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Verdichtung — Die Kinetik der Neuzeit

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Zusammenfassung

Im Zuge der bisherigen Überlegungen konnte Medialität als eine kognitive Basisstruktur menschlicher Weltaneignung ausgemacht werden, die unter bestimmten strukturellen Voraussetzungen zum Motor und Instrument kollektiver Handlungsorganisation, also zu einem sozio-kulturellen Phänomen wird. Diese subtilen Wechselbeziehungen zwischen anthropologischen und sozio-kulturellen Dynamiken sollen uns auch im folgenden beschäftigen, um dadurch ein präziseres Bild von den historischen Gegebenheiten erlangen zu können, unter denen Medialisierung zum allumfassenden Organisationsmodus der neuzeitlichen Gesellschaftsformationen werden konnte.

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Literatur

  1. Vgl. hierzu: Dux/Wenzel, Geistesgeschichte, S. 181 f.Google Scholar
  2. Eine schöne Einführung in die jüngste Diskussion um den Logozentrismus bietet: H. Kimmerle: Derrida zur Einführung. Hamburg 1992, S. 34 ff.Google Scholar
  3. Schmidt, Kognitive Autonomie, S. 169 f.Google Scholar
  4. Dux/Wenzel, Geistesgeschichte, S. 108. Ein kleines Aperçu am Rande, das diesen Zusammenhang streiflichtartig erhellt: In der jüngeren Kognitionsforschung sind die Typen komplexer Schemaorganisation als Scripts und Frames klassifiziert worden! Siehe: Schmidt, Kognitive Autonomie, S. 170.Google Scholar
  5. Schmidt, Kognitive Autonomie, S. 60; sowie: K. Merten: Kommunikation. Eine Begriffs-und Prozeßanalyse. Opladen 1977, S. 338.Google Scholar
  6. Dux/Wenzel, Geistesgeschichte, S. 109.Google Scholar
  7. A.a.O., S. 105 f.Google Scholar
  8. Aa.O., S. 208.Google Scholar
  9. Ein Vorgang, den wir bereits anhand der Zeitgenese en detail verfolgen konnten.Google Scholar
  10. Vgl. hierzu im einzelnen Kapitel 2.2.5 dieser Untersuchung.Google Scholar
  11. Dux/Wenzel, Geistesgeschichte, S. 192.Google Scholar
  12. W. Eßbach: Der Mittelpunkt außerhalb. Helmuth Plessners philosophische Anthropologie. In: Dux/Wenzel, Geistesgeschichte, S. 19.Google Scholar
  13. P.Gendolla: Vom Ende der Beschleunigung oder Die Entdeckung der Langsamkeit. In: Konkursbuch 21: Reisen (hrsg. von C. Gehrke ). Tübingen 1989, S. 26.Google Scholar
  14. Selbst Paul Virilio — von erkenntnistheoretischen Überlegungen ganz gewiß weit entfernt — kann nicht umhin, hin und wieder festzustellen, daß „Geschwindigkeit […] auch vom Grad ihrer Nähe ab[hängt]“. (Fahren, Fahren, Fahren…; S.22.) Oder an anderer Stelle: „Alles, was uns etwas näher bringt, ist gewissermaßen eine Figur der Geschwindigkeit.” (Revolutionen der Geschwindigkeit, S. 25.) Allerdings kommt Virilio nicht auf den Gedanken, die Abhängigkeit der Geschwindigkeit von räumlicher Relationierung sinnvoll auszuwerten, nicht zuletzt deshalb, weil er dies als reines Wahrnehmungsproblem mißdeutet.Google Scholar
  15. Voraussetzung dieser kognitiven Operation ist natürlich, daß sich die Handlungsabläufe oder Bewegungen unserem Wahrnehmungsapparat überhaupt als solche erschließen. Selbst dies ist nur bedingt der Fall, da wir, wie neuere physiologische Forschungen gezeigt haben, quasi analog zum Nachbildeffekt der kinematographischen Apparatur, „Einzelbilder sehen“, die zerebral dann zu einer „bewegten Bildsequenz” montiert werden. Siehe hierzu im einzelnen auch Kapitel 2.2.9. Gleichwohl ist dieses Argument Ihr unseren hier vorgestellten, epistemologischen Diskurs von eher untergeordneter Bedeutung.Google Scholar
