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Die politikwissenschaftliche Regierungslehre und ihre Beziehung zu Verwaltungs- und Staatslehre

  • Thomas Ellwein

Zusammenfassung

In den 60er Jahren haben einige Vertreter der deutschen Politikwissenschaft einerseits ihr Interesse der älteren Kameralistik, Polizeiwissenschaft und der Staatswissenschaft des 19. Jahrhunderts zugewandt und andererseits danach gefragt, welche Rolle das Regieren in der damaligen Trias der Politikwissenschaft (Theorie, Internationale Politik, Regierungssystem oder Innenpolitik) eigentlich spielen müsse. Den Anlaß zu dieser Frage bot der Tatbestand, daß in jener Zeit die Beschäftigung mit dem Parlament, den Parteien und den Verbänden überwog, während über die Bundes- und die Landesregierungen praktisch noch keine Untersuchungen vorlagen, das Spektrum der öffentlichen Aufgaben kaum einen Politikwissenschaftler interessierte. — Ich will die Vorgeschichte der Bemühungen um eine Regierungslehre unter einem bestimmten Aspekt skizzieren (I und II), dann auf diese Bemühungen selbst (III) und auf ihr Scheitern eingehen (IV), um daran einige Überlegungen über die weitere Entwicklung anzuknüpfen (V). Dabei muß in den ersten vier Abschnitten die Auswahl notwendig etwas subjektiv gefärbt sein, zumal ich in den 60er Jahren beteiligt war. Der letzte Abschnitt entspricht meinem gegenwärtigen Erkenntnisstand und spiegelt vorwiegend meine Auffassungen und Interessen wider.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1990

Authors and Affiliations

  • Thomas Ellwein

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