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Die Lehrgestalt der Soziologie und die Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

  • Helene Kleine

Zusammenfassung

Leopold v. Wieses Forderung nach Einrichtung von Lehrstühlen für Soziologie war, dies belegt bereits seine Auseinandersetzung mit Georg v. Below und Carl-Heinrich Becker, stets mit dem Argument verbunden, die studierende Jugend verlange nach soziologischer Schulung — und komme damit nicht zuletzt einem kulturellen Bedürfnis von allgemeinem öffentlichen Interesse nach: „... wie genügen wir dem öffentlichen und kulturellen Bedürfnis nach soziologischer Schulung der Jugend, und wie ermöglichen wir besonders den Studierenden, die sich gern in der Gesellschaftslehre unterrichteten, aber durch die akademische Gesamtsituation daran behindert werden, den Zugang zur Erreichung ihres Zieles?“.1

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Literature

  1. 1.
    Leopold v. Wiese: Die Frankfurter Dozententagung, in: Kölner Vierteljahreshefte für Soziologie 10, 1932, S.444.Google Scholar
  2. 2.
    Leopold v. Wiese: Soziologie als Lehrfach an deutschsprachigen Hochschulen im Wintersemester 1920–21, in: Kölner Vierteljahreshefte für Sozialwissenschaften 1, 1921, S.86ff.Google Scholar
  3. 3.
    Robert Michels war zu der Zeit Professor für Statistik und Politik an der Universität Basel, vgl. v. Wiese: Soziologie als Lehrfach an deutschsprachigen Hochschulen, a.a.O., S.86.Google Scholar
  4. 4.
    Ernst Troeltsch, zit. nach: Leopold v. Wiese: Soziologie als Lehrfach an deutschsprachigen Hochschulen, a.a.O., S.87.Google Scholar
  5. 5.
    Franz Oppenheimer, zit. nach: Leopold v. Wiese: Soziologie als Lehrfach an deutschsprachigen Hochschulen, a.a.O., S.87.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. v. Wiese: Soziologie als Lehrfach an deutschsprachigen Hochschulen, a.a.O., S.89.Google Scholar
  7. 7.
    Leopold v. Wiese: Nachrichten über den Stand der Soziologie als Lehrfach an deutschen Hochschulen im Wintersemester 1924–25, in: Kölner Vierteljahreshefte für Soziologie 4, 1924–25, S.316ff.Google Scholar
  8. 8.
    Eine Verbindung mit “wirtschaftlichen Staatswissenschaften” bestand in Frankfurt für Franz Oppenheimer, sowie, ohne besonderen Lehrauftrag, für Gottfried Salomon und Walter Sulzbach, sowie in Münster für H. Weber und Johann Plenge, in Kiel für Ferdinand Tönnies und für Leopold v. Wiese an der Universität Köln. In Halle und Jena waren die Lehraufträge verbunden mit Professuren für Rechtswissenschaften. In Verbindung mit Geschichtswissenschaft wurde Soziologie in Berlin von Kurt Breysig und von Andreas Walter in Göttingen gelehrt, in Greifswald und Gießen war der Lehrauftrag verbunden mit Philosophie. Vgl. Leopold v. Wiese: Nachrichten über den Stand der Soziologie als Lehrfach an deutschen Hochschulen im Wintersemester 1924–25, a.a.O., S.316ff. Zum institutionellen Stand vgl. auch Dirk Käsler: Die frühe deutsche Soziologie und ihre Entstehungsmilieus, Opladen 1984, sowie M. Rainer Lepsius: Die Entwicklung der Soziologie nach dem zweiten Weltkrieg 1945–1967, in: Günther Luschen (Hrsg.): Deutsche Soziologie seit 1945, Opladen 1979, und: Erhard Stölting: Akademische Soziologie in der Weimarer Republik, Berlin 1986.Google Scholar
  9. 9.
    Die Bedeutung der Nationalökonomie (auch) für die institutionelle Entwicklung der Soziologie hat Erhard Stölting herausgearbeitet: vgl. Erhard Stölting: Akademische Soziologie in der Weimarer Republik, a.a.O., S.227ff, sowie dem.: Soziologie und Nationalökonomie: Die Wirkung des institutionellen Faktors, in: Sven Papcke (Hrsg.): Ordnung und Theorie, Beiträge zur Geschichte der Soziologie in Deutschland, Darmstadt 1986.Google Scholar
  10. 11.
