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Die doppelte Beziehung der Soziologie zur Geschichte. Das Problem

  • René König
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Part of the René König · Schriften · Ausgabe letzter Hand book series (RKSALH, volume 3)

Zusammenfassung

In der angedeuteten Daseinsanalyse erweist sich schließlich auf einem Umwege, der uns hier nicht interessiert, die Geschichtlichkeit des Daseins. Wichtig ist hingegen, daß gegenüber dieser Geschichtlichkeit alle bisher herausgestellten Bezüge erhalten bleiben. Das heißt, gleichwie sich die Geschichtlichkeit des Daseins aus seiner Existenzstruktur als eines im Entwurf sich zeitigenden Seienden ergibt, so ergibt sich von selbst zugleich der existenziale Ursprung der Erkenntnis dieses Seienden, also der Historie, aus der Geschichtlichkeit des Daseins. Die Existenz-rundierung oder Lebensverbundenheit in der Geschichte ist also eine doppelte, indem einmal das geschichtliche Geschehen selbst in dem existentiellen Selbstverständnis des Daseins seine Struktur rindet, während zum zweiten das Wissen von diesem geschichtlichen Dasein nur in existenzialem Verstehen (das immer existenziell verwurzelt bleibt) aus der Geschichtlichkeit des Daseins begriffen wird. Auch die Historie als die Wissenschaft vom geschichtlichen Dasein entspringt aus der Geschichtlichkeit des Daseins. Da dieses Dasein aber nur wirklich ist in der Existenz, so konstituiert sich seine Tatsächlichkeit, auf die die Historie ausgeht, im Entwerfen auf sein Seinkönnen. Für die Historie kommt es also an auf die faktisch existent gewesene Möglichkeit des Daseins.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • René König

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