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Wege zum Raum pp 141-184 | Cite as

Zur Sozialität des Raumes

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Zusammenfassung

Das vorhergehende Kapitel über die physikalisch-materiale Gestalt des Raumes führte zu dem Schluß, daß die Physik als mit der materiellen Natur befaßte Fachdisziplin in diesem Jahrhundert mit einem dualen Konzept für Raum wie für Materie arbeitet. Die komplementären Vorstellungsmodelle sind nicht mehr mit einem,ausschließenden Oder‘ zu verstehen: nicht Zwischenraum oder Bühne, nicht Teilchen oder Welle, nicht Sein oder Nichts, nicht Ding oder Beziehung. Materie wie Raum weisen jeweils beide Eigenschaftszuschreibungen auf — auch wenn ein Experiment jeweils nur eine Modellebene operationalisieren kann! Wenn ich den Zeitbegriff zu Hilfe nehme, kann ich sagen, diese Vorstellungen, über die so viele Jahrhunderte gestritten wurde, gelten gleichzeitig — so wie verschiedene Zeitwahrnehmungen gleichräumig existieren können. Da in einer physikalisch geprägten gedanklichen Konstruktion Masse äquivalent ist zu Energie, ist Raum immer in einem der beiden derzeit denkbaren Zustände — also gefüllt mit Teilchen als Träger von Masse oder mit Strahlung, in Beziehung gesetzt mit einem,einschließenden Oder‘. Niels Bohr (1931) schuf für diese Dualität den Begriff der Komplementarität (vgl. Fischer, 1987; Otte, 1994), und Peter Eisenhardt und seine Kollegen formulieren einen Ansatz der Me-Ontologie (1995, S. 46f), der den Prozeß des Werdens und Vergehens bzw. Nichtens zum Grundkonzept der Naturerkenntnis macht. Dabei ist inzwischen unumstritten und sei hier nochmals betont, daß all diese Umschreibungsversuche Gedankenmodelle sind, „freie Schöpfungen der menschlichen Phantasie, Mittel, ersonnen zum leichteren Verstehen unserer sinnlichen Erlebnisse“, wie es Albert Einstein (1960, S. XIII) formulierte.

