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Unterentwicklung als Konsequenz von Ausbeutung/Abhängigkeit der Peripherie von den Metropolen

Chapter
Part of the Grundwissen Politik book series (GPOL, volume 20)

Zusammenfassung

Trotz des wachsenden Einflusses neoliberaler und freihändlerischer Positionen auf den „Bühnen“ der Wissenschaft und der großen Politik überwiegt in den kritisch orientierten Medien (etwa im Umfeld der kirchlichen Entwicklungsdienste und der Dritte-Welt-Aktionsgruppen) weiterhin die Vorstellung, daß die Problematik der Unterentwicklung vor allem eine Folge der Abhängigkeit der Dritten Welt von den Industrieländern sowie der damit zusammenhängenden vielfältigen Mechanismen der Ausbeutung darstellt. Auch wenn im einzelnen sehr unterschiedliche Akzente gesetzt werden, so sind doch Zeitschriften wie das Forum (herausgegeben vom Bundeskongreß entwicklungspolitischer Aktionsgruppen in der Bundesrepublik), die Bläätter des iz3w des bereits aus der Frühzeit der Studentenbewegung stammenden Freiburger Informationszentrums Dritte Welt oder der Überblick (herausgegeben von der evangelischen Arbeitsgemeinschaft Kirchlicher Entwicklungsdienst) im wesentlichen von Positionen geprägt, die auf die kritische entwicklungstheoretische Diskussion der 1960er und 70er Jahre, vor allem die lateinamerikanische Dependenztheorie zurückgehen. Das gilt in vieler Hinsicht selbst für das sehr verbreitete Lern- und Arbeitsbuch Entwicklungspolitik von Franz Nuscheler, das natürlich eine Auseinandersetzung mit der Abhängigkeitsdiskussion enthält, aber deren Perspektive doch in vieler Hinsicht beibehält.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

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