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Partytime pp 56-70 | Cite as

Methoden und Grundlagen

Chapter
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Part of the Forschung Erziehungswissenschaft book series (FO ERZWISS, volume 146)

Zusammenfassung

Der Einfluß der Arbeitshaltung des Forschers im Feld bestimmt sich durch zwei sich widersprechende Sachverhalte:
  1. 1.

    Es wird Wert auf eine möglichst natürliche Situation und damit auf möglichst wenig Einfluß auf das Feld gelegt.

     
  2. 2.

    Ein teilnehmender Beobachter macht sich mit seiner Untersuchungstätigkeit zu einem Teil der Untersuchung und kann deshalb nicht nicht Einfluß nehmen (vgl. Watzlawick u.a. 1985).

     

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Literatur

  1. 1.
    Lowe; Meischner (1986) definieren Lernen als informationsverarbeitende Prozesse, durch die Organismen individuelle Erfahrungen erwerben und beim künftigen Verhalten berücksichtigen. Skowronek beschreibt Lernen als den Prozeß, “durch den Verhalten aufgrund von Interaktion mit der Umwelt oder Reaktionen auf eine Situation relativ dauerhaft entsteht oder verändert wird, wobei auszuschließen ist, daß diese Änderung durch angeborene Reaktionsweisen, Reifungsvorgange oder vorübergehende Zustande des Organismus (…) bedingt sind” (in Giesecke 1991, 48). Mit dem Begriff Lernen wird hier die Aufnahme von Erfahrungen und deren kognitive und emotionale Verarbeitung verstanden, die zu einer Einstellung des Individuums führen oder auch dessen Handlungsmöglichkeiten erweitern oder auch dessen Handeln beeinflussen. Aus pädagogischer Sicht ist bei der Betrachtung von Lernprozessen deutlich zwischen Lernen und Lehren zu unterscheiden. Lernen ist eine eigenständige Handlung des Subjekts, dieser Vorgang kann zwar durch die Lehre gefördert werden, nicht jedoch kann Lernen durch Lehren ersetzt werden (vgl. BRACHT u.a. 1990). Die Tätigkeit der Lehre liegt dagegen außerhalb des lernenden Subjekts. Lehren wird definiert als “… absichtvoll Lernprozesse einleiten, fördern oder korrigieren, um Einsichten, Erlebnisse, Verhaltensmuster schneller, lückenloser und sicherer, mithin ökonomischer lernen zu lassen, als das bloße Miterleben in der Natur und Gesellschaft dies gestatten würde” (Schulz in Edelmann 1994, 10).Google Scholar
  2. 1.
    Der Begriff Mündigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Subjektes, sich „distanzierend, reflektierend und gestaltend mit seiner Umwelt und den es umgebenden gesellschaftlichen Verhältnissen auseinanderzusetzen“, sowie dessen „Bildsamkeit, die erzieherisch zu aktualisieren ist” (Bast 1993, 135) Nach Rauschenberger ist Bildung als Prozeß der Verständigung der Menschen über ihre Welt und ihr Leben zu verstehen (vgl. in Arnold 1991). Dies schließt ein, was der Mensch durch Auseinandersetzung mit Sprache, Literatur, Wissenschaft und Kunst zu gewinnen vermag (vgl. Schwenk in Lenzen 1993). Weiter liegen hier Haltungen im Sinne des DeutschenBildungsrates von 1970 zugrunde, der davon ausgeht, daß Bildung mit einer demokratischen Argumentation das Ziel hat, den Menschen zu bewußter Teilhabe und Mitwirkung an den Entwicklungs-und Umformungsprozessen aller Lebensbereiche zu befähigen (vgl. Apitzsch 1986). Zur kontrastiven Verdeutlichung: Die obige Auffassung steht im Widerspruch zu beispielsweise dem Pädagogen Abraham (vgl. 1957), der das Ziel propagierte, hierarchisch denkende, ausgeglichene und gesellschaftsbejahende Menschen zur Erhaltung der sittlichen Ordnung zu formen.Google Scholar
  3. 1.
    Chronologisiert wurden die Interviews anhand der Interviewdaten selbst, dem Kontextwissen und telefonischer Rücksprache mit den jeweiligen Akteuren. Unsicherheiten in der zeitlichen Einordnung werden in den Zusammenfassungen deutlich gemacht.Google Scholar
  4. 1.
    Dieses Zeichen für Stocken im Redefluß ist in der Transkription von Alberts Interview noch nicht verwendet worden. Stattdessen sind dort für ein deutliches Stocken im Redefluß Kommata gesetzt worden.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2001

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