    Ferdinand Tönnies: Vorwort, in: Hans Lorenz Stoltenberg: Soziologie als Lehrfach an deutschen Hochschulen, Stuttgart 1926, S.IV.Google Scholar
  11. 12.
    Ferdinand Tönnies: Vorwort, in: Hans Lorenz Stoltenberg: Soziologie als Lehrfach an deutschen Hochschulen, a.a.O., S.23.Google Scholar
  12. 13.
    Vgl. Leopold v. Wiese. Die Frankfurter Dozententagung, a.a.O., S.440.Google Scholar
  13. 14.
    So wird die DGS anläßlich der Eröffnung des 6. Deutschen Soziologentages bezeichnet; allerdings auch ihr Emanzipationsprozeß geschildert: “… ich habe doch den Eindruck, daß die Deutsche Gesellschaft für Soziologie, so jung sie ist, schon als recht selbständige Dame auftritt und nicht einfach den Schatten ihres Bruders bilden will…”. Regierungsrat Dr. Wettstein, in: Verhandlungen des sechsten Deutschen Soziologentages vom 17. bis 19. September 1928 in Zürich, Tübingen 1929, S.5.Google Scholar
  14. 15.
    Leopold v. Wiese: Soziologie als Lehrfach und Lehrberuf, Vortrag auf der Generalversammlung der sozial-und wirtschaftswissenschaftlichen Hochschullehrer am 24.9.1929, in: Protokoll der Generalversammlung der sozial-und wirtschaftswissenschaftlichen Hochschullehrer in Bad Kissingen am 24.9.1929, Hamburg 1929, S.31.Google Scholar
  15. 16.
    Leopold v. Wiese: Soziologie als Lehrfach und Lehrberuf, a.a.O., S.33.Google Scholar
  16. 17.
    Leopold v. Wiese: Soziologie als Lehrfach und Lehrberuf, a.a.O., S.35.Google Scholar
  17. 18.
    Vgl. Hans Freyer: Soziologie als Wirklichkeitswissenschaft, a.a.O., insbesondere Kapitel II, 9.: Ober ethische Wissenschaften, über Wirklichkeit überhaupt und über die Wertfreiheit soziologischer Erkenntnis, S.199ff.Google Scholar
  18. 19.
    Werner Sombart, in: Protokoll der Generalversammlung der sozial-und wirtschaftswissenschaftlichen Hochschullehrer in Bad Kissingen am 29.9.1929, a.a.O., S.41ff.Google Scholar
  19. 20.
    Leopold v. Wiese: Die Fankfurter Dozententagung, a.a.O., S.440.Google Scholar
  20. 21.
    Leopold v. Wiese: Soziologie als Lehrfach und Lehrberuf, a.a.O., S.29.Google Scholar
  21. 22.
    In seinem Tagungsbericht verweist v. Wiese auf die Verbindung zur Deutschen Gesellschaft für Soziologie und zum Verein für Sozialpolitik: “Bisher schon hat sich die Deutsche Gesellschaft für Soziologie dieser Frage (des akademischen Unterrichts HK) angenommen; es schien jedoch zweckmäßig, die Tagung der Dozenten nunmehr als freie Veranstaltung unabhängig von der Gesellschaft zu organisieren. Satzungsgemäß ist diese lediglich für Forschungszwecke bestimmt, von denen sich die Lehrberufe absondern lassen. Diese Verselbständigung entspricht auch dem Vorbild der Wirtschaftswissenschaften. Die Nationalökonomen sind als Forscher zum größeren Teil im Verein für Sozialpolitik organisiert, während für die Berufsfragen die Vereinigung der sozial-und wirtschaftwissenschaftlichen Hochschullehrer in Frage kommt.” (Leopold v. Wiese: Die Frankfurter Dozententagung, a.a.O., S.439)Google Scholar
  22. 23.
    Vgl. Leopold v. Wiese: Die Frankfurter Dozententagung, a.a.O., S.439.Google Scholar
  23. 24.
    Vgl. Leopold v. Wiese: Die Frankfurter Dozententagung, a.a.O., S.443.Google Scholar
  24. 25.
