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Heideggers Fundamentalontologie als transzendentaler Gesamthorizont der bisherigen Untersuchung

  • René König
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Part of the René König · Schriften · Ausgabe letzter Hand book series (RKSALH, volume 3)

Zusammenfassung

Es ist hier natürlich nicht der Ort, über Bedeutung und Stellung von Heideggers Philosophie in der Gegenwart zu befinden; dieser Aufgabe haben sich Berufenere unterzogen. Wenn wir dennoch im Fortlauf der vorliegenden Problematik den Umweg über Heideggers Fundamentalontologie nehmen und sogar den Zug unserer Darstellung in ihr angeln lassen (denn von hier ab wenden wir uns zur Kritik des bisher gezeichneten Ausgangspunktes), so geschieht das nicht nur in der Überzeugung, daß in Heideggers Hauptwerk »Sein und Zeit« der bedeutendste Versuch einer philosophischen Gesamtanschauung unserer Zeit beschlossen liegt, an dem man nicht achdos vorübergehen kann. Vielmehr leitet uns dabei die Einsicht in eine ganz besondere Beziehung von Heideggers philosophischem Entwurf zu der lebensphilosophischen Strömung in Deutschland seit Wilhelm Dilthey, aus der wir auch eine neuartige Grundlegung der Soziologie sich erheben sahen. Heidegger gibt gleichsam die »formale Anthropologie« der »Lebensphilosophie«, wie Fritz Heinemann in seiner ausgezeichneten Darstellung der Philosophie der Gegenwart bemerkt1.

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Literatur

  1. 1.
    Fritz Heinemann: Neue Wege der Philosophie. Geist, Leben, Existenz, Leipzig 1929, S. 273, 374. Wenn wir im Text von einer Formalisierung der »Lebensphilosophie« durch die »Existenzialphilosophie« Heideggers sprechen, so befinden wir uns allerdings — auf den ersten Blick besehen — in einem gewissen Gegensatz zu Heinemann. Dieser Gegensatz ist aber nur scheinbar. Heinemann versteht »Leben« einzig als dem »Geist« entgegengesetztes formloses Prinzip; »Existenz« wird dagegen aufgefaßt als »Leben, das an sich geformt und gestaltet ist, das überdies seine Formungs- und Gestaltungsprinzipien in sich enthält und sich dessen bewußt ist« (a.a.O., S. 372f., dann auch S. 376, 403). Einzig in diesem letzten Sinne wird aber auch hier (wie bei Dilthey) »Leben« verstanden, so daß die enge Zusammenrückung von Lebensphilosophie und Existenzialphilosophie gerechtfertigt erscheint.Google Scholar
  2. 2.
    Georg Misch: Lebensphilosophie und Phänomenologie. Eine Auseinandersetzung mit Heidegger, 2. Aufl., Leipzig und Berlin 1931, S. 6f. u.ö.Google Scholar
  3. 3.
    Heidegger, § 10; vgl. auch § 3.Google Scholar
  4. 4.
    Misch, S. 7, 58 u.ö.Google Scholar
  5. 5.
    Heidegger, § 2.Google Scholar
  6. 6.
  7. 7.
  8. 8.
  9. 9.
    § 5 insbes. S. 15. 10 §6, S. 21.Google Scholar
  10. 11.
    S. 38, vgl. S. 436.Google Scholar
  11. 12.
  12. 13.
  13. 14.
  14. 15.
    §9, S.44f.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • René König

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