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Zur Zukunft der Kommunalfinanzen

  • Hannes Rehm
Chapter
Part of the Politische Vierteljahresschrift book series (PVS, volume 22)

Zusammenfassung

Nicht zuletzt durch die politische, wirtschaftliche und soziale Wiedervereinigung erlangt die Frage nach der Zukunft der Kommunalfinanzen aktuelle Bedeutung. Die Zäsur der politischen Entwicklung sollte zur Reflexion über das finanzpolitische Miteinander der „Ebenen“ und ggf. zu entsprechenden Korrekturen genutzt werden. Dadurch würde auch vermieden, daß im Staatsaufbau der neuen fünf ostdeutschen Bundesländer Fehlentwicklungen von vornherein angelegt werden.1 Dies gilt um so mehr, als sich abzeichnet, daß die Prognosen für die künftige Haushaltssituation der ostdeutschen Gemeinden viel zu optimistisch waren, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung der ordentlichen (d.h. der Steuer-)Einnahmen2. Die mit der Wiedervereinigung verfolgten staatspolitischen Ziele werden sich aber nur verwirklichen lassen, wenn auch finanziell dauerhaft handlungsfähige Kommunen als funktionsfähiges föderales Element agieren können und diese nicht von vornherein durch ein unausgewogenes Verhältnis von Aufgaben-Verantwortung und Finanzierungsmöglichkeiten überfordert werden.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. Deutsche Bundesbank: Die Ausgaben der Gebietskörperschaften seit dem Jahre 1982, in: Monatsberichte der Deutschen Bundesbank, Juli 1990: 40ff., 49.; Hanns Karrenberg/Engelbert Münstermann: Städtische Finanzen in den 90er Jahren. Auf dem Weg zu einheitlichen Lebensverhältnissen in: Der Städtetag, Jg. 1991, Heft 2, 87ff., insbes. 89ff.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW): Öffentliche Haushalte 1990/91: Hohe Belastungen durch die deutsche Einigung, Wochenbericht 39/40 vom 27.9.1990: 545ff., 548ff.; Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 1990/91, Wiesbaden 1990: 22*.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Ernst-Hasso Ritter: Kommunale Selbstverwaltung auf der Suche nach dem Standort, in: Deutscher Städtetag (Hrsg.), Im Dienste deutscher Städte 1905 bis 1980. Ein kommunales Sachbuch zum 75jährigen Jubiläum, Köln-Stuttgart 1980: 247ff.; Winfried Brom: Die Selbstverwaltung der Gemeinden im Verwaltungssystem der Bundesrepublik, in: Deutsches Verwaltungsblatt, Jg. 1984: 293ff.; Wolfgang Bick: Die veränderten Rahmenbedingungen für Kommunalpolitik und kommunale Selbstverwaltung, in: Joachim-Jens Hesse (Hrsg.), Zur Situation der kommunalen Selbstverwaltung heute. Stadtpolitik und kommunale Selbstverwaltung im Umbruch, Baden-Baden 1987: 33ff.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. zur Situation und Weiterentwicklung der kommunalen Selbstverwaltung z.B.: Politik und kommunale Selbstverwaltung — Stellungnahme des Sachverständigenrates zur Neubestimmung der kommunalen Selbstverwaltung beim Institut für Kommunalwissenschaften der KonradAdenauer-Stiftung, Köln 1984; Adolf Janssen: Die zunehmende Parlamentarisierung der Gemeindeverfassung als Rechtsproblem, Göttingen 1988; Heinz-Uwe Erichsen (Hrsg.): Kommunalverfassung heute und morgen — Bilanz und Ausblick, Kommunalwissenschaftliche Forschung und kommunale Praxis, Bd. 1, Köln u.a. 1989.Google Scholar
  5. 5.
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  6. 6.
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  7. 7.
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  9. 9.
    BT-Drs. VII/5924, Schlußbericht der Enquête-Kommission Verfassungsreform: 171.Google Scholar
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  11. 11.
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  13. 13.
    Vgl. für die aktuellen Zahlen BT-Drs. 11/ 2822 vom 24.8.1988, Antwort der Bundesregierung auf die große Anfrage der SPD zur Lage der Städte, Gemeinden und Kreise: 19ff.; Hanns Karrenberg/Engelbert Münstermann: Gemeindefinanzbericht 1990, in: Der Städtetag, Jg. 1990, Heft 2: 82ff., insbes. 116ff.Google Scholar
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  15. 15.
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  16. 16.
