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Subjektive und objektive Soziologie

  • René König
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Part of the René König · Schriften · Ausgabe letzter Hand book series (RKSALH, volume 3)

Zusammenfassung

Jetzt erst haben wir die Plattform erreicht, von der aus systemwissenschaftlich die Idee einer »objektiven« Soziologie sichtbar wird. Als »subjektiv« ist jede Lehre zu bezeichnen, die sich als einfache klärende Fortfuhrung der aus dem sozialen Leben selbst erwachsenen Sinndeutungsebene darstellt. Als subjektiv wäre also auch jede Soziologie zu bezeichnen, bei der im oben bezeichneten Sinne (Kap. 39) Thematisierung der Gesellschaftsproblematik als »Aufklärung« oder »Radikalisierung« eines in der Gesellschaft selbst angelegten Verständnisses vom Sinn sozialen Daseins erscheint. Es braucht wohl nicht mehr hervorgehoben zu werden, daß hier unter subjektiver Soziologie keineswegs eine willkürliche Form soziologischen Denkens gemeint ist. Die subjektive Soziologie besteht durchaus im Sinne einer echten Disziplin der allgemeinen Soziologie; ihre Subjektivität ist eine begründete (Kap. 3, S. 40). Und wenn wir hier eine »subjektive« von einer »objektiven« Soziologie voneinander unterscheiden, so geschieht das keineswegs, um die eine zu Gunsten der anderen aufzuheben.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • René König

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