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Diskussion und Ausblick

  • Frauke Kreuter
Chapter
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Part of the Methodische Aspekte kriminologischer Forschung book series (MAKF, volume 1)

Zusammenfassung

Wie bei einer für die kriminologische Forschung relevanten Arbeit zu erwarten ist, können die hier vorgestellten Ergebnisse als eine Sammlung von Indizien verstanden werden — Indizien, die empirisch begründete Zweifel an der Qualität der bisherigen Kriminalitätsfurchtindikatoren aufkommen lassen. Diese Zweifel an der Qualität betreffen sowohl den allgemeinen Indikator, als auch die deliktspezifischen Abfragen.

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Literatur

  1. 1.
    Die Beobachtung der Feldkontrolle der Institute, wie sie im DEFECT-Projekt möglich war, gibt wenig Anlass zur Hoffnung (vgl. