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Problemaufriß, Erkenntnisinteresse und Methodik der Untersuchung

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Zusammenfassung

Kein Zweifel — das Thema „Zeit“ ist en vogue. In den letzten knapp zehn Jahren ist eine regelrechte Flut von populären wie akademischen Publikatio­nen über „die Zeit“ erschienen, ihr sind ganze Wissenschaftskongresse gewidmet und an den Universitäten kommt kaum noch ein Institut an Lehrveranstaltungen aus dem Komplex „Zeit in...“ vorbei. Doch bleibt das neu erwachte Interesse an Zeit keineswegs auf den wissenschaftlichen Sektor beschränkt. Die Massenmedien haben sich des Themas mit gleicher Inbrunst angenommen: Wochenendbeilagen führender Zeitschriften werden von der Überschrift „Was ist Zeit?“ geziert, das Fernsehen installiert Diskussions­runden mit „Zeit-Fachleuten“, im Kino läuft eine Verfilmung von Stephen Hawkings Bestseller „Eine kurze Geschichte der Zeit“1 und selbst der Co­mic kann sich dem Trend der/zur Zeit nicht verschließen und läßt Dagobert Duck „im Rausch der Geschwindigkeit“ versinken. Zeit ist ein Medienthema geworden und damit ein öffentliches. Auch die Wirtschaft, wie stets mit untrüglichem Instinkt für den Zeit-Geist ausgestattet, reagiert und bringt von renommierten Künstlern gestaltete Armbanduhren auf den Markt. Und nicht zuletzt die Debatte über Arbeitszeit-Modifikationen und 35-Stunden-Woche zeigt die Relevanz des Themas auch für das politische Tagesgeschäft. Die Liste der diesbezüglichen Phänomene ließe sich beliebig verlängern. Fazit ist und bleibt aber: Zeit ist zur Zeit „in”.2 Und angesichts der Breitenwirksamkeit und Beharrlichkeit des aktuellen Diskurses über Aspekte, Formen und Folgen der Zeit wird man die Konkunktur des Themas wohl kaum noch als kurzfristige Modeerscheinung abtun können. Ganz offenbar besteht (zumindest in den fahrenden Industrienationen) ein verstärkter und anhaltender Wunsch, sich mit Zeit auseinanderzusetzen — ein gewissermaßen kollektives Bedürfnis, dessen Hintergründe es freilich noch zu analysieren gilt.

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Literatur

  1. St.W. Hawking: Eine kurze Geschichte der Zeit. Die Suche nach der Urkraft. des Universums. Reinbek bei Hamburg 1988.Google Scholar
  2. Zur Aktualität der Zeit-Thematik in den verschiedenen Diskursen vgl.: E. Nordhofen: Was ist die Zeit? In: DIE ZEIT, Nr. 48 vom 20.11. 92, S. 75.Google Scholar
  3. St. Nadolny: Die Entdeckung der Langsamkeit. München 1983.Google Scholar
  4. Vgl. hierzu: R. Ganslandt: Die Geister, die wir riefen... Der Einzug des Computers in die deut sche Wirklichkeit. In: Chr.W. Thomsen (Hrsg.): Aufbruch in die Neunziger. Ideen, Entwik¬klungen, Perspektiven der achtziger Jahre. Köln 1991, S. 77–96.Google Scholar
  5. Aus Paul Virilios beständig anwachsendem Schrifttum zum Thema „Geschwindigkeit“ seien hier nur stellvertretend genannt: Geschwindigkeit und Politik. Ein Essay zur Dromologie. Ber¬lin 1980; Fahren, Fahren, Fahren... Berlin 1978; Der negative Horizont. Bewegung — Ge¬schwindigkeit — Beschleunigung. München/Wien 1984; Rasender Stillstand. Essay. München/ Wien 1992, Fluchtgeschwindigkeit. Essay. München/Wien 1996 sowie: Krieg und Kino. Logi¬stik der Wahrnehmung. München/Wien 1986. Siehe auch das Literaturverzeichnis.Google Scholar
  6. H. Marshall McLuhan: Understanding Media. Die magischen Kanäle. Düsseldorf / Wien 1968.Google Scholar