  16. Davon unbenommen sind die hier unterbreiteten Defintionsvorschläge aber auch fair unsere ganz normale Alltagswahmehmung sehr wohl relevant. Dies läßt sich anhand von SituationenGoogle Scholar
  17. In Form eines Bonmots — hier eines Filmtitels von Main Resnais aus dem Jahres 1953 — ausgedrückt: „Les Statues meurent aussi“!Google Scholar
  18. Wir hatten dieses Problem weiter oben bereits angesichts der Relativität der Bewegung, wie sie von Galilei über Einstein bis hin zur jüngeren theoretischen Physik immer wieder als Erkenntnisproblem thematisiert worden ist, vorgestellt.Google Scholar
  19. Zur Vermeidung von Mißverständnissen und zur Vereinfachung der weiteren Argumentation — schlagen ich daher — sozusagen wider besseren Wissens — folgende rein terminologische Übereinkunft vor: Wir nehmen als „gegeben“ an, daß zur Konzeptualisierung von Geschwindigkeit „bewegte” bzw. als „bewegt wahrgenommene“ Ereignisse/Teile innerhalb eines Bezugsrahmens vonnöten sind. Daß dies — so formuliert — sowohl physiologisch wie epistemologisch eine recht widersinnige Formulierung ist, ist unbestreitbar, und dieser Satz darf daher nicht als ontologische Aussage mißverstanden, sondern muß als ein rein pragmatisches Angebot zur terminologischen und konzeptuellen Vereinfachung betrachtet werden. Ich schlage weiter vor, die hier als „Bewegung” vorgenommene Idealisierung als eine „Bewegung zweiter Ordnung“ aufzufassen, also als eine, die nicht die Bewegung an sich meint, sondem eben jenes „Ausmaß an Bewegung”, das sich unserem Wahrnehmungsapparat erschließt. Das Kompromißhafte dieses Vorgehens ist dem Verfasser bewußt, aber das vorgeschlagene Verfahren vermag vielleicht die Paradoxien, die unser Verstand angesichts dieses Komplexes unweigerlichGoogle Scholar
  20. Nowotny, Eigenzeit, S. 158.Google Scholar
  21. Dennoch versteht sich die nachfolgende kleine Auswahl diesbezüglicher Zitate allein als Indiz,und nicht als methodisch schlüssige Belegsammlung für die Strukturlogik von Verzeitlichung als Verdichtung: (Untersteichungen in den nachfolgenden Zitaten von mir, d. V.):Google Scholar
  22. Es ist eine Verfremdung der Zeit, die durch ihre Verdichtung innerhalb von Institutionen vor sich geht, die dann als etwas Außeres zurückwirkt, als Zwang empfunden wird und als Machtmittel eingesetzt werden kann.“ (Nowotny, Eigenzeit, S. 150).Google Scholar
  23. Die Zeitpfade verdichten sich und werden enger. […] Die dramatische Zunahme an Komplexität und Dichte läßt […] die Zukunft näher an die Gegenwart heranrücken.“ (A.a.O., S. 53 f.). „Denn die in sich beschleunigte Zeit, d.h. unsere Geschichte, verkürzt die Erfahrunaszeiträum~e beraubt sie ihrer Stetigkeit.” (Koselleck, Vergangene Zukunft, S. 34).Google Scholar
  24. So eröffnen sich buchstäblich neue Zeiträume — dichtere, intensivere, zur kontinuierlichen Präsenz strebende — die das Potential fur unsäglich viel mehr Streß in sich bergen.“ (Nowotny, Eigenzeit, S. 112).Google Scholar
  25. Die Summe all dieser Erfahrungen läßt sich etwa folgendermaßen zusammenfassen: Taktile und akustischeVerdichtungen` die wir als Zeitknoten bezeichnen können, vermitteln dem Embryo den Begriff der punktuellen Zeit, des Jetzt.“ (P. Weidkuhn: Aus der Vorrede zu einem Handbuch fir Zeitreisende. In: Tholen et al., Zeitreise, S. 85 ).Google Scholar
