Advertisement

Negativ-Koalition — oder: Die blockierte Verfassungs- und Verwaltungsreform im Stadtstaat Hamburg

  • Göttrik Wewer
Part of the Politische Vierteljahresschrift book series (PVS, volume 22)

Zusammenfassung

Reformen in Hamburg sind schwierig, Innovationen so gut wie unmöglich. Als Ausnahme mag gelten, daß dort Anfang der siebziger Jahre erstmals in der deutschen Geschichte die Opposition in der Verfassung verankert und hervorgehoben wurde (vgl. Busse/Hartmann 1971; Siegloch 1973). Doch die Ergebnisse des Tauschgeschäfts, das damals zwischen den Fraktionen der Bürgerschaft getätigt und von Beteiligten anfänglich als „Magna Charta“ der Opposition (Jürgen Echternach) gefeiert wurde, stießen schon bald auf herbe Kritik und sind heute äußerst umstritten (vgl. nur Müller 1984: 163f.).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturverzeichnis

  1. Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen 1990: Öffnung der politischen Willensbildung. Vorschläge für mehr Volksbeteiligung in Hamburg, zur Reform des Wahlrechts, von Verfassung, Parlament und Partei, Hamburg (vervielf. Manuskript) (zit. Arbeitsgemeinschaft).Google Scholar
  2. Asendorf, Manfred u.a. (Hrsg.), 1984: Geschichte der Hamburgischen Bürgerschaft. 125 Jahre gewähltes Parlament, Berlin: Verlag Frölich & KaufmannGoogle Scholar
  3. Bericht der Kommission zur Überprüfung von Verbesserungsmöglichkeiten in der Hamburger Verwaltung,1981: November (vervielf. Manuskript) (zit. Bericht).Google Scholar
  4. Bernzen, Uwe,1983: Die Deputationen. Bürgerbeteiligung an der Verwaltung, 3., aktual. Aufl., Hamburg: Landeszentrale für politische Bildung.Google Scholar
  5. Beyer, Arno,1983: Verfassung und Taktik. Voraussetzungen und Folgen der Hamburger Bürgerschafts-und Bezirksversammlungswahlen im Juni und Dezember 1982, Hamburg: Landeszentrale für politische Bildung.Google Scholar
  6. Busse, Paul/Hartmann, Ulrich,1971: Verfassungs-und Parlamentsreform in Hamburg. Opposi- tion erstmals Verfassungsorgan, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 2, Heft 2, 200–205.Google Scholar
  7. Dangschat, Jens/Krüger, Thomas,1986: Hamburg im Süd-Nord-Gefälle, in: Jürgen Friedrichs, Hartmut Häußermann und Walter Siebel (Hrsg.), Süd-Nord-Gefälle in der Bundesrepublik, Opladen: Westdeutscher Verlag, 188–213.Google Scholar
  8. Dauster, Manfred,1984: Die Stellung des Ministers zwischen Regierungschef, Parlament und Regierung nach dem Verfassungsrecht der Länder, Köln-Berlin.Google Scholar
  9. Dohnanyi, Klaus von,1988: Hamburg - Stadtstaat und Verfassung: Eine Existenzfrage (Sonderdruck der Rede vor dem Übersee-Club am 11. Februar).Google Scholar
  10. Freie und Hansestadt Hamburg,1989: Modelle zur Verwaltungsreform in Hamburg, Juli (vervielf. Manuskript).Google Scholar
  11. Freie und Hansestadt Hamburg,1990: Neuordnung von Verfassung und Verwaltung in Hamburg, Januar (vervielf. Manuskript mit Materialien).Google Scholar
  12. Friedrichs, Jürgen (Hrsg.), 1988: Soziologische Stadtforschung (- KZfSS-Sonderheft 29), Opladen: Westdeutscher Verlag.Google Scholar
  13. Hartwich, Hans-Hermann,1990: Freie und Hansestadt Hamburg. Die Zukunft des Stadtstaates, 2. Aufl., Hamburg: Landeszentrale für politische Bildung.Google Scholar
  14. Hein, Joachim von,1984: Deputationen - Eine Hamburger Spezialität, in: Manfred Asendorf u.a. (Hrsg.), Geschichte der Hamburgischen Bürgerschaft, 182–190.Google Scholar
  15. Hennings, Almuth,1983: Der unerfüllte Verfassungsauftrag. Die Neugliederung des Bundesgebietes im Spannungsfeld politischer Interessengegensätze, Heidelberg: R.v. Decker’s Verlag.Google Scholar
  16. Hoffmann-Riem, Wolfgang/Koch, Hans-Joachim (Hrsg.), 1988: Hamburgisches Staats-und Verwal-tungsrecht. Bearbeitet von Jörg Berkemann u.a., Frankfurt/M.: Alfred Metzner.Google Scholar
