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Das spielende Kind

  • Gerold Scholz

Zusammenfassung

In drei Formen war bislang vom “spielenden Kind” die Rede: als das Kind, das im Spiel versunken ist; als Kind, das sich im Spiel die Welt aneignet, sich entwickelt und so erwachsen wird; und als das Kind, das mit seinem Spiel die Funktion der Kindheitsphase erfüllt.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Schäfer 1986, Scheuer) 1979, Flitner 1973.Google Scholar
  2. 2.
    Schäfer 1986, S. 476.Google Scholar
  3. 3.
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  4. 4.
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  5. 5.
    Beekman 1984, S. 73.Google Scholar
  6. 6.
    Bateson 1981.Google Scholar
  7. 7.
    Bateson 1981, S. 244.Google Scholar
  8. 8.
    Ich benutze den Begriff im Sinne Wittgensteins. Das Sprachspiel drückt die Lebensform des Sprechenden aus. Teil dieser Lebensform ist die Mitteilung, wie alles “Gesprochene” (und das bezieht auch die nonverbale Kommunikation mit ein) zu verstehen ist. “Unterricht” und “Spiel” sind in diesem Sinne Synthesen bestimmter Arten des Beschreibens, Fragens, Beauftragens, Bittens, Verurteilens usw.(Vgl. Wittgenstein 1984 )Google Scholar
  9. 9.
    In der philosophischen Diskussion ist vor allem der mit dem Sprachspielbegriff verbundene Gedanke zentral, daß es keine alle Sprachen und alles Reden umfassenden, bestimmten Elemente gibt. (Zum hermeneutischen Problem vgl. Müller 1989, zur Sprachphilosophie Wittgensteins u.a. Wohlfahrt 1984)Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Schäfer 1986, S. 419–424.Google Scholar
  11. 11.
    Protokoll Frankfurt B. 2. 1989.Google Scholar
  12. 12.
    Beobachter: “Was wird das diesmal hier?” Alexander: “Wissen wir noch nicht.”. Vorhandene und zu Requisiten umdeutbare Gegenstände bestimmen das Spiel auch mit.Google Scholar
  13. 13.
    Ein schönes Beispiel ist: “Du wohnst hier im Haus und wir wären jetzt mit unserem Ufo auf dem Dach deines Hauses gelandet. Du wärst jetzt aber gerade Einkaufen und wir wären in dein Haus eingebrochen und hätten alles aus deinem Kühlschrank aufgefressen.” Protokoll Frankfurt, 13. 9. 1989.Google Scholar
  14. 14.
    So Schäfer 1986, S. 445.Google Scholar
  15. 15.
    Ich wende mich damit u.a. gegen die Defizithypothese, nach der das Kind versucht, die Welt der Erwachsenen wiederzugeben, aber weil es dazu nicht in der Lage sei, eben fiktional. So Smilansky 1973, S. 155.Google Scholar
  16. 16.
    An einem Beispiel. 2 Zwillinge spielen Zwillinge und benehmen sich dabei so, wie sich, ihrer Ansicht nach, Zwillinge benehmen sollen. Jedenfalls anders als in der Realität. Zwillinge im Spiel schlagen sich nicht und halten zusammen, teilen die Spielsachen usw. In dem Spiel spielen die Kinder also Zwillinge, wie die Erwachsenen sie gerne hätten. Das Vor-bild des Spieles ist eine Interpretation der Wirklichkeit.Google Scholar
  17. 17.
    Protokoll Marburg, 6. 6. 1989.Google Scholar
  18. 18.
    Protokoll Frankfurt, 5. 10. 1989.Google Scholar
  19. 19.
    Protokoll Frankfurt, 2. 12. 1988.Google Scholar
  20. 20.
    Protokoll Marburg, 6. 6. 1989.Google Scholar
  21. 21.
    Ein schönes Beispiel für “wärt”. Judith sagt nicht: “Wollt ihr zu Besuch kommen?”Google Scholar
  22. 22.
    Parmentier 1979, S. 185.Google Scholar
  23. 23.
    Protokoll Frankfurt B. 5. 1989.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. Smilansky S. 156, deren Kernthese darin besteht, daß Sprache, die “Lücken schließen (soll), die durch die Umstände gegeben sind”.Google Scholar
  25. 25.
    Wittgenstein 1984, S. 250.Google Scholar
  26. 26.
    Auwärter, der Puppenspiele beobachtet hat, kommt zu dem Ergebnis, daß mit zunehmendem Alter die Notwendigkeit entfällt, auf den Wechsel der Wirklichkeit selbst hinzuweisen. (Auwärter 1986, S. 226)Google Scholar
  27. 27.
    Protokoll Marburg, 27. 6. 1989.Google Scholar
  28. 28.
    Protokoll Frankfurt, 22.5 1989.Google Scholar
  29. 30.
    Protokoll Frankfurt, 8. 5. 1989.Google Scholar
  30. 31.
    Protokoll Marburg 22. 9. 1989.Google Scholar
  31. 32.
    David (7) steuert das Schiff (den umgedrehten Tisch), in dem auch die Mutter saß, durch den Sturm über das Meer. Er stieg noch einmal schnell aus und holte für sich eine Mütze und für die Mutter einen Kinderpullover, den sie sich umbinden mußte. ‘Ich fand nichts anderes - du darfst ja nicht frieren.’ Er setzte sich wieder hin und steuerte. ‘Halt dich fest! Dort, schau, das Ungeheuer, es taucht, jetzt kommt es wieder. Es schwimmt weg, es hat Angst. Ich schreie mal,’ Die Mutter wollte sich beteiligen, wollte David zeigen, daß auch sie Angst hat. Sie meldete sich zu Wort, schaute in die Ferne und sagte: ‘Ich sehe ein neues Ungeheuer, paß auf, David.’ Der Junge riß sich die Mütze vom Kopf, stieg aus und schrie die Mutter an: ‘Du siehst gar nichts, es gibt keine Ungeheuer - die sehe nur ich.“ ’ (Doehlemann 1985, S. 162 )Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Gerold Scholz

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