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Schlußbetrachtung

  • Matthias Jung

Zusammenfassung

Die linguistisch-diskursgeschichtliche Untersuchung der Nukleardebatte liefert relevante Ergebnisse auf mehreren Ebenen. Mikrodiachronische Einzelstudien zur Entstehung von neuen Wörtern und Bedeutungen bzw. zu ihrem Veralten sowie zum punktuellen Einfluß von Fremd- und Fachsprachen betreffen die Sprachgeschichte im engeren Sinne und rücken auch gescheiterte Innovationen in den Blick. Ein besonderer Vorteil des Ansatzes ist dabei die detaillierte sach- und sozialgeschichtliche Vernetzung, die sich — im Gegensatz zum Vorgehen bei reinen Einzelwort- bzw. Wortfeldstudien — durch die Konzentration auf einen ‚Diskurs‘ erreichen läßt. Allerdings erweist sich die Rekonstruktion des Sprachwandels auch im engen Rahmen der Atomenergie-Diskussion notwendigerweise als tentativ; viele Phänome des Sprachwandels müssen in einem strengen Sinn sowieso unerklärt bleiben.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Matthias Jung

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