  7. Vgl. hierzu: C. Seidl: Erinnerungen an die Zukunft. In: DER SPIEGEL 32/1991, S.186 ff.Google Scholar
  8. Peter Weibels Position innerhalb des Geschwindigkeits-Diskurses ist von ihm selbst am mar kantesten dargelegt worden in: P. Weibel: Die Beschleunigung der Bilder. In der Chronokratie. Bern 1987.Google Scholar
  9. Weibel, Beschleunigung der Bilder, S. 24.Google Scholar
  10. A.a.O., S. 11.Google Scholar
  11. Im deutschsprachigen Raum hat vor allem Knut Hickethier in zwei kürzeren Texten Virilios Forderung nach Verlangsamung aufgegriffen und aus noch stärker medienwissenschaftlich ori¬entierter Perspektive vertieft. Siehe hierzu: K. Hickethier: Medienzeit — Beschleunigung und Verlangsamung. In: MuK 41. Veröffentlichungen des Forschungsschwerpunktes „Massenme¬dien und Kommunikation“ an der Universität GHS Siegen. Heft 41, 1986. Ders.: Schneller se¬hen! — schneller sehen? Die Beschleunigung in der Medienwahmehmung. In: TheaterZeit-Schrift. Beiträge zu Theater, Medien, Kulturpolitik. Heft 20, 2.Quartal 1987, S. 97–108.Google Scholar
  12. P. Virilio: Revolutionen der Geschwindigkeit. Berlin 1993, S. 7.Google Scholar
  13. A.a.O., S. 17.Google Scholar
  14. R. Koselleck: Vergangene Zukunft. Zur Semantik geschichtlicher Zeiten. Frankfurt/M. 1989 S. 139.Google Scholar
  15. Weibel, Beschleunigung der Bilder, S. 14.Google Scholar
  16. Aa.O., S. 123.Google Scholar
  17. Virilio, Fahren, Fahren, Fahren..., S. 30 Der teleologische Impetus dieses Satzes wird sogar das französische ,n“ außer „Ende” eben auch noch deutlicher, wenn man bedenkt daß „Ziel“ (der Welt) bedeuten kann!Google Scholar
  18. P. Gendolla: Zeit. Zur Geschichte der Zeiterfahrung. Köln 1992. S. 88.Google Scholar
  19. Zu nennen wären diesbezüglich etwa der Futurismus einerseits, ein radikalisierter Zen-Budd-hismus andererseits.Google Scholar
  20. G. Seeölen: Traum — Zeit — Maschine — Kino: Suche nach etwas, das im Film beständig verlo¬rengeht. In: G.Chr. Tholen/M. Scholl/M. Heller (Hrsg.): Zeitreise. Bilder—Maschinen—Strate—gien—Rätsel. Ziürich/Basel 1993, S. 54.Google Scholar
  21. Virilio, Geschwindigkeit und Politik, S. 184.Google Scholar
  22. Latinismen fir Beschleunigung und „Ent-Schleunigung“ — vor allem letzterer Begriff gehört mit zu den merkwürdigsten Neologismen, die diese Debatte inzwischen hervorgebracht hat.Google Scholar
  23. Weibel, Beschleunigung der Bilder, S. 11.Google Scholar
  24. A.a.O., S. 15.Google Scholar
  25. A.a.O., S. 11.Google Scholar
  26. Hickethier, Medienzeit, S. 40.Google Scholar
  27. H. Nowotny: Eigenzeit. Entstehung und Strukturierung eines Zeitgefühls. Frankfurt/M. 1989. S. 152.Google Scholar
  28. Hickethier, Medienzeit, S. 40.Google Scholar
  29. Nowotny, Eigenzeit, S. 153.Google Scholar
  30. G. Dux: Für eine Anthropologie in historisch-genetischer Absicht. Kritische i)berlegungen zur philosophischen Anthropologie Helmuth Plessners. In: Ders./U. Wenzel (Hrsg.): Der Prozeß der Geistesgeschichte. Studien zur ontogenetischen und historischen Entwicklung des Geistes. Frankfurt/M. 1994, S. 97.Google Scholar
  31. Weibel, Beschleunigung der Bilder, S. 121.Google Scholar
  32. Hickethier, Schneller sehen!, S. 107.Google Scholar
  33. Derartige Analysewerte finden Verwendung z.B. bei: Hickethier, Schneller sehen!, S. 97.Google Scholar
  34. Seeßlen, Traum—Zeit—Maschine—Kino, S. 47.Google Scholar