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Literatur

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    Sigmund Freud (1856–1939) war zunächst Dozent für Neuropathologie in Wien und dann praktizierender Psychiater. Er ist der Begründer der theoretischen und praktischen Psychoanalyse gewesen. Mit seinem Theorieverfahren gewann er zunehmend Einsichten in die Triebstruktur menschlichen Verhaltens. Da die gesellschaftlichen Regeln und Tabus gerade die Entfaltung der als grundlegend angenommenen geschlechtlichen Triebhaftigkeit unterdrücken, weitete Freud seine psychologische Theorie auch auf geistig-kulturelle, soziale, mythologische und religiöse Bereiche aus.Google Scholar
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    Georg Simmel (1858–1918) war als Soziologe und Philosoph seit 1884 Privatdozent in Berlin und erst nach 1914 Professor in Straßburg. Er vertrat zunächst einen physikalistischen Atomismus, der hinter den komplexen Erscheinungen der natürlichen Wahrnehmung die sie konstituierenden Elemente rekonstruieren wollte. So ist Erkenntnis ein biologischer Anpassungsprozeß des Menschen an seine Umwelt. Nach ausgedehnten Kantstudien deutete Simmel die darwinistische Wissenstheorie aprioristisch um: Erkenntnis ist dann die schöpferische Leistung des erkennenden Subjekts. Komplementär zur Form-Kraft der individuellen Welterfassung stehen die die Gesellschaft konstituierenden Beziehungsformen zwischen Individuen. Untersuchungsgegenstand seiner Soziologie waren die abstrakt-generellen sozialen Formen wie Über-und Unterordnung, Konkurrenz, Arbeitsteilung, Parteiung, Repräsentation oder Konflikt. In seinem Spätwerk entwarf Simmel, von Ideen Henri Bergsons ausgehend, eine Lebensmetaphysik, die die Beschränktheit aller Deutungsversuche zur Schwelle des Überlebens erklärt.Google Scholar
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    Claude Lévi-Strauss (1908) gilt als Begründer des Strukturalismus. Er lehrte 1935–39 Soziologie an der Universität von Sâo Paulo und 1942–45 an der New York School for Social Research; ab 1950 an der École Practique des Hautes Etudes und seit 1959 am Collège de France. Sein Entwurf einer strukturalen Anthropologie stellt den Versuch dar, in der Linguistik entwickelte methodische Verfahrensweisen bei der Untersuchung ethnologischer Sachverhalte zu verwenden.Google Scholar
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    Hannah Arendt (1906–1975) wirkte als Politikwissenschaftlerin und Sozialphilosophin. Sie studierte bei R. Bultmann, M. Heidegger, E. Husserl und K. Jaspers, bei dem sie 1928 promovierte. 1933 emigrierte sie nach Paris und 1941 nach New York. Dort arbeitete sie als Verlagslektorin und freie Schriftstellerin, ab 1953 als Gastdozentin für Politik und Geisteswissenschaften, ab 1963 als Professorin an der University of Chicago und 1968–1975 an der New School for Social Research in New York. Sie wurde bekannt durch ihre Studien zum Totalitarismusproblem, zur Philosophie des Politischen und zu Fragen der jüdischen Gesellschaft und gilt als eine zentrale politische Denkerin dieses JahrhundertsGoogle Scholar
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    Pierre Bourdieu (*1930) studierte Philosophie und war zunächst als Gymnasiallehrer tätig. Sein für französische Verhältnisse untypischer Karriereweg führte ihn als Forschungsassistent nach Algier. Seit 1964 war er Professor für Kultursoziologie, seit 1968 Direktor des Centre de Sociologie Européenne in Paris, und 1982 erhielt er die Berufung an das Collège de France in Paris. Er tritt heute als Soziologe, Kulturphilosoph und Zeitkritiker in Erscheinung. Bekannt wurde er mit seiner,Theorie der Praxis’ mit der er einen Weg zwischen Sozialphysik und Subjektivismus sucht, und mit seiner Ethnologie der eigenen Gesellschaft in den,Feinen Unterschieden’, womit er zu einem Stammvater aktueller Lebensstilforschung wurde.Google Scholar
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    Homologie ist zusammengesetzt aus dem griechischen homands = „gemeinsam, gleich, ähnlich“ und logos = „Lehre, Kunde, Wissenschaft”. Homolog ist als Fachbegriff vor allem in der Mathematik, der Chemie und der Biologie verbreitet. Homologe Abbildungen sind in der algebraischen Topologie Bezeichnungen für spezielle stetige Abbildungen zwischen zwei Komplexen. Homolog bedeutet in der Biologie: stammesgeschichtlich gleichwertig, sich entsprechend, von entwicklungsgeschichtlich gleicher Herkunft. Homologe OrganeGoogle Scholar