    Vgl. Leopold v. Wiese: Die Frankfurter Dozententagung, a.a.O., S.442.Google Scholar
  25. 26.
    Leopold v. Wiese: Die Frankfurter Dozententagung, a.a.O., S.446.Google Scholar
  26. 27.
    Karl Mannheim: Die Gegenwartsaufgaben der Soziologie, ihre Lehrgestalt, Tübingen 1932, S.4.Google Scholar
  27. 28.
    Karl Mannheim: Die Gegenwartsaufgaben der Soziologie, a.a.O., S.6.Google Scholar
  28. 29.
    Karl Mannheim: Die Gegenwartsaufgaben der Soziologie, a.a.O., S.15.Google Scholar
  29. 30.
    Karl Mannheim: Die Gegenwartsaufgaben der Soziologie, a.a.O., S.20.Google Scholar
  30. 31.
    Karl Mannheim: Die Gegenwartsaufgaben der Soziologie, a.a.O., S.18.Google Scholar
  31. 32.
    “Die im weitesten Sinne genommene Demokratisierung des Gesellschaftslebens, insbesondere der Politik im Sinne der potentiellen Mitbestimmung der breiten Masse, macht deren soziologisch-staatsbürgerliche Schulung unerläßlich. Von hier aus ist das Bestreben der französischen Lehrpläne verständlich, die eine Art soziologischer Staatsbürgerkunde kreieren und lehren wollen.” (Karl Mannheim: Die Gegenwartsaufgaben der Soziologie, a.a.O., S.38f) Auf französischer Seite war es Emile Durkheim, der die Soziologie in diesem Sinne in das Erziehungssystem inkorporieren wollte. Gerade an diesem Punkt entzündete sich eine heftige Auseinandersetzung zwischen Mannheim und Ernst Robert Curtius, der dadurch “deutschen Geist” in “Gefahr” sah: “Ohne den Namen Emile Durkheim zu erwähnen, wehrte sich Curtius dagegen, nach seinem Vorbild die Soziologie als eine Art Morallehre in den Schulen und Universitäten der Weimarer Republik einzuführen. Diese Vorstellung war politisch gefährlich und mußte letzten Endes auch die Stellung der Soziologie als akademisch anerkannte Disziplin in Frage stellen.” (Wolf Lepenies: Die Drei Kulturen, München, Wien 1985, S.378)Google Scholar
  32. 33.
    Karl Mannheim: Die Gegenwartsaufgaben der Soziologie, a.a.O., S.39f.Google Scholar
  33. 34.
    Karl Mannheim: Die Gegenwartsaufgaben der Soziologie, a.a.O., S.39.Google Scholar
  34. 35.
    Karl Mannheim: Die Gegenwartsaufgaben der Soziologie, a.a.O., S.51.Google Scholar
  35. 36.
    Leopold v. Wiese: Die Frankfurter Dozententagung, a.a.O., S.447.Google Scholar
  36. 37.
    Jerry Z. Muller: Radical conservatism and social theory; Hans Freyer and the other god that failed, Columbia University 1984, S.323f.Google Scholar
  37. 38.
    Ferdinand Tönnies: Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie, in: Kölner Vierteljahreshefte für Sozialwissenschaften 1, 1921, S.42.Google Scholar
  38. 39.
    Leopold v. Wiese berichtet über die “verborgene innere Spaltung” innerhalb der DGS, die bereits in der ersten Phase (von 1909 bis zum 1. Weltkrieg) zu Tage trat: “Die einen strebten nach praktischer Wirksamkeit; ihr Interesse war vorwiegend ethischer und politischer Natur. Sie wollten Anhänger für ihre Bekenntnisse werben. Sie stießen auf den entschiedenen Widerspruch bei denen, die jedes Werturteil verpönten. Aber gerade die Nichts-als-Theoretiker, die ihr Prinzip in der Diskussion auf die Spitze trieben und ihm durch die Handhabung der Geschäftsordnung Anerkennung erzwingen wollten, waren wohl am meisten enttäuscht.” (Leopold v. Wiese: Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie - Persönliche Eindrücke in den ersten fünfzig Jahren (1909–1959), in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 11, 1959, S.12. v. Wiese bezieht sich hier insbesondere auf Max Weber, der aufgrund des Nicht-einhaltens des Prinzips der Werturteilsenthaltsamkeit die DGS 1913 verließ. Im weiteren Verlauf war es v. Wiese selbst, der das Prinzip “auf die Spitze trieb” und nicht zuletzt dadurch die Gesellschaft für Soziologie der gesellschaftlichen Wirklichkeit entfremdete.Google Scholar
  39. 40.
