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Zusammenfassung

Was haben Lohngerechtigkeit und Krieg miteinander zu tun? Im Krieg, so könnte man meinen, gibt es wichtigere Probleme: die Verteidigung des Vaterlandes, der — wie auch immer definierten — Freiheit des jeweiligen politischen Systems bzw. seiner Übertragung auf andere Länder. Ist einer Regierung im Krieg nicht vorwiegend daran gelegen, alle materiellen und personellen Kräfte für den Kriegserfolg zu mobilisieren, anstatt sie im Einsatz für aufwendige Umstrukturierungen der Entlohnungssysteme zu vergeuden? Kann sie nicht davon ausgehen, daß für die, von deren Leistung letztlich der Kriegserfolg abhängt, die Arbeitenden nämlich, der „gerechte“ Lohn als Arbeitsmotivation eine geringere Rolle als die Einsicht in die Erfordernisse des „gerechten“ Krieges spielt? Und selbst wenn es an dieser Einsicht mangeln sollte, so können sie doch alle in einer mit Staatsaufträgen wohl versorgten Wirtschaft mit steigenden Arbeitseinkommen rechnen.

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Hinweise

  1. 10.
    Vgl. Gerhard Kroll, Von der Weltwirtschaftskrise zur Staatskonjunktur, Berlin 1958, S. 605, 607; Statistisches Handbuch von Deutschland, München 1949, S. 474, 480; Franz Grumbach/ Heinz König, Beschäftigung und Löhne in der deutschen Industriewirtschaft 1888–1954, in: Weltwirtschaftliches Archiv, Bd. 79 (1957), S. 129, 139; Walther G. Hoffmann/J. Heinz Müller, Das deutsche Volkseinkommen 1851–1957, Tübingen 1959, S. 43.Google Scholar
  2. 35.
    Fritz Reuter, in: RKW Nachrichten, 11. Jg. (1937), H. 1/2, S. 9.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1989

Authors and Affiliations

  • Tilla Siegel

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