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Innere Struktur der Religiosität

  • Stefan Huber
Part of the Veröffentlichungen der Sektion „Religionssoziologie“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie book series (DGSRELIGION, volume 9)

Zusammenfassung

In Kapitel 6 wurde ein multidimensionales Instrument zur Messung der fünf grundlegenden religiösen Ausdrucksformen und der Zentralität abrahami-tisch-religiöser Konstruktsysteme konstruiert. In Kapitel 7 soll nun die innere Struktur der Religiosität systematisch analysiert werden. Dazu wurden in Tabelle 5.1 fünf Fragestellungen formuliert. Im Zentrum stehen dabei die beiden komplementären Postulate der relativen Autonomie und Abhängigkeit der fünf religiösen Ausdrucksformen. Der theoriegeschichtliche Hintergrund und Bezugspunkt dieser Diskussion ist die mitunter sehr polemisch geführte Kontroverse über den multidimensional Ansatz von Glock (1962). Diese Kontroverse wurde vor allem auf einer psychometrischen Diskussionsebene geführt. Daher spitzte sie sich in der Frage zu, ob die Messung der von Glock postulierten Dimensionen redundant ist oder nicht. Je nachdem, wie diese Frage beantwortet wurde, plädierten die Kontrahenten entweder für ein- oder mehrdimensionale Modelle der Religiosität. Demgegenüber wird in dem neuen multidimensionalen Messmodell der Religiosität die partielle Berechtigung beider Vorstellungen anerkannt. Dadurch wird ein neuer Lösungsvorschlag zur Entscheidung der Kontroverse angeboten. Die Voraussetzung dafür ist ein erweiterter theoretischer Rahmen, der durch die Integration des persönlichkeitspsychologischen Konzepts der Zentralität des religiösen Kon-struktsystems in den Ansatz von Glock gewonnen wird.

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Referenzen

  1. 1.
    In diesen beiden Studien wurde auch nicht auf die Realisierung der drei Operationalisie-rungsprinzipien (Formspezifik, theologische Unkonfundiertheit und maximale Ökonomie) geachtet. Daher werden sie von mir nicht vertieft diskutiert.Google Scholar
  2. 2.
    In den Abbildungen von a priori definierten Modellen für konfirmative Faktorenanalysen gelten folgende Regeln: Latente Variablen sind durch Kreise und manifeste Variablen sind durch Rechtecke dargestellt. Beziehungen zwischen den Variablen sind durch einseitig gerichtete ‚Regressionspfeile‘ oder zweiseitige gerichtete ‚Kovarianzpfeile‘ dargestellt. Fixierte Parameter (Vaianzen, Regressionsgewichte oder Kovarianzen) sind entweder durch die Zahl 1 oder durch kleine Buchstaben neben einer Variable oder einem Pfeil markiert. Im ersten Fall sind sie auf 1 fixiert, im zweiten Fall sind mehrere Parameter, die durch gleiche Buchstaben markiert sind, gleichgesetzt. Alle nicht fixierten Parameter werden in den entsprechenden Modellen geschätzt. Latente Fehlervariablen werden immer durch ein ‚fim Kreis beschriftet. Die Beschriftung der anderen latenten Variablen erfolgt in Anlehnung an die theoretischen Konstrukte. Bei den manifesten Variablen handelt es sich immer um Indikatoren zur Messung religiöser Ausdrucksformen. Sie werden durch ‚Int‘ (kognitives Interesse), ‚Ide‘ (Ideologie), ‚Geb‘ (Gebet), ‚Erf‘ (Erfahrung) und ‚Gtd‘ (Gottesdienst) abgekürzt.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Stefan Huber

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