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Einleitung

Chapter
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Part of the Reihe Gesellschaftspolitik und Staatstätigkeit book series (GESPOL, volume 11)

Zusammenfassung

Die Geschichte der Existenz von Staatswesen ist gleichzeitig eine Geschichte der Staatsverschuldung. Diese war in den vergangenen Jahrtausenden oft für das Scheitern von Regierungen und für Regimewechsel verantwortlich1. Besondere Aktualität und Relevanz bekam die Debatte um die Staatsverschuldung Mitte der siebziger Jahre, als viele westliche Industrieländer eine steigende Verschuldung2 zu verzeichnen hatten. In der Regel blieb es bei dieser empirischen Beobachtung, und es wurde nur selten gefragt, was die Verschuldung treibt und welche Faktoren sie eindämmen. Dieser Unzulänglichkeit will die vorliegende Studie Abhilfe schaffen, indem gefragt wird: Welche politischen, politisch-institutionellen, ökonomischen und sozioökonomischen Faktoren sind verantwortlich für wachsende Verschuldung und Defizite, und welche Determinanten begrenzen sie? Zu fragen ist weiterhin, ob diese Determinanten in allen Ländern gleichermaßen wirken, oder ob es Unterschiede in der Prägekraft bestimmter Einflußgrößen gibt. Das Erkenntnisinteresse liegt also an den zu identifizierenden Ursachen der Staatsverschuldung.

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Literatur

  1. 1.
    Schon in seiner Schrift „Über den Staat“ berichtet Cicero über Auszüge der Plebjer aus Rom wegen einer hohen Staatsverschuldung (Cicero 1956: 87). Siehe auch Schumpeter (Schumpeter 1976: 352), der von „unzähligen” Zusammenbrüchen des Steuerstaates berichtet und Adam Smith (Smith 1993: 781ff.), der die historische Verschuldungssituation im 18. Jahrhundert schildert.Google Scholar
  2. 2.
    Gemeint ist die Schuldenquote, die das Verhältnis von Schuldenstand zu Bruttoinlandsprodukt angibt. Ebenso stiegen die Defizitquoten, die als das jährliche Haushaltsdefizit in Relation zum Bruttoinlandsprodukt berechnet werden, an. Obwohl die Folgen der Staatsverschuldung, sei es systemerhaltend oder sindGoogle Scholar
  3. 3.
    Die Ursprünge dieser Theorie des „Politischen Konjunkturzyklusses“ gehen auf Arbeiten von Kalecki und Schumpeter Jahren sowie auf Nordhaus (Nordhaus 1975) zurück.Google Scholar
  4. 4.
    Dies obwohl der Autor explizit die Ursachen - so im Untertitel der Arbeit - der Staatsver- schuldung erklären möchte.Google Scholar
  5. 5.
    Aufgabe des Forschers ist es daher, sensibel das sozialwissenschaftliche Forschungsinstrumentarium anzuwenden und zu reflektieren, insbesondere stets die Grenzen des eigenen „Tun und Lassens“ im Blick zu haben. Um mögliche Verfälschungen der Ergebnisse zu minimieren, ist es sinnvoll, sich an die „Regeln für die vergleichende Analyse materieller Politiken” zu halten (Schmidt 1982a: 116f.).Google Scholar
  6. 6.
    Eine gleichgewichtige, umfassende Analyse der „Determinanten der Staatsverschuldung“Google Scholar
  7. 7.
    Die Schuldenstände sind Bestandsgrößen, wahrend die Haushaltssalden Stromgrößen sind.Google Scholar
  8. 8.
    Eine Gliederung nach den abhängigen Variablen erscheint nicht sinnvoll, da es so zu Wiederholungen von ähnlichem empirischen Material in verschiedenen Kapiteln kommen würde.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1996

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