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  17. 17.
    Vgl. z.B. das „Zeitgespräch“ über „Wende in der Wohnungspolitik?”, in: Wirtschaftsdienst, Jg. 1989, Heft 11: 535ff.Google Scholar
  18. 18.
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  20. 20.
    Vgl. Hans E. Meyer/Helmut Wallmann (Hrsg.), Lokale Beschäftigungspolitik, Basel 1985; Hubert Heinelt: Kommunale Arbeitsmarkt-und Beschäftigungspolitik, in: Archiv für Kornmunalwissenschaften, 1. Halbjahresband, Jg. 1989: 86ff.; Olaf Sund: Wirtschafts-und Arbeitsmarktpolitik — die Funktion der Kommunen bei der Bewältigung des ökonomischen Strukturwandels, in: Joachim-Jens Hesse (Hrsg.), Erneuerung der Politik „von unten“?, a.a.O.: 92ff.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. Karl Ganser: Umweltpolitik: Verändertes Verständnis — neue Politik, in: ebenda: 122ff.Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. Hannes Rehm: Neue Modelle zur Finanzierung kommunaler Investitionen, in: Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen, Jg. 1989: 45ff.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. Deutsche Bundesbank: Die Entwicklung der kommunalen Finanzen seit dem Jahre 1985, in: Monatsberichte der Deutschen Bundesbank, November 1989: 39ff.; Institut „Finanzen und Steuern“: Die Entwicklung der Gemeindefinanzen in den 80er Jahren, Bonn 1989.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. Hanns Karrenberg: Die Finanzlage der strukturschwachen Städte, in: Wirtschaftsdienst, Jg. 1988, Heft 6: 302ff.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. Helmut Kesting: Die Finanzierung der Deutschen Einheit — ein Überblick, in: Die Bank, Jg. 1990, Heft 7: 404ff.; Hanns Karrenberg: Zu den Kommunalfinanzen 1991 in der ehemaligen DDR, in: Der Gemeindehaushalt, Jg. 1990, Heft 12: 265ff.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. Hanns Karrenberg/Engelbert Münstermann: Städtische Finanzen in den 90iger Jahren, a.a.O.: 92.Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. Georg Milbradt: Die neuen Bundesländer zügig in die Finanzverfassung einbeziehen — nicht abkoppeln, in: Wirtschaftsdienst, Jg. 1991, Heft 2: 59ff., 61.Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. Rolf Peffekoven: Finanzausgleich im vereinten Deutschland, in: Wirtschaftsdienst, Jg. 1990, Heft 7: 346ff.; Otto-Erich Geske: Die Finanzierung der ostdeutschen Länder nach dem Einigungsvertrag, in: Wirtschaftsdienst, Jg. 1991, Heft 1: 33ff.Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. Martin Gläser: Die staatlichen Finanzzuweisungen an die Gemeinden. Gestaltungskriterien, Effektivität, Reform, Frankfurt/M. 1989: 121ff.; Werner Hoppe (Hrsg.), Reform des kommunalen Finanzausgleichs, Köln u.a. 1985. Ein knapper Überblick über die aktuellen Probleme des kommunalen Finanzausgleichs findet sich bei Karl-Heinrich Hansmeyer: Finanzwissenschaft und Kommunalwissenschaft: Eine Bestandsaufnahme an ausgewählten Beispielen, in: Joachim-Jens Hesse (Hrsg.), Kommunalwissenschaften in der Bundesrepublik Deutschland, Baden-Baden 1989: 155ff., 184ff.Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. die Thesen der Kommission zur Verbesserung der steuerlichen Bedingungen für Investitionen und Arbeitsplätze, Bonn 1990.Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. Helmut Willke: Budgetäre Restriktionen lokaler Politik, in: Archiv für Kommunalwissenschaften, 1. Halbjahresband, Jg. 1984: 25ff.Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. Martin Rosenfeld: Hat die Dezentralisierung öffentlicher Aufgabenerfüllung eine Chance?, in: Archiv für Kommunalwissenschaften. 1. Halbjahresband, Jg. 1989: 28ff., 31.Google Scholar
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    Vgl. Karl-Heinrich Hansmeyer/Manfred Kops: Die Kompetenzarten der Aufgabenzuständigkeit und deren Verteilung im föderativen Staat, in: Hamburger Jahrbuch für Wirtschaftsund Gesellschaftspolitik, Jg. 1984: 127ff.; Martin Rosenfeld: Ausgabeneffekte kommunaler Funktionalreformen; Baden-Baden 1985: 126ff.Google Scholar
  34. 34.
