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Die Lebensverbundenheit der Soziologie

  • W. Dilthey
  • H. Freyer
Chapter
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Part of the René König · Schriften · Ausgabe letzter Hand book series (RKSALH, volume 3)

Zusammenfassung

Schon früh hob Dilthey hervor, daß die Wissenschaften von der geschichtlich-gesellschaftlichen Wirklichkeit entstanden sind in gleicher Weise aus Ursachen, die in dem Zustand der einzelnen positiven Wissenschaften liegen, wie aus den Antrieben, die aus den Erschütterungen der Gesellschaft seit der Französischen Revolution entspringen. Ausdrücklich hebt er die Parallelität dieses Vorganges hervor mit der Entstehung der Staatswissenschaften in der Antike, wo die Umwälzungen des V. und IV. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung in den Politien zuerst die negativen Theorien des sophistischen Naturrechts und ihnen gegenüber die Arbeiten der sokratischen Schulen über den Staat hervorbrachten. Im selben Sinne ist heute »die Erkenntnis der Kräfte, welche in der Gesellschaft walten, der Ursachen, welche ihre Erschütterungen hervorgebracht haben, der Hilfsmittel eines gesunden Fortschritts... zu einer Lebensfrage für unsere Zivilisation geworden«1. Ihre besondere Charakteristik erhält diese »Lebensfrage« durch das Wegfallen aller Hemmungsapparate zwischen Staatsmacht und arbeitender Klasse nach der Französischen Revolution und durch das rapide Anwachsen der Arbeitermassen in der modernen Industrie- und Verkehrswirtschaft; zugleich stellen sich die Arbeiter mehr und mehr gegen den Staat und streben nach internationalem Zusammenschluß.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • W. Dilthey
  • H. Freyer

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