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Eine Theoriegeschichte der Soziologie von Lebensstilen

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Zusammenfassung

Der Begriff „Lebensstil“ zählt gegenwärtig zu den am wenigsten konventionalisierten soziologischen Konzepten. Für die Entwicklung eines angemessenen definitorischen Rahmens ist es deshalb notwendig, die Anfänge und Verwendungszusammenhänge nachzuzeichnen, in denen dieser Begriff seit der Jahrhundertwende in der Soziologie benutzt wurde. Dabei wird zunächst auf drei „klassische” Lebensstilkonzepte eingegangen: Thorsten Veblen (1989) interessierte sich für den demonstrativen Konsum der „Mußeklasse“ um die Jahrhundertwende und spricht damit bereits zwei wesentliche Elemente heutiger Lebensstildefinitionen an: ihren expressiven Charakter und das mit ihnen verbundene Streben nach sozialer Anerkennung und Prestige. Georg Simmel (1989) beschreibt aus kulturkritischer Perspektive die mit der Moderne verbundene Veränderung des Verhältnisses von „Stil” und Subjekt. Nach seiner Anschauung führt die Pluralisierung von Stilen zu einer Verflachung und Beliebigkeit bei der Stilaneignung durch die Individuen. Max Weber (1972) schließlich unterscheidet zwischen Klassenlagen, die zentral durch die marktvermittelte Stellung zu den Produktionsmitteln gekennzeichnet sind, und ständischen Lagen, deren Ziel in der Monopolisierung von „Ehre“ liegt und die sich durch spezifische Formen gemeinsamer Lebensführung differenzieren.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

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