    Vgl. Fritz W. Scharpf/Bernhard Reissert/Friedrich Schnabel (Hrsg.), Politikverflechtung. Theorie und Empirie des kooperativen Föderalismus in der Bundesrepublik, Kronberg 1976; Dietrich Tränhardt: Funktionalreform als Politikinhalt und Politikdeterminante, Einleitung, in: ders. (Hrsg.), Funktionalreform. Zielperspektive und Probleme einer Verwaltungsreform, Meisenheim 1978: XV-LXIII.Google Scholar
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    Vgl. Herbert Edling: Zentralistische Verflechtungstendenzen im Föderalismus. Eine empirische Analyse und ein bürokratietheoretischer Erklärungsansatz am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt/M. u.a. 1984.Google Scholar
  36. 36.
    Vgl. Guy Kirsch: Über zentrifugale und zentripetale Kräfte im Föderalismus, in: Kurt Schmidt (Hrsg.), Beiträge zu ökonomischen Problemen des Förderalismus, Schriften des Vereins für Socialpolitik, N.F., Bd. 196, Berlin 1987: 3ff., 14.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. Dietrich Fürst/Joachim-Jens Hesse: Zentralisierung oder Dezentralisierung der politischen Problemverarbeitung? Zur Krise der Politikverflechtung in der Bundesrepublik, in: Joachim-Jens Hesse (Hrsg.), Politikverflechtung im föderativen Staat, Baden-Baden 1978: 191ff., hier: 193 und 197.Google Scholar
  38. 38.
    Vgl. Werner W. Pommerehne/Friedrich Schneider: Fiscal illusion, political institutions, and local public spending, in: Kyklos, Jg. 1978: 381ff.Google Scholar
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    Vgl. Gerd Schmidt-Eichstaedt: Bundesgesetze und Gemeinden, Stuttgart u.a. 1981; Ernst Pappermann: Mischfinanzierung als Hemmnis der Haushaltskonsolidierung, in: Hans v. Arnim und Konrad Littmann (Hrsg.), Finanzpolitik im Umbruch. Zur Konsolidierung öffentlicher Haushalte, Berlin 1984: 245ff.Google Scholar
  40. 40.
    Vgl. Klaus-Dirk Henke: Neuordnung des Finanzausgleichs im föderativen System der Bundesrepublik Deutschland, in: Herbert Giersch (Hrsg.), Wie es zu schaffen ist. Agenda für die deutsche Wirtschaftspolitik, Stuttgart 1983: 128, 130.Google Scholar
  41. 41.
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  42. 42.
    Vgl. Horst Zimmermann: Gewichtsverlagerungen im föderativen Staatsaufbau unter EG-Einfluß?, in: Wirtschaftsdienst, Jg. 1990, Heft 9: 451ff.Google Scholar
  43. 43.
    Vgl. Joachim-Jens Hesse: Stadt und Staat, a.a.O.: 22.Google Scholar
  44. 44.
    Wittkämper spricht in diesem Zusammenhang von einer „personalistischen Theorie des Föderalismus. Vgl. Gerhard W. Wittkämper: Begründung einer stärkeren Dezentralisierung politischer Entscheidungen aus einer politologischen Theorie des Förderalismus, in: Institut für Kommunalwissenschaften (Hrsg.), Dezentralisierung des politischen Handelns, Melle/St. Augustin 1975: 60ff.Google Scholar
  45. 45.
    Horst Zimmermann: Föderalismus und Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse, in: Kurth Schmidt (Hrsg.), Beiträge zu ökonomischen Problemen des Föderalismus, a.a.O.: 35ff., 51.Google Scholar
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    Vgl. Walter Wittmann: Steuerung und Versorgung mit Staatsleistungen über das Äquivalenzprinzip, in: Peter Bohley und G. Tollkemitt (Hrsg.), Wirtschaftswissenschaft als Grundlage staatlichen Handelns, Festschrift für Heinz Haller, Tübingen 1979: 287ff.; Peter Bohley: Praktische Probleme bei der Anwendung des Äquivalenzprinzips, in: Dieter Pohmer (Hrsg.), Beiträge zum Äquivalenzprinzip und zur Zweckbindung öffentlicher Einnahmen, Schriften des Vereins für Socialpolitik, N.F., Bd. 121, Berlin 1981: 93ff.; Konrad Kentmann: Das Äquivalenzprinzip in den Gemeinden, Frankfurt/M. 1978; Wolfram Engels: Privater Wohlstand — öffentliche Armut?, in: Dieter Duwendag (Hrsg.), Der Staatskorridor in der sozialen Marktwirtschaft, Berlin 1976: 149ff.Google Scholar
  47. 47.