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    können einander sehr ähnlich sein oder durch Funktionswechsel sehr unterschiedliche Ausformungen erfahren haben (z.B. Flossen, Laufbeine, Flügel, Grabwerkzeuge, Arme weisen hinsichtlich der Skelettelemente gleiche Anordnung auf). — Im Vergleich dazu bedeutet analog: = dem Logos entsprechend. Analogdarstellungen sind vor allem in der Physik verbreitet, wenn eine physikalische Größe durch eine andere dargestellt wird (z.B. die Temperatur durch die Länge des Flüssigkeitsfadens eines Thermometers). Beim Begriff der Analogie wird meist zwischen struktureller und funktionaler Analogie unterschieden: Von struktureller Analogie wird gesprochen, wenn bestimmte Beziehungen zwischen Elementen eines Systems umkehrbar eindeutig solchen zwischen den Elementen eines anderen Systems entsprechen, ohne daß eine Entsprechung zwischen den Elementen selbst zu bestehen braucht! Funktionale Analogie kann sogar zwischen strukturell verschiedenen Systemen vorliegen, wenn sie für eine bestimmte Aufgabe in gleicher Weise geeignet sind, also zur Erfüllung dieser Aufgabe gegenseitig ersetzbar wären. Unumstritten ist der heuristische Wert von Analogien; zahlreiche anthropomorphe Begriffe wie Kraft, Trägheit, Affinität gehen ebenso auf Analogien zurück wie die formale Übereinstimmung von Gesetzen in verschiedenen Bereichen der Physik.Google Scholar
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    Anthony Giddens (*1938) studierte Soziologie in Hull und an der London School of Economics. Er hörte und unterrichtete zugleich 1961–69 an der Universität Leicester Sozialpsychologie, bevor er als Dozent und Fellow nach Cambridge ging. Seit 1985 ist er Professor (zugleich in Cambridge und an der University of Santa Barbara, Kalifornien). Giddens ist der derzeit bekannteste britische Soziologe. In seinen zahlreichen Veröffentlichungen setzt er sich mit nahezu allen Strömungen klassischer und gegenwärtiger Soziologie auseinander.Google Scholar
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    Erving Goffman (1922–1982) studierte in Toronto und Chicago. 1949–51 arbeitete er an der University of Edinburgh, bevor er 1953 in Chicago zum Doktor der Philosophie promovierte. 1954–57 führte er als,visiting scientist’ am National Institut of Mental Health seine,Klinik-Studien` durch. Seit 1958 lehrte er in Berkeley, wo er 1962 Professor wurde. 1969 wechselte er an die University of Pennsylvania. In seinem letzten Lebensjahr war Goffman Präsident der ASA. Mit seiner,Soziologie des Alltags` untersuchte er Erfahrungsstil, Wissen und Handeln sowie kommunikatives Verhalten im alltäglichen Umgang zwischen Menschen. Sein Ansatz gilt als Verbindung zwischen traditionellem Symbolischen Interaktionismus und Ethnomethodologie.Google Scholar
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    Milieu wird bei Läpple verwendet in der Bedeutung von räumlichem Lebenskontext, Handlungsrahmen und Begrenzungshorizont und nicht im Sinne von verselbständigt gedachter Umwelt. Der Milieubegriff soll somit Formen räumlicher Vergesellschaftung erfassen. Er steht im Gegensatz zu,lieu’, dem isolierten Standort, dem statischen Teilraum, dem,factum brutum` eines entsozialisierten Raumes (Läpple in IRS, 1993, S. 44 ).Google Scholar
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    Läpple verwendet,Matrix` in metaphorischer Übertragung ihrer ursprünglichen Bedeutung als „Stammutter; ursächliche Kraft“!Google Scholar
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    Das Faktum oder Fakt kann Tatsache wie Ereignis sein. Es stammt vom lateinischen factum und bedeutet so das Gemachte, das Getane, das Geschehen — vergleichbar auch in Fazit. Das Moment des menschlichen Tätigseins ist im Fakt impliziert! Läpple geeignet, für ein methodologisches Modell von Raum weiter diskutiert zu werden.Google Scholar
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    Neben diesen explizit Raum einbeziehenden gesellschaftswissenschaftlichen Konzeptionen erscheinen mir gewisse handlungstheoretische Modelle äußerst relevant für raumtheoretische Ordnungsmuster zu sein. So verwiesen sowohl Talcott Parsons als auch Erving Goffmann auf die Ausrichtung des menschlichen Agierens im jeweiligen Umfeld. Für ein auch politisches Verständnis von privaten, halböffentlichen und öffentlichen Räumen und für einen differenzierten Umgang mit dem Handlungsbegriff gerade im Planungskontext erscheint mir die Konzeption von Hannah Arendt sowie die Folgediskussionen unumgänglichGoogle Scholar

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