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Unternehmung und Moral

  • Thomas Dyllick
Chapter
Part of the Neue betriebswirtschaftliche Forschung book series (NBF, volume 54)

Zusammenfassung

Was vom Markt gilt und von der Politik, das ist in ähnlicher Weise vom Bereich der Moral zu sagen. Moral, wie immer sie sich auch geltend macht und zu legitimieren trachtet, gehört in unsere gesellschaftliche Erfahrungswirklichkeit. Betroffen sind durch sie gleichermassen der Einzelmensch und der Staat, aber auch soziale Organisationen wie die Unternehmung, die sich mit einer Vielfalt von moralisch begründeten Forderungen konfrontiert sehen: Beschuldigt werden die Banken, dass sie sich an Fluchtgeldern aus Entwicklungsländern bereichern, die pharmazeutische Industrie, dass sie sich grausamer Tierversuche bedient, die Babynahrungsindustrie, dass sie sich schädlicher Verkaufspraktiken in Entwicklungsländern bedient, die asbestverarbeitende Industrie, die Zuckerindustrie und die Zigarettenindustrie, dass sie gesundheitsschädliche Produkte herstellen, und dass für sie Gewinne wichtiger sind als die Gesundheit von Mitarbeitern und Konsumenten. Dies mag genügen, um die Aktualität und weite Verbreitung moralischer Kontroversen mit Unternehmungen zu verdeutlichen.

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Hinweis

  1. 39.
    I. Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Akademie-Textausgabe, Bd. IV, Berlin 1968, S. 429: Zitiert bei Apel (Entfaltung 2) 121.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1989

Authors and Affiliations

  • Thomas Dyllick

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