  35. Die methodische Differenz zwischen universalhistorischen und ideologiekritischen Entwürfen hinsichtlich der Verortung des jeweiligen Beobachterstandpunktes hat Karl Mannheim exem¬plarisch herausgearbeitet in: K. Mannheim: Beiträge zur Theorie der Weltanschauungs-Inter¬pretation. In: Jahrbuch fir Kunstgeschichte des Kunsthistorischen Instituts des Bundesdenk¬malamts. Hrsg. von D. Frey u. H. Tietze. Bd. 1, 15.Jg., 1921/22, S. 236–274. In der letzten Zeit sind die methodischen Aporien der Ideologiekritik vor allem vom systemtheoretischen La¬ger formuliert worden. Vgl. hierzu etwa: W. Reese-Schäfer: Luhmann zur Einfiihrung. Ham¬burg 1992, S. 141.Google Scholar
  36. Koselleck, Vergangene Zukunft, S. 116 f.Google Scholar
  37. A.a.O., S. 121.Google Scholar
  38. A.a.O., S. 300–348; vgl.: H.U. Gumbrecht: Modern, Modernität, Moderne. In: Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland. Hrsg.v. H.O. Brunner et al., Stuttgart 1979, Bd.IV, S. 103 u. 108 ff. Siehe zu dieser Thematik auch die Kapitel 2.2.5 und 2.2.6 dieser Untersuchung.Google Scholar
  39. Koselleck, Vergangene Zukunft, S. 142.Google Scholar
  40. A.a.O., S. 336 f.Google Scholar
  41. Vgl. hierzu analoge Modellbildungen etwa in der Kunstgeschichte: N.M. Schmitz: Max Dvo¬raks Kunstgeschichte der Moderne. In: M. Dvorak: Idealismus und Realismus in der Kunst der Neuzeit. Akademische Vorlesungen. Hrsg. v. N.M. Schmitz. Alfter bei Bonn 1994, S. 91 f.Google Scholar
  42. Vgl. hierzu: N. Elias: Ober den Prozeß der Zivilisation. Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen. 2 Bde., Frankfurt/M. 21976.Google Scholar
  43. H. van der Loo/W. van Reijen: Modernisierung. Projekt und Paradox. München 1992, S. 11.Google Scholar
  44. Zu dieser Problematik siehe etwa: M. Riedel: Historischer, metaphysischer und transzendenta¬ler Zeitbegriff. Zum Verhältnis von Geschichte und Chronologie im 18. Jahrhundert. In: R. Koselleck (Hrsg.): Studien zum Beginn der modernen Welt. Stuttgart 1977, S. 318 f., sowie dort das Vorwort von Koselleck, S.7 f.Google Scholar
  45. Ungeachtet einiger terminologischer Überschneidungen bleibt unsere Modellation von Niklas Luhmanns Entwurf einer systemtheoretischen Soziologie methodisch strikt geschieden. Die ge¬naueren Differenzen werden im weiteren Verlauf der Untersuchung noch mehr als einmal zur Sprache kommen.Google Scholar
  46. Der naheliegende Terminus „strukturalistisch“ ist hier bewußt vermieden worden, da ich eine stärkere Differenzierung zwischen dem (französischen) Strukturalismus als einer aus der Lin¬guistik abgeleiteten Methodik und einem umfassenderen Konzept strukturtheoretischer Mo¬dellationen fir wesentlich und notwendig erachte. Diese Thematik wird aber in Kapitel 2.5.1 noch einmal eingehender behandelt werden.Google Scholar
  47. Koselleck, Vergangene Zukunft, S. 146 ff.Google Scholar
  48. Wer daran interessiert ist, mag vor allem die Publikationen Virilios noch einmal daraufhin ge¬genlesen, wie stark in ihnen einzelnen Subjekten und Ereignissen ein Kausalitätscharakter zu¬gesprochen wird, der den Blick auf strukturelle Zusammenhänge überwiegend ersetzt.Google Scholar
  49. Koselleck, Vergangene Zukunft, S. 155.Google Scholar
  50. A.a.O., S. 150. Zum Interdependenzmodell von Norbert Elials siehe im einzelnen Kapitel 1.4.4 dieser UntersuchungGoogle Scholar
  51. W. Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. 3 Studien zur Kunstsoziologie. Frankfurt/M. 1977.Google Scholar
