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Politikwechsel nach Machtwechseln

Die Wirtschaftspolitik der Regierungen Kohl und Schröder im Vergleich
Chapter
Part of the Herausgegeben im Auftrag der Sektion „Regierungssystem und Regieren in der Bundesrepublik Deutschland“ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) book series (DVPW)

Zusammenfassung

Im Unterschied zu den übrigen Beiträgen dieses Bandes sollen im folgenden die Auswirkungen von Regierungswechseln auf die Staatstätigkeit in Deutschland im Zentrum der Analyse stehen. Eine solche Untersuchung in diesem Band ist naheliegend, da ein zentraler Zweck von Wahlen in Demokratien ja die Ermöglichung von Regierungswechseln ist, die aber wiederum — vom Standpunkt der Demokratietheorie betrachtet — auch Politikwechsel hervorbringen sollten. Dabei fällt allerdings auf, daß in der Bundesrepublik nur eine sehr lose Beziehung zwischen Wahlen und Regierungswechseln besteht. Im Grunde wurde 1998 zum ersten Mal ein Regierungswechsel mittels Wahlen herbeigeführt, während alle vorherigen Machtwechsel in erster Linie auf Koalitionswechsel zurückzuführen waren und häufig — mit Ausnahme der Gründung der sozial-liberalen Koalition 1969 — nicht unmittelbar mit Wahlen zusammenhingen (vgl. Jesse 1998).

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