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Soziale Ungleichheit

  • Heiner Meulemann
Part of the Studienskripten zur Soziologie book series (SSZS)

Zusammenfassung

Thema des letzten Kapitels war die Bildung sozialer Strukturen aus den Beziehungen zwischen Personen. Die Pointe des Kapitels war: Soziale Strukturen sind per definitionem nur Strukturen; sie haben keine spezifisch soziale Qualität außer der, dass sie aus den Beziehungen zwischen Personen gebaut werden. Aber wenn eine Verfassung eine nationalstaatlich verfasste „Gesellschaft“ abgegrenzt hat (siehe Abschnitt 4.3), lassen sich in ihr die Verteilungen von Merkmalen der Mitglieder betrachten. Von der Warte der Gesellschaft betrachtet, gewinnt der distributive Strukturbegriff wieder an Bedeutung und das Problem der fehlenden analytischen Abgrenzung seiner bloß enumerativen Definition taucht wieder auf (siehe Abschnitt 7.1). Von der Warte der Gesellschaft betrachtet, ergibt sich aber zugleich ein Gesichtspunkt, nach dem Merkmale ausgewählt werden können: die soziale Ungleichheit. Merkmale müssen danach betrachtet werden, ob sie nur Qualitäten nebeneinander stellen oder Rangfolgen bilden, ob sie also Ungleichartigkeit oder Ungleichwertigkeit erfassen, kurzum: ob sie nur Ausgangspunkt möglicher sozialer Ungleichheit sind oder in sich soziale Ungleichheit bilden.

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Weiterführende Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Heiner Meulemann
    • 1
  1. 1.KölnDeutschland

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