  52. Einen guten Einblick in systemtheoretische Definitionsansätze von „Medium“ bietet die schon genannte Einfiihrung von Reese-Schäfer, hier vor allem auf S. 56–59.Google Scholar
  53. Vgl. etwa: R. Bohn/E. Milller/R. Ruppert (Hrsg.): Ansichten einer künftigen Medienwissen¬schaft. Berlin 1988, S. 9ff.; W. Faulstich (Hrsg.): Kritische Stichwörter zur Medienwissen¬schaft. München 1979, S. 15 ff.; Ders.: Medientheorien. Einführung und Überblick. Göttingen 1991; S. 7 ff.Google Scholar
  54. Die wohl umfangreichste und vielseitigste Darstellung einer materialistisch orientierten Korn¬munikations-und Medienforschung haben vorgelegt: H.U. Gumbrecht/K.L. Pfeiffer: Materia¬lität der Kommunikation. Frankfurt/M. 1988. Zur Reduktion des medialen Aktes auf seine physikalisch-chemische Trägerschicht vgl. auch: Fr. Kittler: Aufschreibesysteme. 1800/1900. München 1987.Google Scholar
  55. S.J. Schmidt: Kognitive Autonomie und soziale Orientierung. Konstruktivistische Bemerkung¬en zum Zusammenhang von Kognition, Kommunikation, Medien und Kultur. Frankfurt/M. 1994, S. 83.Google Scholar
  56. J. Baudrillard: Kool Killer oder Der Aufstand der Zeichen. Berlin 1978, S. 83.Google Scholar
  57. Schmidt, Kognitive Autonomie, S. 9.Google Scholar
  58. Perspektiven einer Medienwissenschaft, die sich diesem methodischen Dilemma offensiv stellt, sollen abschließend in Kapitel 2.5.5 diskutiert werden.Google Scholar
  59. R. BaumgartlV. Eichener: Norbert Elias zur Einführung. Hamburg 1991, S. 80.Google Scholar
  60. McLuhan, Magische Kanäle, S. 217.Google Scholar
  61. Riedel, Zeitbegriff, S. 300 f.Google Scholar
  62. Eine ausgezeichnete Synopsis der skizzierten Ansätze findet sich in H.J. Sandkühler (Hrsg.): Europäische Enzyklopädie zu Philosophie und Wissenschaften. 4 Bde., Hamburg 1990. Siehe dort im einzelnen die Einträge: „System/Systemtheorie“ (von K. Steinbacher), Bd. 4, S.500¬506 und „Holismus” (von G.B. Martinez ), Bd. 2, 552–559.Google Scholar
  63. Zur Apparatus-Theorie und zur Figuration des Dispositivs vgl.: K. Hickethier: Überlegungen zur Konstruktion einer Fernsehtheorie. In: Ders./I. Schneider (Hrsg.): Fernsehtheorien. Doku¬mentation der GFF-Tagung 1990. Berlin 1992, S. 24 ff.Google Scholar
  64. Schmidt, Kognitive Autonomie, S. 84.Google Scholar
  65. A.a.O., S. 93.Google Scholar
  66. A.a.O., S. 51 f.Google Scholar
  67. L. Engell: Vom Widerspruch zur Langeweile. Logische und temporale Begründungen des Fernsehens. Frankfurt/M./Köln et al. 1989, S. 9.Google Scholar
  68. S. Zielinski: Audiovisionen. Kino und Fernsehen als Zwischenspiele in der Geschichte. Rein¬bek bei Hamburg 1989, S. 16.Google Scholar
  69. A.a.O., S. 14.Google Scholar
  70. Faulstich, Kritische Stichwörter, S. 9.Google Scholar
  71. Vgl. hierzu: Bohn et al.: Künftige Medienwissenschaft, S. 14 ff.Google Scholar
  72. Seeßlen, Traum—Zeit—Maschine—Kino, S. 74.Google Scholar
  73. Vgl. hierzu vom Verfasser: Die Rückkehr der Schildkröte? Überlegungen zur Wiederentdek¬kung der Langsamkeit im Bewegungstheater. In: Tanzdrama Magazin (hrsg.v.der Mary-Wig¬man-Gesellschaft) Heft 19, 2.Quartal 1992, S. 24–29.Google Scholar
  74. Bohn et al.: Künftige Medienwissenschaft, S. 15.Google Scholar
  75. Vgl hierzu: Reese-Schafer, Luhmann zur Einfilhrung, S. 110 ff.Google Scholar
  76. Zielinski, Audiovisionen, S. 15 f.Google Scholar
  77. N. Elias: Die Gesellschaft der Individuen. Frankfurt/M. 1987, S. 60.Google Scholar
