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Konzeptioneller Rahmen der Untersuchung

  • Marianne Kosmann
Chapter
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Part of the Geschlecht und Gesellschaft book series (GUG, volume 13)

Zusammenfassung

In der deutschsprachigen Soziologie ist Erben ein bislang noch weitgehend unerforschtes Thema. Obwohl Erben für zunehmend mehr Menschen eine materielle Bedeutung hat und volkswirtschaftlich betrachtet mit finanziellen Transaktionen verbunden ist, deren Größenordnung für das letzte Jahrzehnt dieses Jahrhunderts auf über 2 Billionen DM angegeben wird1, wurde das Thema Vererbung in der soziologischen Forschung „merkwürdigerweise vernachlässigt“, wie Kohli (1994, 115) feststellt. Auch die erste deutschsprachige familiensoziologische Studie zu Erbschaften durch Lauterbach und Lüscher (1995) geht von dieser Einschätzung aus. Im Unterschied dazu war und ist ‘Erben und Vererben’; durchaus ein Thema anderer wissenschaftlicher Disziplinen wie der Geschichts- und Rechtswissenschaften oder der Ethnologie und Forschungsgegenstand französischer, englischer oder auch zimbabwischer WissenschaftlerInnen, letzteres im Zusammenhang mit der Veränderung althergebrachter Erbbräuche zu einem kodifizierten Erbrecht auf dem Hintergrund umgreifender soziostruktureller Veränderungen (Stewart 1992). Auf rechtswissenschaftlichem Gebiet wurden zahlreiche rechtshistorische Untersuchungen durchgeführt (vgl. Mohnhaupt 1987) und rechtstheoretische Abhandlungen verfaßt, die Funktion und Entwicklung des Erbrechts untersuchten (Schröder 1987; Papantoniou 1973).

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Marianne Kosmann

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