  17. Hoog, Günter,1982: Bürgermeisterwahl in Hamburg. Zur Problematik einer nicht erzwingbaren Verhaltensnorm, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 13, Heft 2, 235–239.Google Scholar
  18. Klose, Hans-Ulrich,1975: Die Unregierbarkeit der Städte?, in: Aus Politik und Zeitgeschichte B 41 (abgedruckt auch bei: Helmut Köser [Hrsg.]: Der Bürger in der Gemeinde. Kommunalpolitik und politische Bildung, Hamburg 1979, 48–63).Google Scholar
  19. Klose, Hans-Ulrich,1988: Die Unregierbarkeit der Städte - Teil II. Vortrag vor der Hamburgischen Architektenkammer am 7. Oktober (vervielf. Manuskript).Google Scholar
  20. Kowalewski, Eckhard,1984: Die Parlamente der Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg (1966–1971). Eine vergleichende Analyse der Tätigkeit des Abgeordnetenhauses von Berlin während der 5. Wahlperiode (1967–1971)Google Scholar
  21. der Bremischen Bürgerschaft (Landtag) während der 7. Wahlperiode (1967–1971) und der Hamburger Bürgerschaft während der 6. Wahlperiode (1966–1970), Frankfurt/M. usw.: Peter Lang.Google Scholar
  22. Kröning, Volker,1988: Kanzlermodell: Bedürfen die Stadtstaaten einer Stärkung der Stellung des Bürgermeisters? Ein Vergleich Bremens mit Hamburg und Berlin, in: Recht und Politik 24, Heft 1, 1–6.Google Scholar
  23. Lange, Rolf,1980a: Großstadtpolitik. Analysen - Ziele - Maßnahmen, 3., aktual. Aufl., Hamburg: Landeszentrale für politische Bildung.Google Scholar
  24. Lange, Rolf,1980b: Selbstverwaltung in Hamburg. Geschichte, Struktur und Funktionen der Hamburger Bezirksverwaltungen, Stuttgart usw: Kohlhammer.Google Scholar
  25. Lange, Rolf,1984: Bürgerschaft und Bezirksversammlungen, in: Manfred Asendorf u.a. (Hrsg.), Geschichte der Hamburgischen Bürgerschaft, 191–194.Google Scholar
  26. Möller, Ilse,1985: Hamburg, Stuttgart: Ernst Klett Verlag.Google Scholar
  27. Müller, Martin,1984: Rolle und Selbstverständnis der Opposition, in: Manfred Asendorf u.a. (Hrsg.), Geschichte der Hamburgischen Bürgerschaft, 162–166.Google Scholar
  28. Müller-Rommel, Ferdinand,1983: Die Wahl zur Hamburger Bürgerschaft vom 19. Dezember 1982: Die neue Alte Mehrheit, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 14, Heft 1, 96–109.Google Scholar
  29. Preuße, Detlev,1981: Gruppenbildungen und innerparteiliche Demokratie. Am Beispiel der Hamburger CDU, Königstein/Ts.: Athenäum-Hain.Google Scholar
  30. Pumm, Günter,1977: Kandidatenauswahl und innerparteiliche Demokratie in der Hamburger SPD. Eine empirische Untersuchung der Kandidatennominierungen für die Bundestagswahl 1969, die Bürgerschaftswahl 1970, den Senat und die Deputationen, Frankfurt/M.: Peter Lang.Google Scholar
  31. Pumm, Günter,1988: Verfassungspolitik durch innerparteiliche Satzungsänderung: Der Wechsel von Klaus v. Dohnanyi zu Henning Voscherau, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 19, Heft 4, 453–468.Google Scholar
  32. Raloff, Helmut,1990: „Buxtehude wäre die ideale Bezirksgröße“ (Interview), in: Harburger Rundschau vom 21. September.Google Scholar
  33. Redaktion (1989): Noch einmal: Betroffener als „Verfahrensobjekt“, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 20, Heft 3, 363–369.Google Scholar
  34. Röper, Erich,1986: Tagesordnung und Parlamentsautonomie: Fragwürdige Privilegien der Regierungen in Bremen und Hamburg, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 17, Heft 3, 385–387.Google Scholar
  35. Rosenau, Kersten,1988: Das „Ruhende Mandat“ - die Hansestädte und das Grundgesetz, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 19, Heft 1, 35–43.Google Scholar
  36. Saretzki, Thomas,1987: Die Wahl zur Hamburger Bürgerschaft vom 9. November 1986: Ende des Traums von der eigenen Mehrheit, oder: Die SPD vor der Bündnisfrage, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 18, Heft 1,16–37.Google Scholar
