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Fasse wacker meinen Zipfel! Hier ist so ein Mittelgipfel…

  • Petra Dobner
Part of the Leviathan Zeitschrift für Sozialwissenschaft book series (LSOND, volume 20)

Zusammenfassung

Zwischen Schierke und Elend schleppt sich das Duo aus Erkenntniswille und Verführung dahin. Im Anstieg auf den Berg ist alle Hilfe recht. Gerade wird ein Irrlicht von seinem sinnlos flackernden Dasein befreit und wider sein Naturell zur Taschenlampe umfunktioniert, auf „daß wir vorwärts bald gelangen, / In den weiten, öden Räumen!“ (Goethe 1998, S. 122). Herr Faust, der gerade noch glaubte, allein mit einem ‚Knotenstock‛ und dem ‚Frühling in den Birken‛ ausreichend für die Reise gewappnet zu sein, ist zwei Seiten später schon völlig frustriert: „Aber sag’ mir, ob wir stehen, / Oder ob wir weitergehen?/Alles, alles scheint zu drehen...“ (ebd., S. 123). In diesem Moment von Fortschrittsunsicherheit bietet Mephistopheles ihm den Zipfel und stellt tröstend den Mittelgipfel in Aussicht. Jaja, sagen die Hexen, „der Weg ist breit, der Weg ist lang, / Was ist das für ein toller Drang? / Die Gabel sticht, der Besen kratzt,/Das Kind erstickt, die Mutter platzt“ (ebd., S. 125).

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Literatur

  1. Goethe, Johann Wolfgang von, 1998: Faust. Eine Tragödie, in: Werke. Band 3. Dramatische Dichtungen. Hamburger Ausgabe, München, dtv, S. 7–364.Google Scholar
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.), 2000: Datenreport 1999, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Petra Dobner

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