Advertisement

Kommunistische, sozialistische und sozialdemokratische Parteien

  • Dorothée de Nève
Part of the Junge Demokratien book series (JUNGD, volume 7)

Zusammenfassung

Im folgenden werden zunächst die Spezifika des postsozialistischen Parteibildungsprozesses erörtert. Es folgt eine kurzgefasste Darstellung über die kommunistischen, sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien, die in Albanien, Bulgarien und Rumänien nach 1989/90 existierten. Schließlich werden die Auswahlkriterien der für diese Untersuchung relevanten Parteien festgelegt und der Untersuchungsgegenstand bestimmt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    „In allen irgendwie umfangreichen (…) politischen Verbänden mit periodischen Wahlen der Gewalthaber ist der politische Betrieb notwendig: Interessenvertrieb. Das heißt, eine relativ kleine Zahl primär am politischen Leben, also an der Teilnahme der politischen Macht, Interessierter schaffen sich Gefolgschaft durch freie Werbung, präsentieren sich oder ihre Schutzbefohlenen als Wahlkandidaten, sammeln die Geldmittel und gehen auf den Stimmenfang. Es ist unerfindlich, wie in großen Verbänden Wahlen ohne diesen Betrieb überhaupt sachgemäß zustande kommen sollten“ (Weber 1919: 57). Dabei unterstellt Weber, dass alle Parteikämpfe nicht nur Kämpfe um sachliche Ziele seien, sondern vor allem auch um Ämterpatronage (Weber 1919: 45).Google Scholar
  2. 2.
    „they are transitional because they were brought into being, by the transition process itself and did not themselves cause the trasition. They were mainly by-products of the decaying regimes and they did not emerge from within the old communist societies with any coherent program, articulated ideology, clear-cut blueprints for change, or strong organizational basis. They are transitory because their original positioning on the political map was in response to the problems of transition, so that they can be expected to disappear or undergo radical changes once a new equilibrium emerges“ (Elster, Offe, Preuss 1998: 132).Google Scholar
  3. 3.
    Die Umbenennung in PPSH erfolgte 1948 (Szajkowski 1994: 19).Google Scholar
  4. 4.
    Zur Nachfolge Hoxhas siehe Schmidt-Neke (1993b: 791). Bei den Parlamentswahlen 1991 verlor Ramiz Alia sein Mandat, wurde jedoch kurze Zeit später zum Präsidenten Albaniens gewählt. Nach seinem freiwilligen Rücktritt nach der Wahlniederlage der PSSH am 3. April 1992 wurde er verhaftet und wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt, 1995 jedoch vorzeitig aus der Haft entlassen (RFE/RL.: 7. Juli 1995). Nexhmije Hoxha wurde 1993 zu zwölf Jahren Haft verurteilt, und ihr Sohn Ilir Hoxha wurde 1995 ebenfalls verurteilt und später unter Hausarrest gestellt (RFE/RL: 21. September 1995).Google Scholar
  5. 5.
    Skënder Gjinushi war bei den Wahlen 1991 noch erfolglos als Kandidat der PPSH angetre- ten.Google Scholar
  6. 6.
    Angabe aus einem parteiinternen Dokument der PSDSH: Anetaresia Sipas Strukturave Dhe Shtrirja E Tyre Be Vend. Tirana 1999.Google Scholar
  7. 7.
    Interview mit Arian Starova und Teodor Laço am 20. März 1998, Tirana.Google Scholar
  8. 8.
    Zum Rücktritt 2ivkovs siehe Höpken (1990e: 627ff) und Höpken (1990a: 5ff.). 1992 wurde Zivkov unter anderem wegen persönlicher Bereicherung verurteilt und verbrachte die Zeit bis zu seinem Tode unter Hausarrest (RFE/RL: 7. Juli 1995).Google Scholar
  9. 9.
    Der Alternativen Sozialistischen Vereinigung gehörten 2.400 Mitglieder innerhalb der BSP an (Nikolaev 1990: 9). Die ASO verstand sich als radikaler Reformflügel innerhalb der Partei. Ihr Vorsitzender war Ivan Nikolov (Danevski 1990: 9). Im Laufe der Zeit hat sich die ASA mehrfach gespalten. Ein Teil trat 1997 der SDS bei, ein anderer Teil unter der Führung von Stefanov gehörte zu den Mitbegründern der Eurolinken, ein weiterer kleiner Teil blieb in der BSP (Interview mit Lyubomir Kyuchukov und Philip Bokov, 30. September 1997, Sofia).Google Scholar
  10. 10.
    Die Bewegung für Demokratischen Sozialismus wurde bereits im November 1989 als antistalinistische Allianz gegründet. Ihr Vorsitzender war damals Aleksander Tomov, heute Vorsitzender der Eurolinken (BEL) (Danevski 1990: 38).Google Scholar
  11. 11.
    Vorsitzender dieser Gruppierung war Peter-Emil Mitev (Danevski 1990: 41).Google Scholar
  12. 12.
    Interview mit Miroslav Popov, 25. November 1998, Sofia.Google Scholar
  13. 13.
    Interview mit Mintcho Mintcheff, 27. November 1998, Sofia.Google Scholar
  14. 14.
    Hierbei handelte es sich um eine Splittergruppe der BSDP.Google Scholar
  15. 15.
    Resolution of the First Congress of the United Labour Block. Labour Block: Political Declaration. Sofia 1997.Google Scholar
  16. 16.
    Angaben aus einem parteiinternen Dokument der BSS, damals Sozialdemokratische Partei. Sofia 1998.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. Die Tageszeitung, 29. September 1989 und Frankfurter Rundschau, 14. Oktober 1989.Google Scholar
  18. 18.
    Ein ursprünglich ausgesprochenes Verbot der Partei (Recht in Ost und West 3/1990: 177) wurde später wieder zurückgenommen. Das Eigentum des RKP wurde durch ein Dekret (Dekret Nr. 30/1990) konfisziert und in Staatseigentum überführt (lonescu 1990: 55).Google Scholar
  19. 19.
    fusionierten unter anderem die Partei für den Nationalen Wiederaufbau und Demokratie (Partidul pentru Reconstructia Nationalä $i Democratica) und die Demokratische Front von Rumänien (Frontul Democrat din România) mit der FDSN, 1993 kam die Rumänische Sozialistische Demokratische Partei (PSDR) (Partidul Socialist Democratic Roman) hinzu.Google Scholar
  20. 20.
    Zu aktuellen Informationen zur PDSR siehe: http://www.pdsr.ro.Google Scholar
  21. 21.
    Die Demokratische Partei war ihrerseits aus drei Parteien hervorgegangen: Partei Allianz für Demokratie (Partidul Aliata pentru Democratie), Partei des Volkes von Rumänien (Partidul Poporului din România) und Rumänische Sozialdemokratische Christliche Partei (Partidul Social-Democrat Cre$tin Roman).Google Scholar
  22. 22.
    Zu aktuellen Informationen zur PD siehe: http://www.pd.ro.Google Scholar
  23. 23.
    Die Nachfolge von llie Verde(hat Ion Sasu am I. Juli 2000 angetreten (Stoica 2001: 266).Google Scholar
  24. 24.
    Zur Genealogie der Nachfolgeparteien siehe Orenstein (1998: 486ff.) und Pop-Eleche§ (1999: 1 17ff.).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Dorothée de Nève
    • 1
  1. 1.HalleDeutschland

Personalised recommendations