    René König: Über das vermeintliche Ende der Deutschen Soziologie vor der Machtergreifung des Nationalsozialismus, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 36, 1984, S.8.Google Scholar
  40. 41.
    König verweist auf die “Grenzziehungen” und “Ermahnungen”, die die Mitglieder vom Vorstand hinnehmen mußten, vgl.: René König: Über das vermeintliche Ende der Deutschen Soziologie vor der Machtergreifung des Nationalsozialismus, a.a.O., S.8.Google Scholar
  41. 42.
    So erschienen selbst in der Mitgliederliste des Jahres 1929 der DGS nur Hans Freyer, Theodor Geiger, Andreas Walther und Alfred Weber als ordentliche Professoren für Soziologie, Fedor Stepun war außerordentlicher Professor, ebenso Gottfried Salomon. Hans Lorenz Stoltenberg war Privatdozent, ebenso Ernst Voegelin und Heinz Ziegler. Alle anderen der 136 Mitglieder lehrten entweder Soziologie neben einem anderen Fach, oder im Rahmen eines anderen Faches.Google Scholar
  42. 43.
    Zur akademischen Rangordnung vgl.: René König: Über das vermeintliche Ende der Deutschen Soziologie vor der Machtergreifung des Nationalsozialismus, a.a.O., S.7.Google Scholar
  43. 44.
    Vgl. Erhard Stölting: Akademische Soziologie in der Weimarer Republik, a.a.O., S.204.Google Scholar
  44. 45.
    “Edward Shils macht diesen Prozeß der akademischen Kultivierung der Soziologie ohne Institutionalisierung dafür verantwortlich, daß die entscheidenden Werke der ‘Gründer’ für die nachfolgende Generation weitgehend bedeutungslos blieben”. (Helmut Berking: Was ihr den Geist der Zeiten heißt… Anmerkungen zur Soziologie in der Weimarer Republik, in: Urs Jaeggi u.a., Geist und Katastrophe, Berlin 1983, S.39) Berking verweist im weiteren darauf, daß die Institutionalisierungsprozesse innerhalb der deutschen Universität nicht mit den anhand der amerikanischen Wissenschaftsorganisation und des amerikanischen Wissenschaftsverständnisses entwickelten Begriffen zu beschreiben sind.Google Scholar
  45. 46.
    Vgl. zum Weber-Kreis: Paul Honigsheim: Der Max Weber Kreis in Heidelberg, in: Kölner Vierteljahreshefte für Soziologie 5, 1926. Zur “Frühgeschichte” des Frankfurter Instituts für Sozialforschung vgl. Martin Jay: Dialektische Phantasie, Frankfurt 1976.Google Scholar
  46. 47.
    Vgl. Erhard Stölting: Akademische Soziologie in der Weimarer Republik, a.a.O., S.205.Google Scholar
  47. 48.
    Auch Ferdinand Tönnies hatte sich für diese Organisationsform eingesetzt, vgl. dazu auch Erhard Stölting: Akademische Soziologie in der Weimarer Republik, a.a.O., S.205.Google Scholar
  48. 49.
    “Die Themen der ‘Wertungen’ und des ’Praxisbezuges’ ziehen sich wie ’rote Fäden’ durch die Debatten auch des Vierten Soziologentages, ohne daß hier auch nur der Ansatz einer Einigung zu erkennen wäre.” (Dirk Kisler: Der Streit um die Bestimmung der Soziologie auf den Deutschen Soziologentagen 1910 bis 1930, a.a.O., S.220)Google Scholar
  49. 50.
    Zitiert nach Dirk Käsler: Der Streit um die Bestimmung der Soziologie auf den deutschen Soziologentagen, a.a.O., S.22.Google Scholar
  50. 51.
    Vgl. dazu etwa die Linie des Frankfurter Instituts für Sozialforschung, beschrieben von Martin Jay: Dialektische Phantasie, a.a.O., S.45ff.Google Scholar
  51. 52.