  78. Vgl. hierzu: van der Loo/van Reijen, Modernisierung, S. 30. Unverkennbar ist durch den Ska¬lenumfang einer universalhistorischen Perspektivierung auch eine holistische Perspektive auf den Untersuchungsbereich gesetzt. Zu Möglichkeiten und Grenzen holistischer Modellationen vgl. Kapitel 2.5.2.Google Scholar
  79. Elias, Prozeß der Zivilisation, Bd.2, S. 392 f.Google Scholar
  80. Faulstich, Medientheorien, S. 8.Google Scholar
  81. Baudrillard, Kool Killer, S. 19–38.Google Scholar
  82. Die konkrete Ausdifferenzierung des spezifisch neuzeitlichen Mediengebrauchs fußt sehr wohl auch auf dieser Grundlage von Medialität. Sie soll uns aber erst an späterer Stelle eingehender beschäftigen.Google Scholar
  83. Vgl. hierzu: Bohn et al., Künftige Medienwissenschaft, S. 17.Google Scholar
  84. Hierauf weist, wenngleich ohne dies näher auszuftlhren, schon McLuhan hin. Vgl.: Magische Kanäle, S. 14 f.Google Scholar
  85. Dux/Wenzel, Prozeß der Geistesgeschichte, S. 97.Google Scholar
  86. Van der Loo/van Reijen, Modernisierung, S.26. Zur Strukturierungstheorie siehe: A. Giddens: Die Konstitution der Gesellschaft. Frankfurt/M. 1988.Google Scholar
  87. Bohn et al., Künftige Medienwissenschaft, S. 12.Google Scholar
  88. G. Dux: Die ontogenetische und historische Entwicklung des Geistes. In: Dux/Wenzel, Gei¬stesgeschichte, S. 113.Google Scholar
  89. Aa.O., S. 193.Google Scholar
  90. A.a.O., S. 205.Google Scholar
  91. Wir werden dieser Fehleinschätzung des sozialen Homogenitätsgrades bezeichnenderweise bei der Diskussion des operationalen Zeit-Konzeptes wiederbegegnen.Google Scholar
  92. G. Ropohl: Eine Systemtheorie der Technik. Zur Grundlegung der Allgemeinen Technologie. München/Wien 1979.Google Scholar
  93. E. Müller: Fernsehen als „soziotechnisches System“. Eine Skizze techniksoziologischer For-schungsfelder. In: Hickethier/Schneider, Fernsehtheorien, S. 69f.Google Scholar
  94. W. Rammert: Technisierung und Medien in Sozialsystemen — Annäherung an eine soziologi¬sche Theorie der Technik. In: P. Weingart (Hrsg.): Technik als sozialer Prozeß. Frankfurt/M. 1989, S. 162.Google Scholar
  95. Müller, Fernsehen als soziotechnisches System, S. 70, Anmerkung 4.Google Scholar
  96. Vgl. hierzu: G. Feuerstein: Metamorphosen der Maschine. Über Erscheinungsformen und Deu¬tungsmuster des Technischen. In: Asthetik und Kommunkation. 19.Jg., Heft 75/1990: Tech¬nikkultur. Inszenierte Technik — transformierte Wahrnehmung. S. 40–46; sowie: H. Kutzner: Ver-Innerung der Maschine — Maschinisierung des Inneren. In: D. Kamper/Chr. Wulf (Hrsg.): Transfigurationen des Körpers. Spuren der Gewalt in der Geschichte. Berlin 1989, S. 97–122.Google Scholar
  97. Vgl.: L. Mumford: Mythos der Maschine. Kultur, Technik und Macht. Frankfurt/M. 1977.Google Scholar
  98. Vgl.: P. Gendolla: Maschinen der Hölle und Attrappen des Menschen. Magische Mechanik bei Bosch, Brueghel und Arcimboldo. In: H. Möbius/J.J. Berns (Hrsg.): Die Mechanik in den Kün¬sten. Studien zur ästhetischen Bedeutung von Naturwissenschaften und Technologie. Marburg 1990, S. 62 f.Google Scholar
  99. Der nämliche Zusammenhang von Technik, Metapher und Medium scheint sowohl in Henry Fieldings berühmten Bonmot „4 book is a machine to think with. “ auf, wie auch in der Medi¬entheorie McLuhans, siehe weiter unten.Google Scholar
  100. Dux/Wenzel, Geistesgeschichte, S. 193.Google Scholar
