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Homogenität versus Heterogenität des moralischen Denkens — Wie urteilen Auszubildende im Rahmen betrieblicher Kontexte?

  • Gerhard Minnameier

Zusammenfassung

Wie beurteilen Kaufleute (oder diejenigen, die es werden wollen) moralische Probleme in betrieblichen Kontexten — homogen oder heterogen? Diese allgemeine und in der Vergangenheit seit gut 10 Jahren immer wieder gestellte Frage (vgl. z.B. Lempert 1988; Beck 1996 sowie Beck u.a. 1996 u. 1998) impliziert mindestens zwei spezielle Folgefragen, von denen in diesem Beitrag allerdings nur eine aufgegriffen wird. Zum einen kann man die Frage stellen, ob Segmentierungen im Sinne eines Gegenkonzepts zu Kohlbergs Homogenitätshypothesel auftreten. Wenn man diese Frage stellt, stößt man jedoch alsbald auf das zweite Problem, daß (noch) gar nicht so klar ist, was genau mit Homogenität bzw. Heterogenität des moralischen Urteils gemeint ist und an welcher Stelle in der Verhaltensgenese moralische Segmentierung systematisch zu verorten wäre.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Gerhard Minnameier

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