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Gewalt gegen Ausländer

  • Hans-Bernd Brosius
  • Frank Esser

Zusammenfassung

Die Ausschreitungen in Hoyerswerda und Rostock sowie die Brandanschläge von Mölln und Solingen wurden von vielen als Bestätigung für einen wachsenden Rechtsradikalismus in Deutschland betrachtet. Vor allem im Ausland wird diese Entwicklung mit Skepsis beobachtet. Nach der Wiedervereinigung ist von verschiedener Seite die Furcht geäußert worden, daß ein wiedervereintes Deutschland das Aufkommen faschistischer Strömungen begünstigen könnte.. Deutschland ist seither die bevölkerungsreichste und wirtschaftsstärkste Nation in Europa, und einige ausländische Beobachter sehen in der Erstarkung extremistischer Gruppierungen eine ernsthafte Gefährdung der deutschen Demokratie und des europäischen Friedens. Der im Fahrwasser der Ausländerfeindlichkeit gewachsene Rechtsradikalismus scheint, obwohl er verglichen mit anderen Ländern nicht stärker ist, den Befürchtungen dieser Skeptiker Recht zu geben.

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Literatur

  1. 84.
    Vgl. Scharf (1994), Eckert (1993), Kühnel (1993), Kummer (1993), Selg (1993), Willems (1993a, b), Willems, Würtz & Eckert (1993), Erb (1992), ebenso Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. 11. 1992, S. 33.Google Scholar
  2. 85.
    So Bednarz in den Tagesthemen am 1. Juni 1993 (Wortlaut abgedruckt in epd/Kirche und Rundfunk,Nr. 42/43, 5. Juni 1993, S. 22f). Den Vorwurf der “Hetze” wies die Frankfurter Allgemeine Zeitung in einem Kommentar (3. 6. 1993) und Der Spiegel in seiner Rubrik “Hausmitteilung” (7. 6. 1993) entschieden zurück.Google Scholar
  3. 86.
    Zitiert nach Journalist,12/1993, S. 79.Google Scholar
  4. 87.
    Alle folgenden Angaben sind dem Journalist entnommen; vgl. im einzelnen die Hefte 1/1992, S. 8 und S. 17; 1/1993, S. 26; 7/1993, S. 28.Google Scholar
  5. 88.
    Vgl. Journalist,Heft 9/1993, S. 22–26.Google Scholar
  6. 89.
    Vgl. Bertelsmann Briefe,Mai 1993, S. 28.Google Scholar
  7. 90.
    Eine andere Untersuchung, die sich verhaltensauffälligen Jugendlichen widmet, zeigt, daß Psychologen und Psychiater gerade diese Altersgruppe der männlichen Jugendlichen für besonders gefährdet hinsichtlich negativer Auswirkungen von Mediengewalt ansehen; vgl. Kunczik, Bleh & Maritzen (1993).Google Scholar
  8. 91.
    Knapp die Hälfte der untersuchten Tatverdächtigen war zuvor schon polizeilich auffällig und ein Viertel gar straffällig geworden, häufig außerhalb fremdenfeindlicher und extremistischer Aktivitäten; vgl. Willems, Würtz & Eckert (1993).Google Scholar
  9. 92.
    Genau heißt es dazu im Lagebericht 1992 “Rechtsextremismus/-terrorismus und fremdenfeindlich motivierte Straftaten” des Bundeskriminalamts: “Fremdenfeindliche Delikte sind Straftaten, die in der Zielrichtung gegen Personen begangen werden, denen die Täter (aus intoleranter Haltung heraus) aufgrund ihrer Nationalität, Volkszugehörigkeit, Rasse, Hautfarbe, Religion, Weltanschauung, Herkunft oder aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes oder aufgrund ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen Herkunft eine Bleibe-oder Aufenthaltsrecht in ihrer Wohnumgebung oder in der gesamten Bundesrepublik Deutschland bestreiten.” (S. 3 )Google Scholar
  10. 93.
    Vgl. hierzu die Ausführungen von Schumann (1993), Willems, Würtz & Eckert (1993) sowie Ohlemacher (1994) und die Berichte in der Frankfurter Rundschau vom 16.6. 1993 und 26. 1. 1994.Google Scholar
  11. 94.
    Der Spiegel,28.6. 1993, S. 41; Scharf (1994, S. 256).Google Scholar
  12. 95.
    Vgl. unter anderem Selg (1993).Google Scholar
  13. 96.
    Dies haben die Ausschreitungen in Magdeburg (12. 6. 1994), die außerhalb unseres Untersuchungszeitraums liegen, erneut gezeigt. Wiederum war die Polizei überfordert und konnte der Situation erst nach einiger Zeit Herr werden.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Hans-Bernd Brosius
  • Frank Esser

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