • Heinz Henseler
  • Peter Wegner
Chapter
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Zusammenfassung

Menschen mit einer Zwangsneurose führen einen einsamen Kampf. Sie sind in einem System von Gedanken und Ängsten gefangen und fallen meist niemandem zur Last. Im Gegensatz zu vielen anderen Patienten mit psychosomatischen oder neurotischen Krankheiten suchen sie eher selten Ärzte oder Krankenhäuser auf und „verursachen wenig Kosten“. Dennoch ist der Preis hoch: Scheitern in privaten Beziehungen und beruflicher Entwicklung, häufig ein Leben in Isolation und später Depression, manchmal wird der Ausweg aus dem Privatgefängnis über einen Selbstmord gesucht. Zwangssymptome können hinsichtlich ihrer Intensität sehr variieren (vom Persönlichkeitszug bis hin zu einer passageren oder chronischen schweren Zwangssymptomatik), und sie können psychodynamisch in verschiedenen Phasen der kindlichen Trieb- und Selbstentwicklung begründet sein. Der vorliegende Behandlungsbericht eines jungen Mannes mit einer seit der Hälfte seines Lebens bestehenden Zwangsneurose soll einen Eindruck in die hartnäckige und komplexe Dynamik des intrapsychischen und auch interpersonellen Geschehens vermitteln. Der Analyse ging eine Psychotherapie (eine Stunde je Woche) von 15 Monaten voraus; während des Schreibens dieses Berichtes befand sich die Analyse am Ende des vierten Jahres (ca. 640 Stunden bei durchgängig 4 Stunden pro Woche); ein Behandlungsende ist innerhalb der nächsten Monate vorgesehen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1993

Authors and Affiliations

  • Heinz Henseler
    • 1
  • Peter Wegner
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

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