  26. Der größere Grad der Verknüpfung — gewissermaßen die Verdichtung der,Zeiten` zu einer Zeit oder einem Zeitabschnitt — heißt,Auszeichnung`, — die Markierung des Punktes zu einer Zeitstelle.“ (Riedel, Zeitbegriff, S. 301).Google Scholar
  27. Koselleck, Vergangene Zukunft, S. 357.Google Scholar
  28. P. Gendolla: Punktzeit. Zur Zeiterfahrung in der Informationsgesellschaft. In: Wendorff, Netz der Zeit, S. 137 f.Google Scholar
  29. P. Virilio: Krieg und Fernsehen. München/Wien 1993, S.147 ff.Google Scholar
  30. Nowotny, Eigenzeit, S. 79 f.Google Scholar
  31. Ebenda. Siehe hierzu auch den zugrundeliegenden Aufsatz von K. Knorr: Das naturwissenschaftliche Labor als Ort der „Verdichtung“ von Gesellschaft. In: Zeitschrift fir Soziologie, Jg. 17, Heft 2, April 1988, S. 85–101.Google Scholar
  32. Schmidt, Kogntitve Autonomie, S. 313.Google Scholar
  33. Vgl. hierzu: Baumgart/Eichener, Elias zur Einfilhrung, S. 38–52.Google Scholar
  34. A.a.O., S. 39.Google Scholar
  35. Aa.O., S. 38Google Scholar
  36. Vgl. hierzu: A.a.O., S. 40 u. 76 ff.Google Scholar
  37. A.a.O., S. 100.Google Scholar
  38. A.a.O., S. 42: siehe auch: Elias, Prozeß der Zivilisation, Bd.I, S. LXVII f.Google Scholar
  39. Vgl. hierzu: Baumgart/Eichener, Elias zur Einführung, S. 76 ff.Google Scholar
  40. Elias, Prozeß der Zivilisation, Bd.I, S. LXVII.Google Scholar
  41. Reese-Schäfer, Luhmann zur Einfithrung, S. 58 u. 175.Google Scholar
  42. Elias, Prozeß der Zivilisation, Bd. II, S. 377.Google Scholar
  43. Baumgart/Eichener, Elias zur Einführung, S. 102 f./S. 112.Google Scholar
  44. Vgl.: M. Weber: Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, 3 Bde. Tübingen 1920 f.Google Scholar
  45. Baumgarf/Eichener, Elias zur Einführung, S. 56 f.Google Scholar
  46. A.a.O., S. 81.Google Scholar
  47. A.a.O., S. 78 ff.Google Scholar
  48. Vgl. hierzu: A.a.O., S. 79.Google Scholar
  49. A.a.O., S. 98.Google Scholar
  50. Elias, Prozeß der Zivilisation, Bd. II, S. 438.Google Scholar
  51. Elias, Ober die Zeit, S. =CI f.Google Scholar
  52. Und in einem Interdependenzgeflecht muß sie dies logischerweise auch sein, anderenfalls gäbe es nämlich ein Außerhalb dieses Geflechts, mithin: ein Außerhalb des Zivilisationsprozesses, das nun gerade (T!) durch die Zeitgenese besetzt worden sein sollte. Daß das Gegenteil der Fall ist, konnte zuvor wohl verdeutlicht werden, und so ist Elias’ etwas defensive Formulierung an diesem Punkt wohl eher gewissen Inkohärenzen seines eigenen Denkens zuzuschreiben.Google Scholar
  53. Elias, Prozeß der Zivilisation, Bd. II, S. 337.Google Scholar
  54. A.a.O., Bd.II, S. 58 ff.Google Scholar
  55. Vgl. hierzu: Baumgart/Eichener, Elias zur Einführung, S.80.Google Scholar
  56. Elias, Über die Zeit, S. 128 f.Google Scholar
  57. Baumgart/Eichener, Elias zur Einfithnmg, S. 108 ff.Google Scholar
  58. M.R. Lepsius: Soziologische Theoreme über die Sozialstruktur der „Moderne“ und die „Modernisierung”. In: Koselleck, Studien, S. 24.Google Scholar
  59. Vgl. Hierz Elias Proze der Zivilisation Bd. II S. 312 passimGoogle Scholar
  60. Siehe hierzu im einzelnen Kapitel 2.5.3 dieser UntersuchungGoogle Scholar
  61. Vgl. hierzu: Gendolla, Punktzeit, v.a. S. 128 f.Google Scholar
  62. Feuerstein, Metamorphosen der Maschine, S. 46, Anmerkung 1.Google Scholar
  63. E. Jünger, zit.nach: Seibt, Zeit als Kategorie der Geschichte, S. 169.Google Scholar
  64. Gendolla, Zeit, S. 43 ff.Google Scholar
  65. A.a.O., S. 40.Google Scholar
  66. A.a.O., S. 41.Google Scholar
  67. A.a.O., S. 41 f.Google Scholar
