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Zusammenfassung

Die Entwicklung und Verbesserung von Produkten wird zunehmend als ein entscheidender Faktor für das Bestehen und das Wachstum von Unternehmen angesehen. Die Schaffung neuer oder die Verbesserung vorhandener Produkte stellt das Ziel der Produktentwicklung dar (HWProd 1996, Sp. 1426). Die Produktkonzeption, als eine direkt nach der Aufgabenklärung angesiedelte frühe Phase der Produktentwicklung, hat dabei die Aufgabe, die grundsätzlichen Realisierungsprinzipien der vom Kunden geforderten Produktfunktionen festzulegen. Aufgrund des frühen Zeitpunktes im Rahmen der Entwicklung des Produktes ist die Datenlage noch als unsicher einzustufen und zahlreiche Systemzusammenhänge lassen sich nur qualitativ beschreiben, es herrscht somit eine hohe Planungsunsicherheit. Auf der anderen Seite haben Entscheidungen der frühen Phasen der Produktentwicklung einen weitreichenden Einfluß, da sie einen Großteil der Lösungs- und Kostenstruktur bereits festlegen (siehe Abschnitt 2.2.4); das Produktkonzept bestimmt in großem Maße, welche Auswirkungen das Produkt während seiner gesamten Lebensdauer, von der Herstellung bis zur Entsorgung auf seine Umgebung ausübt. Für die Planung in der Produktkonzeption bringt diese Ausgangslage große Schwierigkeiten mit sich. Heutzutage werden Entscheidungen in der Produktkonzeption weitestgehend auf Basis subjektiver Beurteilungen anstelle objektiver Bewertungen vorgenommen, obwohl objektive Verfahrensansätze wie z.B. die Verwendung mathematischer Modelle, eine tiefere Bewertung und Problemeinsicht versprechen (vgl. Dierneder, Scheid! 2000, S. 52). Vor dem Hintergrund des heute viel diskutierten Lebenszyklus-Ansatzes des Concurrent Engineering wird die Diskrepanz zwischen der Soll- und der Ist-Situation besonders deutlich; der Lebenszyklus-Ansatz stellt hohe Anforderungen an die Bewertungsleistung, da dieser die Berücksichtigung sämtlicher Aspekte aller Lebenszyklusphasen des Produktes wie z.B. der Herstellung, der Nutzung oder des Recycling bzw. der Entsorgung in allen Phasen der Produktentwicklung fordert. Dementsprechend ist auch während der Produktkonzeption die Bewertung und Auswahl der umzusetzenden Realisierungsprinzipien der Produktfunktionalität auf Basis sämtlicher nachfolgender Lebensphasen des Produktes vorzunehmen. Entscheidungen einzelner Individuen auf Basis subjektiver Beurteilungen, die aufgrund der unsicheren Datenlage in der Produktkonzeption häufig herangezogen werden, können diesen Anforderungen der gleichzeitigen Berücksichtigung zum großen Teil konkurrierender Beurteilungsaspekte nicht gerecht werden.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Miriam O’Shea

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