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Die Lebensverbundenheit der Soziologie

  • S. Landshut
  • R. Smend
Chapter
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Part of the René König · Schriften · Ausgabe letzter Hand book series (RKSALH, volume 3)

Zusammenfassung

Siegfried Landshut scheut sich nicht, in seiner »Kritik der Soziologie« den Radikalismus der existenzialistischen Fragestellung so weit zu treiben, daß er damit zunächst den Ast absägt, auf dem die Soziologie bisher saß1. Leitend wird dabei die Einsicht, daß zwar in der Betrachtung der geschichtlich-gesellschaftlichen Welt jedes Fragen aus dem Leben der Gegenwart aufsteigt, daß sich aber im Anschluß daran ein ganzer Komplex von Fragen auszubilden pflegt, der für sich weiterlebt und weitergesponnen wird, bis der Zusammenhang mit der ursprünglichen Ausgangssituation verloren ist, aus der die originäre Fragestellung erwachsen war. In diese schiefe Lage ist seiner Auffassung nach die Soziologie geraten; nur so konnte die Illusion einer theoretischen Wissenschaft der Soziologie entstehen, die auf Erkenntnis allgemeiner Gesetzlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens ausgeht. Einziges treibendes Motiv in der Ausbildung der Wissenschaften vom geschichtlich-gesellschaftlichen Dasein der Menschen ist nicht eine abstrakte und vom Dasein unberührte Erkenntnis, sondern das Leben selber. Hier wird mit dem Diltheyschen Ansatz Ernst gemacht und Diltheys Ablehnung der geschichtlich gewordenen Soziologie zu einer transzendentalen Kritik vertieft.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • S. Landshut
  • R. Smend

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