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Textrezeption zum Zwecke der Reproduktion

Der Handlungszusammenhang von Rezeption und Weiterverarbeitung am Beispiel fremdsprachlicher Textwiedergaben
  • Ortrun Hanna
  • Martina Liedke

Zusammenfassung

Die Weiterverarbeitung von Texten spielt in verschiedenen Handlungszusammenhängen eine Rolle, z.B. bei dem Exzerpieren eines Aufsatzes, der Rezension eines Buches oder dem Anfertigen eines Tagungsberichts. Von „Textweiterverarbeitung“ kann in allgemeiner Weise dann gesprochen werden, wenn der Inhalt eines rezipierten Textes in einer zweiten Handlungssituation wieder aufgerufen wird. Die Textweiterverarbeitung bildet somit einen Untertypus der Reaktualisierung von sprachlichen Handlungen.1 Sie kann zwei Verarbeitungsschritte umfassen. Ein erster, mentaler Verarbeitungsschritt ist die Vergegenwärtigung des rezipierten Textes (Textrekonstruktion).2 Darüber hinausgehend erfolgt als ein zweiter Handlungsschritt der Textweiterverarbeitung häufig auch die Reproduktion des rezipierten Textes, d.h. seine erneute mündliche oder schriftliche Umsetzung.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Ortrun Hanna
  • Martina Liedke

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