  101. McLuhan, Magische Kanäle, S. 67 f. Wenngleich Affinitäten wie Differenzen meines Denkens zu McLuhans Uberlegungen ohnehin deutlich geworden sein dürften, so sei hier trotzdem noch einmal auf die Kongruenz auch seiner Argumentation zu meiner Herleitung aus dem ganz an-ders gelagerten, spiritistisch-sakralen Definitionskontext verwiesen.Google Scholar
  102. G. Dux: Die Zeit in der Geschichte. Ihre Entwicklungslogik vom Mythos zur Weltzeit. Frank-furt/M. 1992.Google Scholar
  103. Dux/Wenzel, Geistesgeschichte, S. 93.Google Scholar
  104. A.a.O., S. 9.Google Scholar
  105. A.a.O., S. 185.Google Scholar
  106. A.a.O., S. 186.Google Scholar
  107. A.a.O., S. 108.Google Scholar
  108. A.a.O., S. 175.Google Scholar
  109. Eine gute Zusamenfassung des Radikal-Konstruktivistischen Denkens bietet immer noch: S.J. Schmidt (Hrsg.): Der Diskurs des Radikalen Konstruktivismus. Frankfurt/M. 1987. — Reich¬lich unscharf bleibt bislang die Figuration des Medialen innerhalb des Radikalen Konstrukti¬vismus und seiner Medientheorie: Zwischen wem oder was soll ein Medium überhaupt noch vermitteln in einer als rein selbstbezüglich postulierten Welt? Nur noch zwischen den (Selbst-) Beobachtern ersten, zweiten, dritten Grades?Google Scholar
  110. Dux/Wenzel, Geistesgeschichte, S. 220 f.Google Scholar
  111. Zur Rolle des Subjekts in Luhmanns Systemtheorie siehe: Reese-Schäfer, Luhmann zur Ein¬fiihrung, 106 ff.Google Scholar
  112. A.a.O., S. 172 ff.Google Scholar
  113. Dux/Wenzel, Geistesgeschichte, S. 177.Google Scholar
  114. In leichter Abgrenzung von Dux halte ich prinzipiell auch noch andere Formen für denkbar (etwa intuitive oder mystische), stimme mit ihm allerdings dort wieder überein, wo er ein Pri¬mat kognitiver Strukturen für die Bildung kommunikativ-sozialer Tätigkeiten ansetzt. Für die Genese von Sozialisation ist die Ausbildung der oben als Medialität bezeichneten Struktur un¬umgänglich, wie am Beispiel der Lautsprache einsichtig geworden sein dürfte.Google Scholar
  115. Dux/Wenzel, Geistesgeschichte, S. 187 f.Google Scholar
  116. Gemeint sind hiermit in erster Linie die Radikal-Konstruktivisten Maturana und Varela sowie ihre Epigonen. Vgl. hierzu im einzelnen meine Kritik an derartigen Modellen in Kapitel 2.5.2.Google Scholar
  117. Dux/Wenzel, Geistesgeschichte, S. 176.Google Scholar
  118. A.a.O., S. 96.Google Scholar
  119. A.a.O., S. 200.Google Scholar
  120. A.a.O., S. 190.Google Scholar
  121. A.a.O., S. 183.Google Scholar
  122. A.a.O., S. 112.Google Scholar
  123. A.a.O., S. 190 f.Google Scholar
  124. Vgl. hierzu: Reese-Schäfer: Luhmann zur Einführung, S. 103. Parsons Modell ist im wesent¬lichen dargelegt in: T. Parsons: Gesellschaften. Frankfurt/M. 1975; sowie: Ders.: Das System moderner Gesellschaften. Weinheim 1985.Google Scholar
  125. Dux/Wenzel, Geistesgeschichte, S. 7 f. Die Ablehnung evolutionistischer und teleologischer Modelle muß ohnehin als accord minimal aller Strukturtheorien angesehen werden, findet aber wohl nirgends eine derart methodisch fundierte Begründung mit in der hier zitierten Arbeit von Dux.Google Scholar
  126. A.a.O., S. 192.Google Scholar
  127. Vgl. hierzu: N. Luhmann: Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie. Frankfurt/M. 1987, S.148–190 und 286–345.Google Scholar
  128. Zur Kritik an Luhmanns Gleichsetzung von sozialem System und Weltgesellschaft siehe: Ree¬se-Schäfer, Luhmann zur Einführung, S. 48 f. und 90 f.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Film- und FernsehwissenschaftRuhr-Universität BochumGermany

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