  68. A.a.O., S. 66.Google Scholar
  69. Vgl. hierzu: F. Reuleaux: Theoretische Kinematik. Grundzüge einer Theorie des Maschinenwesens. Braunschweig 1875, S. 6 f.Google Scholar
  70. A.a.O., S. 11 ff.Google Scholar
  71. W. Willis, zit.nach: A.a.O., S. 15.Google Scholar
  72. Gendolla, Zeit, S. 47 f.Google Scholar
  73. A.a.O., S. 58.Google Scholar
  74. A.a.O., S. 48.Google Scholar
  75. J.Needham: Wissenschaftlicher Universalismus. Über Bedeutung und Besonderheit der chinesischen Wissenschaft. Hrsg., eingel. und übers. von T. Spengler. Frankfurt/M. 1979, S. 202.Google Scholar
  76. Vgl. hierzu: A.a.O., S. 205 f.Google Scholar
  77. Vgl. zu dieser Fragestellung: A.a.O., S. 205 ff. u. 330–362.Google Scholar
  78. A.a.O., S. 120–145.Google Scholar
  79. A.a.O., S. 62.Google Scholar
  80. Vgl. hierzu: A.a.O., S. 361.Google Scholar
  81. Elias, Prozeß der Zivilisation, Bd.II, S. 392 f.Google Scholar
  82. Vgl. hierzu: Baumgart/Eichener, Elias zur Einführung, S. 79 f.Google Scholar
  83. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch der diesbezügliche Einfluß Huizingas auf Elias.Google Scholar
  84. Selbst Max Weber, der sich erklärtermaßen von substanzlogischen Modellen abzusetzen sucht, tendiert schließlich dahin, sein zentrales Epistem „Zweckrationalität“ dann doch wieder zu ontologisieren. Doch ist Weber in seinem Bemühen um strukturlogisches Denken Elias zweifellos näher als der (nach-)hegelianischen Diskurstradition von Marx bis Virilio.Google Scholar
  85. Bergson, Schöpferisches Werden, S. 169.Google Scholar
  86. Eine gute Übersicht über kritische Zivilisationstheorien bietet: A. Bogner: Zivilisation und Rationalisierung. Die Zivilisationstheorien Max Webers, Nobert Elias’ und der Frankfurter Schule. Opladen 1989.Google Scholar
  87. P. Sloterdijk: Eurotaoismus. Zur Kritik der politischen Kinetik. Frankfurt/M. 1989, S. 60 f. Zur Darstellung einer „kapitalistischen Geschichtsdynamik“ aus der Perspektive der „Nouvelle Histoire” vgl.: F.Braudel: Die Dynamik des Kapitalismus. Stuttgart 1986.Google Scholar
  88. Aa.O., S. 66.Google Scholar
  89. Zur Begründung der Bezeichnungswahl „Spät-“ statt „Postmoderne” siehe Kapitel 2.1.2.Google Scholar
  90. Koselleck, Vergangene Zukunft, S. 142 f.Google Scholar
  91. Sloterdijk, Eurotaoismus, S. 12.Google Scholar
  92. F. Pohl: Jenseits der Sonne, München 1973. Den Hinweis auf diese Erzählung verdanke ich Michael Tobian.Google Scholar
  93. Unverkennbar greift hierbei die klassiche Suche nach dem einen Buch, dem einen Zeichen, in dem das Weltganze enthalten ist — eine Figuration von Komplexitätsreduktion, der wir uns an einer späteren Stelle dieser Untersuchung (siehe Kapitel 2.4.6) noch ausführlicher widmen werden und die bereits aufzeigt, daß die Option der „Datenkompression“ natürlich kein Privileg des Computerzeitalters darstellt.Google Scholar
  94. Sloterdijk, Eurotaoismus, S. 47 f.Google Scholar
  95. Aa.O., S. 64 f.Google Scholar
  96. Aa.O., S. 27 f.Google Scholar
  97. A.a.O., S. 12.Google Scholar
  98. Vgl. hierzu: A.a.O., S. 243.Google Scholar
  99. A.a.O., S. 21 ff.Google Scholar
  100. Needham, Wissenschaftlicher Universalismus, S. 245.Google Scholar
  101. Vgl. hierzu: A.a.O., S. 178 —184.Google Scholar
  102. A.a.O., S. 189. Ob nun die spezifische Homogenisierungsleistung der europäischen Neuzeit tatsächlich, wie von Needham vermutet, durch den Monotheismus (S. 251) bzw. durch die „der europäischen Gesellschaft innewohnenden Instabilität“ (S. 82) — im Gegensatz zur von ihm als „homeostatisches oder kybernetisches Gleichgewicht” (S. 244) definierten frühen Kultur Chinas — initiiert worden ist, sei einmal dahingestellt.Google Scholar