    So Adolf Günther, der dezidierte Marxist Alfred Meusel und der auf ethnozentrische Forschungen konzentrierte Berliner Soziologe Richard Thurnwaldt. Vgl. dazu Erhard Stölting: Akademische Soziologie in der Weimarer Republik, a.a.O., S.216.Google Scholar
  52. 53.
    Ebenfalls in den Rat kamen 1928 Hans Freyer, Theodor Geiger, Carl Schmitt, Alfred Vierkandt und Andreas Walther, vgl. dazu Erhard Stölting: Akademische Soziologie in der Weimarer Republik, a.a.O., S.216.Google Scholar
  53. 54.
    Dirk Käsler: Der Streit um die Bestimmung der Soziologie auf den deutschen Soziologentagen 1920 bis 1930, a.a.O., S.229.Google Scholar
  54. 55.
    Dirk Käsler: Der Streit um die Bestimmung der Soziologie auf den deutschen Soziologentagen 1920 bis 1930, a.a.O., 5.231.Google Scholar
  55. 56.
    Dirk Käsler: Der Streit um die Bestimmung der Soziologie auf den deutschen Soziologentagen 1920 bis 1930, a.a.O., S.237.Google Scholar
  56. 57.
    Erhard Stölting: Akademische Soziologie in der Weimarer Republik, a.a.O., S.217.Google Scholar
  57. 58.
    Vgl. dazu Erhard Stölting: Akademische Soziologie in der Weimarer Republik, a.a.O., S.215ff.Google Scholar
  58. 59.
    Vgl. Rundschreiben v. Wieses an die “Teilnehmer und die Eingeladenen der Dozententagung vom 28. Februar des Jahres”, Juli 1932, Tönnies-Nachlaß, Kiel.Google Scholar
  59. 60.
    Zit. nach Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, in: Josef Hülsdünker und Rolf Schellhase (Hrsg.): Soziologiegeschichte; Identität und Krisen einer ‘engagierten’ Disziplin, Berlin 1986, S.63.Google Scholar
  60. 61.
    Vgl. das Einladungsschreiben und die Tagesordnung, Tönnies-Nachlaß, Kiel.Google Scholar
  61. 62.
    Vgl. Schreiben Leopold v. Wieses an Ferdinand Tönnies, B. Mai 1933, a.a.O..Google Scholar
  62. 63.
    Schreiben Leopold v. Wieses an Ferdinand Tönnies, 17. Juni 1933, a.a.O..Google Scholar
  63. 64.
    Schreiben Leopold v. Wieses an die Mitglieder des Rates und des Ausschusses vom 17. Juni 1933, a.a.O..Google Scholar
  64. 65.
    Zitiert nach Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.65.Google Scholar
  65. 66.
    Schreiben Leopold v. Wieses an Franz Wilhelm Jerusalem, 1. Juli 1933, a.a.O..Google Scholar
  66. 67.
    Schreiben Leopold v. Wieses an Franz Wilhelm Jerusalem, 1. Juli 1933, a.a.O..Google Scholar
  67. 68.
    Carsten Klingemann: Soziologen vor dein Nationalsozialismus, a.a.O., S.62.Google Scholar
  68. 69.
    Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.66.Google Scholar
  69. 70.
    Zit. nach Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.66.Google Scholar
  70. 71.
    Vgl. Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., 5.66f.Google Scholar
  71. 72.
    Schreiben Ferdinand Tönnies’ an Leopold v. Wiese, 22. August 1933, a.a.O..Google Scholar
  72. 73.
    Schreiben Ferdinand Tönnies’ an Leopold v. Wiese, 22. August 1933, a.a.O..Google Scholar
  73. 74.
    Zitiert nach Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.68.Google Scholar
  74. 75.
    Rundschreiben Leopold v. Wieses an “einige Mitglieder” vom 3. Oktober 1933, a.a.O..Google Scholar
  75. 76.
    Vgl. Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.69.Google Scholar
  76. 77.
    Vgl. Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.69Google Scholar
  77. 78.
    Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.67.Google Scholar
  78. 79.
    Zitiert nach Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.70.Google Scholar
  79. 80.
    Schreiben Ferdiannd Tönnies’ an Leopold v. Wieses, 1. Dezember 1933, a.a.O..Google Scholar
  80. 81.
    Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.71.Google Scholar
  81. 82.
    Andreas Walther an Leopold v. Wiese, 19. Dezember 1933, a.a.O..Google Scholar
  82. 83.
    Andreas Walther an Leopold v. Wiese, 19. Dezember 1933, a.a.O..Google Scholar
  83. 84.
    Vgl. Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.72.Google Scholar
  84. 85.
    Zitiert nach Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.72.Google Scholar
  85. 86.
    Briefentwurf von Ferdinand Tönnies, 27.12.1933 veröffentlicht von: C. Bickel und J. Zander: Der Lotse geht von Bord.- Zu zwei unveröffentlichten Dokumenten aus dem Ferdinand Tönnies-Nachlaß der Schleswig-Holsteinschen Landesbibliothek. Veröffentlichung der Ferdinand Tönnies-Gesellschaft, Kiel, o.J..Google Scholar
  86. 87.
    Leopold v. Wiese an Ferdinand Tönnies, 3. Januar 1934, a.a.O..Google Scholar
  87. 88.
    Briefentwurf von Ferdinand Tönnies, a.a.O..Google Scholar
  88. 89.
    Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.73.Google Scholar
  89. 90.
    Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.73.Google Scholar
  90. 91.
    Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.74.Google Scholar
  91. 92.
    Zitiert nach Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.74.Google Scholar
  92. 93.
    Zitiert nach Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.74.Google Scholar
  93. 94.
    Zitiert nach Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.74–75.Google Scholar
  94. 95.
    Vgl. Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.75.Google Scholar
  95. 96.
    Zur Auseinandersetzung um die Rolle Hans Freyers vgl. etwa: Ralf Dahrendorf: Soziologie und Nationalsozialismus, in: Andreas Flitner (Hrsg.): Deutsches Geistesleben und Nationalsozialismus, Tübingen 1965. Vgl. aber insbesondere die Ausführungen M. Rainer Lepsius: Dessen Deutung der Freyerschen Rolle als “formlose Stillegung”, die zur “Vermeidung der Kompromittierung (der DGS, HK) durch nationalsozialistische, rassenhygienische und volkspädagogische Aktivitäten” geführt habe (M.R. Lepsius: Die Entwicklung der Soziologie nach dem zweiten Weltkrieg, 1945 bis 1967, in: Günther Lüschen (Hrsg.): Deutsche Soziologie nach 1945, Opladen 1979, S.28), wird in einer Replik des Freyer-Schülers Helmut Schelsky als Nachweis der “fundamental liberale(n) Wissenschaftsauffassung” Freyers gewertet. (vgl. Helmut Schelsky: Zur Entstehungsgeschichte der bundesdeutschen Soziologie - Ein Brief an Rainer Lepsius, in: dem. Rückblicke eines Anti-Soziologen, Opladen 1981, S.23). Mag eine liberalistische Haltung auch Freyers Umgang mit der Wissenschaftsgemeinschaft geprägt haben, so war sein Wissenschaftsentwurf doch ebenso antiliberal wie sein Politikverständnis und seine Auffassung von der Rolle der Soziologie. Vgl. zu Freyer auch: René König: Hans Freyer - Nekrolog, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 21, 1969, S.438ff, sowie ders.: Die Situation der emigrierten deutschen Soziologen in Europa, in: Wolf Lepenies (Hrsg.): Geschichte der Soziologie, Bd.4, Frankfurt 1981, S.115ff, sowie dem.: Die alten Geister kehren wieder… Helmut Plessner zum 90. Geburtstag am 4. September 1982, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 34, 1982, S.538ff, sowie ders.: Über das vermeintliche Ende der Deutschen Soziologie vor der Machtergreifung des Nationalsozialismus, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 36, 1984, S. 1ff.Google Scholar
  96. 97.
    Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.82. Als den Hauptinitiator des Versuchs, die DGS, bzw. die deutschen Soziologen dem neuen Staat anzudienen, benennt Klingemann den Verfassungs-und Verwaltungsrechtler Reinhard Höhn, der auch zu den Mitunterzeichnern der Einladung zur Jenaer Tagung gehört hatte. Höhn “… wurde am 1. Mai 1933 Mitglied der NSDAP und trat im Herbst des Jahres in die SS ein, nachdem er seit 1932 bereits für sie nachrichtendienstlich tätig war. Nun will er die Gunst der Stunde durch die ‘Säuberung’ der DGS für sich nutzen.” (Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.79) Daß sein Wirken erfolgreich war, belegt seine weitere Laufbahn: Zwar wurden seine “Ambitionen auf den Präsidentenstuhl der DGS” nicht befriedigt, er konnte sich jedoch bereits 1934 in Heidelberg habilitieren, wurde 1936 Direktor des “Instituts für Staatsforschung der Universität Berlin” und erhielt dort 1939 ein Ordinariat: “Möglich wurde diese steile Karriere durch Höhns Mitgliedschaft in der SS, seine Position als Kulturreferent im SD und seine enge Bekanntschaft mit Heinrich Himmler. Im SD baute er ab 1934 das ’Meinungsforschungsinstitut der Diktatur’auf, die sogenannte Lebensgebietberichterstattung, das die erste institutionalisierte Form eines sozial-wissenschaftlichen ’Frühwarnsystems’ darstellt…” (Carsten Klingemann: Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.80). Obwohl Höhn, so berichtet Klingemann weiter, wegen seiner “Jungdeutschen Vergangenheit” 1937–38 aus dem SD ausscheiden mußte, wurde er 1942 noch “wissenschaftlicher Direktor der ’Internationalen Akademie für Staats-und Verwaltungswissenschaften’ in Berlin, in der Verwaltungswissenschaft auf der Grundlage einer Verwaltungssoziologie gepflegt werden sollte.” (Carsten Klingemann, Soziologen vor dem Nationalsozialismus, a.a.O., S.80f) Vgl. zu Reinhard Höhn auch Helmut Schelsky, der ihn ebenfalls als die “treibende Kraft in dem Versuch der ’Gleichschaltung’” der DGS bezeichnet. (Helmut Schelsky: Zur Entstehungsgeschichte der bundesdeutschen Soziologie, a.a.O., S.28) Höhn scheint damit einer derjenigen zu sein, dem es gelang, die so vielfach gewünschte enge Verbindung zwischen soziologischer Praxisorientierung und politischer “Willensentscheidung” zugunsten der eigenen Karriere herzustellen.Google Scholar
  97. 98.
    Kurt Sontheimer: Antidemokratisches Denken in der Weimarer Republik, München (1962) 1978, S.169.Google Scholar
  98. 99.
    Vgl. Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender, 1931, Stichwort Hans Eibel.Google Scholar
  99. 100.
    Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender 1931, Stichwort Walter Heinrich.Google Scholar
  100. 101.
    Martin Greiffenhagen: Das Dilemma des Konservativismus in Deutschland, München 1977, S.352.Google Scholar
  101. 102.
    Vgl. dazu Johannes Weyer: Die Forschungsstelle für das Volkstum im Ruhrgebiet (1935–1941) in: Soziale Welt 35, 1984, S.129ff.Google Scholar
  102. 103.
    Vgl. dazu z.B. Gunther Ipsens Veröffentlichung: Ursprache, Sondersprache, Gemeinsprache, in: Blätter für deutsche Philosophie 4, 1930–31.Google Scholar
  103. 104.
    Vgl. Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender 1931, Stichwort Gustav Bebermeyer.Google Scholar
  104. 105.
    Fritz K. Ringer: Die Gelehrten, Stuttgart (1969) 1983, S.390.Google Scholar
  105. 106.
    Erich Jaensch: Die Wissenschaft und die völkische Bewegung, Marburg 1933.Google Scholar
  106. 107.
    Vgl. zur konservativen Revolution: Kurt Sontheimer: Antidemokratisches Denken in der Weimarer Republik, a.a.O., Martin Greiffenhagen: Das Dilemma des Konservativismus in Deutschland, a.a.O., Armin Mohler: Die konservative Revolution in Deutschland 1918–1932, Darmstadt (1950) 1972.Google Scholar
  107. 108.
    Martin Greiffenhagen: Das Dilemma des Konservativismus in Deutschland, a.a.O., S.288.Google Scholar
  108. 109.
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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1989

Authors and Affiliations

  • Helene Kleine
    • 1
  1. 1.Studium der Soziologie, Erziehungswissenschaft und SozialpsychologieHeinrich Heine Universität DüsseldorfDeutschland

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