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Das Politbarometer heute: Ein TV-Klassiker in Zeiten von „Deutschland sucht den Superstar“

  • Bettina Schausten

Zusammenfassung

Beginnen wir mit einer ketzerischen These. Das Politbarometer ist schlechtes Fernsehen. Oder noch schlimmer: Genau genommen ist das Politbarometer gar kein Fernsehen. Un-Fernsehen, Anti-Fernsehen. Kein Fernsehen gemessen an den Bedürfnissen, die jeder Programmplaner für den späten Freitagabend als zu befriedigende beschreiben würde. Eine Arbeitswoche geht zu Ende. Die Zuschauer suchen, ermüdet von der Last des Alltags, Zerstreuung, Unterhaltung, Ablenkung. Leichte Kost. Und was bekommen sie im ZDF-Programm? Schwerste Kost. Einen knapp zehnminütigen Vortrag, vollgestopft mit Zahlen, Daten und Namen. Säulen, Verlaufskurven und Kuchenstücke. Statt mit Sahne mit Senf. Der versöhnt nicht, der lässt schaudern. Vor allem aber: Keine richtigen Bilder. Zehn Minuten Programm im Medium der Bilder — nur mit Grafiken. Und ein Inhalt, der schreit nach Lese-Fähigkeit. Halt! Was war das, wie war das? Schon vorbei. Versendet, die Prozentzahl, verflogen, die Kurve! Verloren, der Zuschauer?

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Bettina Schausten

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