  103. A.a.O., S. 238 ff.Google Scholar
  104. Vgl. hierzu: H. Sedlmayr. Die Entstehung der Kathedrale. Zürich 1950.Google Scholar
  105. Sloterdijk, Eurotaoismus, S. 304 f. Dem liegt offenbar auch eine recht reduktionistische Interpretation des berühmten Weberschen Protestantismus-Aufsatzes (siehe unten) zugrunde.Google Scholar
  106. A.a.O., S. 33.Google Scholar
  107. Vgl. hierzu auch: J.D.Bemal: Wissenschaft — Science in History. 4 Bde. Reinbek bei Hamburg 1970, v.a.: Bd.1, S. 46 — 49.Google Scholar
  108. Koselleck, Vergangene Zukunft, S. 142 f.Google Scholar
  109. Sloterdijk, Eurotaoismus, S. 36.Google Scholar
  110. Siehe hierzu allgemein: Weber, Aufsätze zur Religionsoziologie.Google Scholar
  111. Gendolla, Zeit, S. 34.Google Scholar
  112. A.a.O., S. 34 ff.Google Scholar
  113. M. Weber: Asketischer Protestantismus und kapitalistischer Geist. In: Ders.: Soziologie. Universalgeschichtliche Analysen. Politik. (Hrsg. und erläutert von J. Winckelmann.) Stuttgart 1973, S. 357–381.Google Scholar
  114. Virilio selbst hat sich mehrfach zu seinem christlichen Glauben bekannt. So etwa in dem schon zitierten Interview mit Florian Rötzer, abgedruckt in: Kunstforum International, Band 84. Sein teilweise penetranter Erlösungsgestus offenbart sich besonders eindringlich in einem Interview mit Iris Radisch unter dem Titel „Die Avantgarde des Vergessens“. (In: DIE ZEIT, Nr. 16 vom 15.4.94, S. 53 f.) 438 Gendolla, Zeit, S. 36.Google Scholar
  115. Vgl. Hierzu Needham Wissenschaftlicher Universalismus S. 78 u. 184.Google Scholar
  116. Wir können diesen Zusammenhang hier nur äußerst marginal behandeln, aber vereinfacht ließe sich sagen, daß das frühe Christentum in seiner Symbolnutzung bereits sehr fortschrittlich dachte, nämlich repräsentativ, während es diesbezüglich im Mittelalter wieder zu einer Vermischung mit der „participation mystique“ kam, die typisch für den archaisch-mythischen Gebrauch religiöser Symbole ist, also zu jener Ûberzeugung, daß das Symbol selbst „teilhaftig” am durch es Symbolisierten ist. Die Reformation schließlich sollte wieder zu jenem repräsentativ-uneigentlichen Verständnis der Symbole zurückkehren, das ehedem einmal dem Ur-Christentum zu eigen gewesen war. Für diese späte Re-Form bot sicherlich eine typisch neuzeitliche Figuration die geeigneten Rahmenbedingungen, nämlich die Verschränkung von Ideologie und Sozialstruktur.Google Scholar
  117. Vgl. hierzu: P. Gendolla: Die lebenden Maschinen. Zur Geschichte der Maschinenmenschen bei Jean Paul, E.T.A. Hoffmann und Villiers de l’Isle Adam. Marburg 1980.Google Scholar
  118. Sloterdijk, Eurotaoismus, S. 70.Google Scholar
  119. A.a.O., S. 78.Google Scholar
  120. Vgl. hierzu: J.Baudrillard: Die Präzession der Simulakra. In: Ders.: Agonie des Realen. Berlin 1978, S. 7–70.Google Scholar
  121. Schmidt, Kognitive Autonomie, S. 207.Google Scholar
  122. A.a.O., S. 43.Google Scholar
  123. Sloterdijk, Eurotaoismus, S. 244.Google Scholar
  124. Gendolla, Zeit, S.88.Google Scholar
  125. McLuhan, Magische Kanäle, S. 202.Google Scholar
  126. Sloterdijk, Eurotaoismus, S. 333.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Film- und FernsehwissenschaftRuhr-Universität BochumGermany

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