  37. Saretzki, Thomas,1988: Die Wahl zur Hamburger Bürgerschaft vom 17. Mai 1987: Zweite Wiederholungswahl bringt erste sozialliberale Koalition seit der Bonner Wende, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 19, Heft 1, 26–35.Google Scholar
  38. Schachtschneider, Karl Albrecht,1989: Das Hamburgische Oppositionsprinzip oder Das Hamburgische Verfassungsproblem einer Großen Koalition: Zum Widerspruch des entwickelten Parteienstaates zur republikanischen Repräsentation, in: Der Staat, 173–200.Google Scholar
  39. Scharpf, Fritz W./Benz, Arthur,1990: Zusammenarbeit zwischen den norddeutschen Ländern. Gutachten im Auftrag der Senatskanzlei Hamburg und der Staatskanzlei Schleswig-Holstein, Köln, September (vervielf. Manuskript).Google Scholar
  40. Schwemer, Holger (Hrsg.), 1987: Hamburger Gesetze - Auswahl, 6. Aufl., Hamburg: W. Mauke Söhne.Google Scholar
  41. Siegloch, Klaus P.,1973: Die Parlamentsreform 1971 in der Hamburger Bürgerschaft. Ein Beispiel für die politische Willensbildung im parlamentarischen Regierungssystem, Hamburg: Kuratorium für staatsbürgerliche Bildung.Google Scholar
  42. Stadtstaaten-Kommission,1989: Berlin - Bremen - Hamburg. Zur Regierungsstruktur in den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg. Bericht der Kommission zur Überprüfung der Regierungsstrukturen in den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg, Berlin: De Gruyter.Google Scholar
  43. Steffani, Winfried,1984: Bürgerschaftsarbeit: Kein Geschäft für den Feierabend, in: Manfred Asendorf u.a. (Hrsg.), Geschichte der Hamburgischen Bürgerschaft, 158f..Google Scholar
  44. Steffani, Winfried,1989: Betroffener als „Verfahrensobjekt“? Der „Fall Orgaß” in Hamburg, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 20, Heft 1, 54–65.Google Scholar
  45. Stubbe-da Luz, Helmut,1989: Die „Güte unserer Institutionen“, in: Landeszentrale für politische Bildung (Hrsg.), Freie und Hansestadt Hamburg. 40 Jahre Bundesland 1949–1989, Hamburg: Selbstverlag, 66–71.Google Scholar
  46. Thieme, Werner,1989: Gemeinden für Hamburg, Hamburg: W. Mauke Söhne.Google Scholar
  47. Tiedemann, Bernd (Hrsg.), 1988: Die Bundesrepublik Deutschland - Staatshandbuch. Landesausgabe: Land Freie und Hansestadt Hamburg, Köln usw: Carl Heymanns.Google Scholar
  48. Tögel, Guido Wolfgang,1989: Die Senate der Hansestädte Hamburg und Bremen. Eine verfassungsrechtliche Untersuchung zum parlamentarischen Regierungssystem in den Hansestädten, Frankfurt/M.: Peter Lang.Google Scholar
  49. Tormin, Walter,1984: „Feierabendparlament“ - oder was sonst?, in: Manfred Asendorf u.a. (Hrsg.), Geschichte der Hamburgischen Bürgerschaft, 156.Google Scholar
  50. Walter, Thomas,1982: Die Wahl zur Hamburger Bürgerschaft vom 6. Juni 1982. Übergangsergeb- nis mit weitreichenden Folgen, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 13, Heft 4, 482–509.Google Scholar
  51. Walter, Thomas, 1986: Parlamentsreform in Hamburg. Es bleibt beim „Feierabend-Parlament“, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 17,Heft 3, 388–395. Google Scholar
  52. Wege, Joachim/Grönwall, Angelika, 1989: Die Bürgerschaft. Geschichte, Aufgaben und Organe des Hamburger Landesparlaments, 3.,aktual. Aufl., Hamburg: Landeszentrale für politische Bildung.Google Scholar
  53. Westphal, Jürgen, 1988: Die Regierungsstruktur in Hamburg und ihre Reformbedürftigkeit, Hamburg, 31. Oktober (Presseerklärung).Google Scholar
  54. Westphal, Jürgen,u.a. 1990: Zur Reform der Hamburger Verfassung, (vervielf. Manuskript). Wieske, Thomas, 1988: Hamburg zwischen Tradition und Erneuerung. Zu den Vorschlägen der Stadtstaaten-Kommission für eine Verfassungsreform, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 18,Heft 4, 447–453. Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1991

Authors and Affiliations

  • Göttrik Wewer

There are no affiliations available

Personalised recommendations