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Armut — mangelnde Befriedigung der Grundbedürfnisse

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Part of the Grundwissen Politik book series (GPOL, volume 20)

Zusammenfassung

In der Einleitung habe ich bereits auf das wachsende Armutsproblem in den Entwicklungsländern und dessen Darstellung in den Medien hingewiesen. Bilder von Armut und Elend lassen sich jedoch auch in westdeutschen Großstädten finden. So bedenklich die weltweite Zunahme solcher Bilder in den vergangenen Jahren auch ist, so unterscheiden sich die Phänomene doch erheblich — sowohl im Hinblick auf die relative Bedeutung der Armut im Zusammenhang mit der Entwicklung einer Gesellschaft als auch in Hinblick auf die Entstehung konkreter, mit der Armut verbundener Lebensformen. Es gibt einige literarisch verfaßte Darstellungen dieser Lebensformen; empfohlen sei die Lektüre eines der Romane von Oscar Lewis, die sich mit der „Kultur der Armut“ vor allem in Mexiko beschäftigen. Im Kasten I.1 wird — auf der Grundlage einer Studie über ein Elendsviertel in San José/Costa Rica — skizziert, wie ärmste Familien mit einem monatlichen Einkommen von kaum mehr als umgerechnet 20 US$ überleben (Cordero/Gamboa 1990). Dabei wird zum einen deutlich, daß angesichts der extrem prekären Einkommenssituation das Überleben oft nur durch die engen Netze der Selbst- und Nachbarschaftshilfe einigermaßen gesichert werden kann, und zum anderen, daß staatliche Hilfe in den Entwicklungsländern essentielle Bedeutung besitzt, um ein Minimum an Ausbildung (kostenloser Schulbesuch) und medizinischer Betreuung gewährleisten zu können.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

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