    Vgl. Horst Claus Recktenwald: Föderalismus im säkularen Wandel — erste Ergebnisse einer empirischen Analyse, in: A.S. Koch und Hans-Georg Petersen (Hrsg.), Staat, Steuern und Finanzausgleich. Festschrift für Heinz Kolms, Berlin 1984: 279ff., 282. Dieser Ansatz geht zurück auf Mancur Olson: The Principle of „Fiscal Equivalence“: The Devision of Responsibilities Among Different Levels of Government, in: The American Economic Review, Jg. 1969: 479ff.Google Scholar
  48. 48.
    Vgl. Heinz Grossekettler: Zentralisation und Dezentralisation der Wirtschaftsförderung aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht, Volkswirtschaftliche Diskussionsbeiträge der Universität Münster 1989: 8ff.Google Scholar
  49. 49.
    Vgl. ders.: Ökonomische Probleme des Föderalismus, in: Finanzarchiv, N.F., Bd. 47, Jg. 1989: 497ff., 499.Google Scholar
  50. 50.
    Vgl. Dieter Hesse: Verteilung öffentlicher Tätigkeiten. Konstruktion und Kritik alternativer Möglichkeiten der Ermittlung ihrer personalen Inzidenz, Berlin 1975: 136ff.; Richard M. Reichhardt: Gesellschaftliche Bedarfsanalyse. Ein Ansatz zur Ermittlung der Bürgerpräferenzen für öffentliche Güter, Berlin 1979; Dieter Rondorf: Die Bewertung öffentlicher Leistungen durch die Bürger, Frankfurt/M. und Bern 1985; Klaus Zimmermann: Budgetstruktur und Präferenzen für öffentliche Ausgaben, in: Der Gemeindehaushalt, Jg. 1986: 169ff.; Werner Pommerehne: Ansätze zur Erfassung der Präferenzen für öffentliche Güter. Ein Beitrag zur Verbesserung der kollektiven Willensbildung, Tübingen 1986.Google Scholar
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  53. 53.
    Siegfried F. Franke: Der Finanzausgleich: Problembereich im Spannungsfeld ökonomischer Rationalität und politischer Kompromißbildung, in: Hamburger Jahrbuch für Wirtschaftsund Gesellschaftspolitik, Jg. 1989: 65ff.Google Scholar
  54. 54.
    Vgl. als Überblick aus der zahlreichen Literatur: Egon Tanner: Ökonomisch optimale Aufgabenteilung zwischen den staatlichen Ebenen, Bern und Frankfurt 1982; Erich Thöni: Politikökonomische Theorien des Föderalismus, Baden-Baden 1986; zum aktuellen Stand der Theorie vgl. Anthony Congleton: An Overview of Contractarian Public Finance of James Buchanan, in: Public Finance Quarterly, Jg. 1988: 147ff.Google Scholar
  55. 55.
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  56. 56.
    Vgl. Holger Bonus: Öffentliche Güter und der Öffentlichkeitsgrad von Gütern, in: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, Jg. 1980: 50ff.Google Scholar
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  58. 58.
    Vgl. Bernd Schiefer: Kommunale Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Köln u.a. 1989.Google Scholar
  59. 59.
    Vgl. dazu z.B. Richard Johns: Erfolgsrechnung und Bilanz im Kommunalbereich, in: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, Jg. 1980: 1007ff.; Karl Oettle: Kameralistisches Rechnungswesen — Entwicklung, Stand, Reformen, in: Heinrich Mäding (Hrsg.): Haushaltsplanung — Haushaltsvollzug — Haushaltskontrolle, Baden-Baden 1987: 168ff.; Thomas Feige: Zielbezogene Rechnungslegung und Berichterstattung von Kommunen, Münster 1989; Gün ter E. Brauner/Karlheinz Bozem (Hrsg.), Controlling im kommunalen Bereich, München 1990.Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. Hannes Rehm: Über die Zukunft von Gebühren und Beiträgen als kommunale Finanzierungsinstrumente, in: Zeitschrift für Kommunalfinanzen, Jg. 1982: 162ff., 206ff., 228ff.; Heinz Grossekettler: Options-und Grenzkostenpreise für Kollektivgüter unterschiedlicher Art und Ordnung. Ein Beitrag zu den Bereitstellungs-und Finanzierungsregeln für öffentliche Leistungen, in: Finanzarchiv, N.F., Bd. 43, Jg. 1985: 211ff.Google Scholar
  61. 61.
