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Strategien sozio-ökonomischer Entwicklung

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Part of the Grundwissen Politik book series (GPOL, volume 20)

Zusammenfassung

In diesem Abschnitt sollen die wesentlichen sozio-ökonomischen Entwicklungs-strategien der Nachkriegszeit dargestellt werden; dabei wird immer zurückverwiesen auf die theoretischen Erklärungen von Entwicklung und Unterentwicklung, die diesen Strategien zugrundeliegen. Am Beispiel der Strategie der importsubstituierenden Industrialisierung (ISI), die die Wirtschaftspolitik in den meisten Ländern der Peripherie bis in die 1970er Jahre hinein dominierte, soll allerdings auch gezeigt werden, daß es nicht reicht, auf der Grundlage einer Analyse aktueller Probleme und einiger theoretischer Annahmen Strategien zur Überwindung der diagnostizierten Entwicklungshindernisse zu entwerfen. Die ISI-Strategie hat im Prozeß ihrer Implementation — zumindest in Lateinamerika und Afrika — einige entscheidende Veränderungen erfahren, die zu erheblichen Abweichungen vom ursprünglichen Ziel des Erreichens internationaler Konkur-renzfähigkeit durch eine vorübergehende Phase gemäßigter Protektion führten (vgl.u., Kap. III.1.1). Diese Modifikationen hängen mit den Wechselbeziehun-gen zwischen Wirtschaftspolitik und den historisch gewachsenden Herrschafts-strukturen einerseits, der Anpassung an weltwirtschaftliche Strukturen anderer-seits zusammen; sie hatten entscheidende Bedeutung für die „Deformationen“ im Entwicklungsprozeß, die oben bereits als typische Phänomene der Unterentwick-lung diskutiert worden sind.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

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