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Modelle sozialer Identität — ein systematischer Vergleich von Fallinterpretationen

  • Albert Scherr
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Zusammenfassung

Im folgenden werden vier Fälle aus jeder der beiden Untersuchungsgruppen, die zunächst einer intensiven Einzelfallinterpretation unterzogen wurden, dargestellt. Diese werden auf der Grundlage der theoretisch entwikkelten Gesichtspunkte (Zentrierungen der sozialen Identität, soziale Zuordnung, biographische Verlaufsmuster, Konzipierungen subjektiver Handlungskompetenz; siehe Kapitel II) systematisiert und verglichen. Damit ist beabsichtigt aufzuzeigen, welche Modelle sozialer Identität innerhalb jeder der beiden Untersuchungsgruppen als Hintergrund der individuellen biographischen Konstruktion bedeutsam sind.

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Referenzen

  1. 63.
    Dies begründet grundsätzlich eine spezifische Perspektivität empirischer soziolo-gischer Forschung. Es wäre z. B. auch möglich gewesen, AW, die in unserer Studie als Auszubildende in den Blick genommen wird, als Mitglied einer Gruppe von Autonomen zu befragen und die Studentin UT als Mitglied eines selbstverwalteten Kulturprojekts. Die Einsicht Max Webers, daß die Wirklichkeit bekanntlich keiner wissenschaftlichen Disziplin angehört, ist in diesem Sinne zu radikalisieren: Die komplexe Lebenswirklichkeit von Individuen ist soziologischen Forschungsprojekten nur im Rahmen ihrer je spezifischen Relevanzen und Typisierungen zugänglich.Google Scholar
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    Siehe dazu die Kapitel III und IV dieses Berichts, in denen gruppentypische Konzipierungen subjektiver Handlungskompetenz aufgezeigt wurden.Google Scholar
  3. 65.
    Im Rahmen unserer qualitativen Studie können wir keine Aussage darüber treffen, in welchem Verhältnis Orientierungen an einem neuen kulturellen Modell zu klassischen arbeits- und berufszentrierten Orientierungen stehen. Wie sich im folgenden zeigen wird, finden sich bei den von uns Befragten Varianten beider Formen.Google Scholar
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    Explizit wird diese etwa in folgenden Aussagen, mit denen er sein Verhältnis zur Fachschaftsarbeit kommentiert: „Ha gut. Dazu kann ich zu wenig sagen. Dazu bin ich zu wenig hier, nehm ich zu wenig hier aktiv am Treiben teil, weil ich halt, wenn ich fertig bin mit der Vorlesung, fahr ich nach Hause ... .“(TW, 38) „Ja, und wie gesagt, an der Universität, so diese Veranstaltungen, die da sind, das ist halt nichts, weil ich, wenn ich nach Hause will, will ich nach Hause.“ (TW, 38)Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Albert Scherr

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