Advertisement

Normung der Qualität in der betrieblichen Weiterbildung: Zwischen betrieblich-organisatorischer und professioneller Handlungslogik

Chapter
  • 205 Downloads

Zusammenfassung

Im folgenden geht es um die systematische Bestimmung der Grenzen und Kontexte, in denen Strategien der Qualitätssicherung betrieben werden können. Als fundamental wird die Unterscheidung zwischen betrieblich-organisatorischen und professionellen Handlungslogiken angesehen. Sie stellt eine gerade für die Affinäten der betrieblichen Weiterbildung zur Qualitätsnormung und zum Qualitätsmanagement zentrale Unterscheidung dar. Die Bedeutung dieser in der Organisationsforschung als Unterscheidung von Stab und Linie klassischen Bezeichung innerorganisatorisch differierender Steuerungsmechanismen hat sich keineswegs überlebt. Sie ist vielmehr in neuer Weise aktuell, weil man an ihr zeigen kann, daß die Bearbeitung von Qualitätsproblemen auf der einen oder auf der anderen Ebene mit einem diskontinuierelichen Übergang zwischen Kontexten verbunden ist: Der organisatorische, dem Managen im eigentlichen Sinne unterworfene Kontext folgt einem anderen Muster handlungslogischer Zugänglichkeit als professionelle, der Besonderung des Expertenhandelns zugängliche Kontext. Die Debatte um die ISO-Norm hat der diskontinuierlichen Zugänglichkeit von Qualitätsstrategien bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturverzeichnis

  1. Abbott, A.: The System of Professions. An Essay an the Division of Expert Labor. Chicago 1988.Google Scholar
  2. Axmacher, D.: Religion, Berufsaskese und Mitarbeiterentwicklung. Vom Geist des Kapitalismus zur Unternehmenskultur. In: M. Kipp u.a.: Paradoxien in der beruflichen Aus-und Weiterbildung. Zur Kritik ihrer Modernitätskrisen. Frankfurt/M. 1992, S. 131–148.Google Scholar
  3. Bahnmüller, R./Bispinck, R./Schmidt, W.: Qualifizierung und berufliche Weiterbildung als Gegenstand der Tarifpolitik. In: Gewerkschaftliche Bildungspolitik 45, Heft 10 1992, S. 228–232.Google Scholar
  4. Beck, U./Brater, M./Daheim, J.: Soziologie der Arbeit und Berufe. Grundlagen, Problemfelder, Forschungsergebnisse. Reinbek 1980.Google Scholar
  5. Bognanno, M./Sparrow, P.: British Petroleum (BP). In: J. M. Hiltrop, /P. Sparrow (Hrsg.): Human Resource and Change Management. London u.a. 1995, S. 124–144.Google Scholar
  6. Crozier, M./Friedberg, E.: Die Zwänge kollektiven Handelns. Über Macht und Organisation. Neuausgabe, Königstein/Ts. 1995.Google Scholar
  7. Decker, F.: Bildungsmanagement für eine neue Praxis. Lernprozesse erfolgreich gestalten, pädagogisch und betriebswirtschaftlich führen, budgetieren und finanzieren. München 1995.Google Scholar
  8. Dehnbostel, P./Holz, H./Novak, H.: Lernen für die Zukunft durch verstärktes Lernen am Arbeitsplatz. Dezentrale Aus-und Weiterbildungskonzepte für die Praxis. Berlin 1992.Google Scholar
  9. Faulstich, P./Lindecke, Chr.: Personalentwicklung und Qualifikationsansätze. Kassel 1995.Google Scholar
  10. Fischer, J.: Der Meister. Ein Arbeitskrafttypus zwischen Erosion und Stabilisierung. Frankfurt/M./New York 1993.Google Scholar
  11. Grob, R. (1994): Erfahrungen mit teilautonomen Arbeitsgruppen in der Siemens AG. In: C. H. Antony (Hrsg.): Gruppenarbeit in Unternehmen. Konzepte, Erfahrungen, Perspektiven. Weinheim 1994, S. 249–267.Google Scholar
  12. Gumpp, G.B./Wallisch, F.: ISO 9000 entschlüsselt. Landsberg/Lech 1995.Google Scholar
  13. Hanft, A.: Personalentwicklung zwischen Weiterbildung und „organisationalem Lernen“. München/Mering 1995.Google Scholar
  14. Harney, K./Kade, J.: Von der konventionellen Berufsbiographie zur Weiterbildung als biographischem Programm — Generationslage und Betriebserfahrung am BeispielGoogle Scholar
  15. von Industriemeistern. In: H.-H. Krüger (Hrsg.): Abschied von der Aufklärung? Perspektiven der Erziehungswissenschaft. Opladen 1990, S. 211–224.Google Scholar
  16. Heinemann, U.: Rationalisierung in der Sackgasse: Technologiediskussion und Rationalisierungsprozeß in der Weimarer Republik. In: WSI — Mitteilungen H. 3 1985, S. 151–168.Google Scholar
  17. Ischebeck, W./von Arx, S.: Aus-und Weiterbildung als eigenständige Bildungsgesellschaft bei IBM. In: R. Wunderer/Th. Kuhn (Hrsg.): Innovatives Personalmanagement: Theorie und Praxis unternehmerischer Personalarbeit. Neuwied/Berlin 1995, S. 499–524.Google Scholar
  18. Jechle, Th./Kolb, M./Winter, A.: Bedarfsermittlung in der betrieblichen Weiterbildung. In: Unterrichtswissenschaft. Zeitschrift für Lernforschung, Jg. 22, Heft 1 1994, S. 322.Google Scholar
  19. Kieser, A.: Managementlehre und Taylorismus. In: ders. (Hrsg.): Organisationstheorien. Stuttgart/Berlin/Köln 1995, 2. Auflage, S. 57–89.Google Scholar
  20. Kloas, P.-W./Puhlmann, A.: Qualifizierung in den ersten Berufsjahren. Zur Bedeutung des Lernfelds „Arbeitsplatz“ für junge Fachkräfte. In: P. Dehnbostel/H. Holz/ H. Novak (Hrsg.): Lernen für die Zukunft durch verstärktes Lernen am Arbeitsplatz. Berlin 1992, S. 303–318.Google Scholar
  21. Köhler, K.: DIN ISO 9000 ff. München 1995.Google Scholar
  22. Luhmann, N.: Legitimation durch Verfahren. Berlin/Neuwied 1969.Google Scholar
  23. Moldaschl, M./Schultz-Wild, R.: Arbeitsorientierte Rationalisierung. München 1994. Neumann, K.-H./Spree, B.: Bankkaufleute im Beruf. Tätigkeitsmerkmale und beruflicheGoogle Scholar
  24. Qualifizierung nach Abschluß der Ausbildung. Berlin (Bundesinstitut für Berufsbildung) 1991.Google Scholar
  25. Pawlowsky, P./Bäumer, J.: Betriebliche Weiterbildung. Management von Qualifikation und Wissen. München 1996.Google Scholar
  26. Schreyögg, G.: Der Managementprozeß — neu gesehen. In: Staehle, W.H./Sydow, J.: Managementforschung 1. Berlin/New York 1991, S. 255–290.CrossRefGoogle Scholar
  27. Wegeleben, A.: Die Rationalisierung im Deutschen Werkzeugmaschinenbau. Berlin 1924.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations