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Erfolgsbedingungen für den Wahltag: Populismus als Regierungsstil

Chapter
Part of the Kursbuch Internet und Politik book series (KBIUP, volume 1)

Zusammenfassung

Einen Crashkurs in politischer Führung brauchte Bundeskanzler Schröder nach dem September 2001 nicht mehr. Anders als beim Kosovo-Krieg, gleich zu Beginn seiner Amtszeit, kann er auf Routine im Krisenmanagement bei der Anti-Terror-Allianz setzen. Krisenzeiten schweißen zusammen. Sie sind immer gouvernemental. Schröder aktivierte beim Regierungshandeln im Schatten des Krieges präsidentiell und entschlossen den Bundessicherheitsrat. Er bündelte die Informationen an die Spitzenakteure des Deutschen Bundestages. Schröder bestimmte den Chef des Kanzleramtes als neuen Koordinator der Sicherheitsmaßnahmen und schuf parallel ein Kriegskabinett.1 Im Internet präsentierte sich die Bundesregierung als entschlossene Aktionseinheit, um die „uneingeschränkte Solidarität“ zum Bundespartner USA zum Ausdruck zu bringen.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Teilnehmer dieser neuen Institution: Joschka Fischer, Rudolf Scharping, Otto Schily, Regierungssprecher Karsten-Uwe Heye, Kanzleramtsstaatssekretär Walter Steinmeier, Bundeswehr Generalinspekteur Harald Kujat, sowie einen Vertreter aus der Außenpolitischen Abteilung des Kanzleramtes.Google Scholar
  2. 2.
    Grundsätzlich: Karl-Rudolf Korte: Regieren, in: ders./Werner Weidenfeld (Hg.): Deutschland-Trendbuch. Opladen: Leske + Budrich 2001, S. 515–546 sowie Karl-Rudolf Korte/Gerhard Hirscher (Hg.): Darstellungs- oder Entscheidungspolitik. Über den Wandel von Politikstilen in westlichen Demokratien. München: Hanns Seidel Stiftung 2000.Google Scholar
  3. 3.
    Weitere Variablen bei Gerhard Hirscher/Karl-Rudolf Korte (Hg.): Aufstieg und Fall von Regierungen. Machterwerb und Machterosionen in westlichen Demokratien. München: Olzog 2001.Google Scholar
  4. 4.
    Daten dazu vgl. Michael Vester: Milieus und soziale Gerechtigkeit, in: Karl-Rudolf Korte/Werner Weidenfeld (Hg.): Deutschland-Trendbuch (Anm. 2), S. 136–183.Google Scholar
  5. 5.
    Wobei hierbei aus systematischen Gründen CDU/CSU auf Bundesebene unter der Perspektive der Fraktionsgemeinschaft im Deutschen Bundestag einem Parteienbündnis zugerechnet werden kann.Google Scholar
  6. 6.
    Zu den Konsequenzen vgl. Franz Walter/Tobias Dürr: Die Heimatlosigkeit der Macht. Berlin 2000.Google Scholar
  7. 7.
    Überblicksdaten bei Karl-Rudolf Korte: Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland. 3. Aufl. Bonn: Bundeszentrale für politisch Bildung 2000.Google Scholar
  8. 8.
    Längsschnittanalyse dazu bei Rüdiger Schmitt-Beck/Stefan Weick: Die dauerhafte Parteiidentifikation — nur noch ein Mythos?, in: ISI Informationsdienst Soziale Indikatoren, Juli 2001, Nr. 26, S. 1–5; vgl. auch Andreas Kießling: Politische Kultur und Parteien im vereinten Deutschland. München: ars una 1999.Google Scholar
  9. 9.
    Dazu Karl-Rudolf Korte: Der Bürger als Schnäppchenjäger. Wie die Deutschen mit AntiTerror-Gesetzen umgehen, in: Focus, Nr. 45, 2001, S. 70.Google Scholar
  10. 10.
    Zum Regierungsstil vgl. Karl-Rudolf Korte: Regieren in Mediendemokratien, in: Patrick Rössler/Heribert Schatz/Jörg-Uwe Nieland (Hg.): Politische Akteure in der Mediendemokratie. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 2001.Google Scholar
  11. 11.
    Themenpriorität nach Infratest.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. Michal Eilfort: Mobilisierung als Schicksalsfrage?, in: Die politische Meinung, Nr. 383, Oktober 2001, S. 21–28; aber auch Gerd Mielke: Triumph der Sesshaften, in: Berliner Republik, Nr. 3, 2000, S. 62–67.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

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