    Die Gebührenbemessung ist letztlich immer auch eine Frage der kommunalen Gebührenpolitik“ (Helmut Mohl: Rechtliche Aspekte städtischer Gebührenordnung, in: Der Städtetag, Jg. 1990, Heft 10: 628ff., 630).Google Scholar
  62. 62.
    Vgl. Engelbert Münstermann: Ökonomische Aspekte städtischer Gebührenpolitik, in: Der Städtetag, Jg. 1990, Heft 10: 622ff.; insbes. 626.Google Scholar
  63. 63.
    Vgl. dazu das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster gegen die Stadt Düren aufgrund des § 63 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen. § 63 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen enthält, wie vergleichbare Vorschriften der Gemeindeordnung anderer Bundesländer auch, Grundsätze für die Einnahmebeschaffung der Kommunen. Danach sind Steuern nur subsidiär nach Ausschöpfung spezieller Entgelte für die von den Gemeinden erbrachten Leistungen zur Einnahmebeschaffung heranzuziehen. Das Gericht führte u.a. aus: Der Hinweis der Stadt, soziale Gesichtspunkte ließen eine Anhebung mehrerer Gebühren gleichzeitig nicht zu, sei nichtssagend. Entscheidend sei allein, ob die Gemeinde den ihr durch das Kommunalabgabengesetz eröffneten Gebührenrahmen der Höhe nach entsprechend dem in § 63 verankerten Subsidiaritätsprinzip ausgeschöpft habe. Haushaltsrechtlich und haushaltswirtschaftlich vertretbar sei ein Verzicht auf Einnahmen durch zusätzliche Entgelte aber nicht schon deshalb, weil das Gebührenrecht in gewissem Rahmen eine Unterdeckung zulasse (vgl. Handelsblatt vom 17./18. 11. 1989: 4 ).Google Scholar
  64. 64.
    Vgl. Charles Blankart/Werner Pommerehne/Friedrich Schneider: Warum nicht reprivatisieren? Einige Antworten auf falsch gestellte Fragen, in: Karl-Heinrich Hansmeyer (Hrsg.), Staatsfinanzierung im Wandel, Berlin 1983: 205ff.Google Scholar
  65. 65.
    Vgl. Dietrich Budäus: Betriebswirtschaftliche Instrumente zur Entlastung kommunaler Haushalte, Baden-Baden 1982: 130.Google Scholar
  66. 66.
    Aus der Fülle der Literatur zur Neuordnung des gemeindlichen Steuersystems seien hier nur folgende Veröffentlichungen angeführt: Paul Marcus: Umrisse einer kommunalspezifischen Besteuerungssystematik, Stuttgart u.a. 1986; Heinz Haller: Zur Frage der zweckmäßigen Gestaltung gemeindlicher Steuern, Frankfurt/M. u.a. 1987: Hanns Karrenberg: Zum Stand der Gewerbesteuerdiskussion, in: Zeitschrift für Kommunalfinanzen, Jg. 1988, Heft 8: 174ff. und Armin Feit: Die Gewerbesteuer — ewiges Stiefkind der Steuerreform?, in: Gert Jahn (Hrsg.), Besteuerung und Unternehmenspolitik. Festschrift für Günther Wöhe, München 1989: 101ff.Google Scholar
  67. 67.
    Vgl. Alois Oberhauser: Ein Vorschlag zur Reform der einheitswertabhängigen Steuern, in: Wirtschaftsdienst, Jg. 1989, Heft 10: 512ff.; Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen: Die Einheitsbewertung in der Bundesrepublik Deutschland: Mängel und Alternativen, Bonn 1989.Google Scholar
  68. 68.
    Vgl. die Thesen der Kommission zur Verbesserung der steuerlichen Bedingungen für Investitionen und Arbeitsplätze, a.a.O.: 5ff.Google Scholar
  69. 69.
    Vgl. diess.: 6.Google Scholar
  70. 70.
    P. Bernd Spahn: Zur Reform der Gemeindefinanzen, in Archiv für Kommunalwissenschaf ten, 1. Halbjahresband, Jg. 1989: 67ff., 82ff.Google Scholar
  71. 71.
    Georg Milbradt: a.a.O.: 63.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1991

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  • Hannes Rehm

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