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Problemstellung und Gang der Untersuchung

  • Joachim Deppe
Part of the Bochumer Beiträge zur Unternehmungsführung und Unternehmensforschung book series (BBUU)

Zusammenfassung

Formen der Kleingruppenarbeit stellen keine Besonderheit mehr in einer Unternehmung dar. Sie existieren schon lange: Je nach Intention gibt es die verschiedensten Typen dieser Arbeitsform, und zwar auf den unterschiedlichen hierarchischen Ebenen, in unterschiedlichen personellen Zusammensetzungen, mit vorgegebenen oder selbstgewählten, befristeten oder unbefristeten Aufgaben und mit unterschiedlichen Einbettungen in die vorhandene Unternehmungsorganisation. Neben den unternehmensverfassungsrechtlich vorgeschriebenen Gruppen mit gemeinsamer Leitungsfunktion und kollektiver Entscheidungsbefugnis in der Unternehmung (z.B. Vorstand einer AG) sind auch Projektteams, Wertanalyse-Teams, Task-Forces oder andere Gruppen mit zeitlich befristeten Sonderaufgaben im Sinne einer Ergänzung der vorhandenen Organisationsstruktur kein Novum mehr in der Unternehmung. Diese Form der temporären Kleingruppenbildung mit beratender Funktion, aber ohne Entscheidungsfunktion gehört zu den klassischen gruppenorientierten Organisationsformen, die als fakultativer Bestandteil der Unternehmungsorganisation gelten können, ohne die vorhandene Struktur als solche zu ändern (es sei denn, die Organisationsstrukturänderung ist die vorgegebene Arbeitsaufgabe, z.B. eines Projektteams).

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Literatur

  1. 1).
    Siehe dazu für viele: Rohmert/Weg, Gruppenarbeit; Fotilas, Arbeitshumanisierung.Google Scholar
  2. 2).
    Vgl. die Synonyma in Kapitel III.A.1. dieser Arbeit.Google Scholar
  3. 3).
    Auf die grundsätzliche Erörterung der Japan-Debatte kann hier ohne Verständnisprobleme verzichtet werden. Siehe dazu bspw. die Monographien von Fürstenberg, Erfolgskonzepte; Gaugler/Zander, Japaner; Ouchi, Theory Z; Pascale/Athos, Art; Lecher/Welsch, Mythos; McMillan, System.Google Scholar
  4. 4).
    Schätzungen für 1989 gehen von rund 1500 Unternehmungen mit derartigen Kleingruppenaktivitäten in der BRD aus (so bspw. Engel, Sozialtechnik, S. 10; Gottschall/Rüßmann, Team, S. 220). Darunter befinden sich nach einer Erhebung (1989) von Bungard, 70 der 100 umsatzgrößten deutschen Unternehmungen (vgl. Deppe, Mischformen, S. 20 ).Google Scholar
  5. 5).
    So z.B. für die BRD die Deutsche Quality Circle Gesellschaft (DQCG), für Großbritannien die National Society of Quality Circles, für die USA die Association for Quality and Participation (AQP) [früher: International Association of Quality Circles (IAQC)), für Frankreich die Association francaise pour les Cercles de Qualité et la Qualité Totale (AFCERQ), für Italien die Associazione Nazionale Circoli della Qualita Italiani (ANCQUI), für Schweden die Svensk Qualitetscirkelforening (SQCF), für Spanien das Centro Espanol de Circulos de Calidad (CECC), für Belgien die Association des Praticiens de la Qualité par le Management participatif (PRACQ) und in Indien das Quality Circle Forum of India. Die europäischen Qualitätszirkel-Verbände haben sich 1987 zur European Federation of Quality Circle Associations (EFQCA) zusammengeschlossen. Auch die 1988 gegründete European Foundation for Quality Management (EFQM) hat sich des Themas angenommen.Google Scholar
  6. 6).
    So wurde neben den großen Konferenzen der IAQC in den USA im März 1991 bereits der 3. Europäische Quality Circle und Quality Management Kongreß in London abgehalten.Google Scholar
  7. 7).
    Die Redundanz der angebotenen Informationen beklagt auch Lukie, Analyse, S. 275; vgl. ferner Bungard/Wiendieck, Problematik, S. 46–47.Google Scholar
  8. 8).
    Siehe die Zusammenstellung der Forschungsdefizite bei Deppe, Ideenmanagement.Google Scholar
  9. 9).
    Siehe Kunstek, Humanisierung, S. 209; Schüttkemper, Probleme, S. 1164; Gebhardt/Heitmeyer, Lernstatt, S. 57.Google Scholar
  10. 10).
    Vgl. Gibson, Circles, p. 4; Srinivasan, Influence, pp. 19, 26; Dean, Investigation, pp. 2,3,5; Wolff, Intervention, pp. Abstract, 1, 140; Blair/Whitehead, Quality, p. 23.Google Scholar
  11. 11).
    Zu den verschiedenen Wissenschaftszielen siehe Chmielewicz, Forschungskonzeptionen, S. 10–14.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1992

Authors and Affiliations

  • Joachim Deppe

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