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Politbarometer pp 327-334 | Cite as

Der Nutzen des Politbarometers für die Außendarstellung Deutschlands

  • Dieter Dettke

Zusammenfassung

Nur wer Zahlen nennt ist glaubwürdig, lautet eine alte politische Weisheit und sie gilt nicht nur für den politischen Kampf im innenpolitischen Umfeld. Sie trifft auch für die Außendarstellung Deutschlands zu. Zahlen und Daten darüber, wie Deutsche denken, welche politischen Prioritäten und parteipolitischen Präferenzen sie haben, all das ist für die Außendarstellung Deutschlands außerordentlich nützlich — wenn auch nicht erschöpfend. Deutschland hat es als Land mit einer ungeheuren historischen Belastung durch die Nazizeit auch als Demokratie und jetzt sich selbst als Berliner Republik verstehende, relativ junge Nation nicht ganz einfach, zu einer angemessenen Außendarstellung zu finden. Eine rein nationale Außendarstellung würde außerdem angesichts unseres europäischen Selbstverständnisses zu kurz greifen. Eine der wichtigsten Lehren aus der deutschen Geschichte ist deshalb, Außendarstellung nicht zentral sondern pluralistisch zu begreifen. Je mehr Deutsche selbst Botschafter des deutschen Selbstverständnisses sind, desto besser und langfristig auch überzeugender. Für amtliche Wächter über das Bild Deutschlands im Ausland ist dieser Ansatz natürlich ein Albtraum. Das Vertrauen auf den Bürger als Botschafter macht im deutschen Fall aber Sinn.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Dieter Dettke

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