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Diskussion

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Zusammenfassung

Ausgangspunkt dieser Arbeit waren Diskussionen, die seit Beginn der 80er Jahre um das Paradigma strukturierter sozialer Ungleichheit geführt werden. Im Kern lassen sich hierbei zwei Argumentationslinien unterscheiden: Vertreter einer „klassischen“ Position (vgl. Mayer & Blossfeld 1990; Geissler 1990, 1992; Strasser 1987) argumentieren dahingehend, das Konzept sozialer Schichten bzw. Klassen beschreibe Ungleichheit nach wie vor in angemessener Weise und die hierdurch erfaßten objektiven Ungleichheitsrelationen hätten sich nur unwesentlich verändert. Dieser Argumentation wird von einigen Autoren (Berger 1986; Hradil 1987; Beck 1986, 1993, 1994; Müller 1992; bezogen auf einzelne Kritikpunkte Kreckel 1992) entgegengehalten, durch das Schichtungsparadigma würden nicht-meritokratische und außerhalb der Erwerbstätigkeit angesiedelte Dimensionen und Zuweisungskriterien (beispielsweise askriptive Merkmale wie Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft, aber auch regionale Disparitäten und staatliche Transferleistungen) sozialer Ungleichheit nur unzureichend erfaßt. Zudem sei eine handlungstheoretische Verkürzung feststellbar, da von der objektiven Ressourcenverteilung direkt auf ungleichheitsrelevantes Verhalten geschlossen werde, eine Ableitung, in der kein Platz für subjektive Interpretationsprozesse und Zielvorstellungen sei. Um diesen theoretischen Mangel zu beheben, wurde als Perspektivenerweiterung das Lebensstilkonzept für die Analyse sozialer Ungleichheit vorgeschlagen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

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