Advertisement

Zur bisherigen empirischen Erforschung von Lebensstilen

Chapter
  • 186 Downloads

Zusammenfassung

Zwischen der zunehmenden theoretischen Bedeutung des Lebensstilkonzepts in der Sozialstrukturanalyse und seiner empirischen Erfassung klafft eine Lücke, die sich z.T. auf die Verschiedenartigkeit der theoretischen Konzeptualisierung und, damit verbunden, seiner Operationalisierung bezieht (Lebensstile als Einstellungen und Wertorientierungen, Lebensstile als Kombination von Einstellungen und Wertorientierungen mit Merkmalen der sozialen Lage (vgl. Gluchowski 1988; Mitchel 1983) oder Lebensstile als Dimension manifesten Verhaltens (vgl. Lüdtke 1989, 1990, 1992a; Bourdieu 1982; Schulze 1992; Sobel 1981)). Eine zweite Ursache hierfür liegt darin, daß wesentliche Teile des analytischen Konzepts von Lebensstilen (so der Habitus bei Bourdieu, die existentiellen Anschauungsweisen bei Schulze oder der Prozeß der Herausbildung von Alltagsroutinen bei Lüdtke) überhaupt nicht direkter empirischer Erfassung zugänglich sind, sondern nur interpretativ erschlossen werden können, ein Tatbestand, der ein Verhältnis von Empirie und Theorie nahelegt, das nicht kompatibel mit formalen Theorien im Popper’schen Sinne ist.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations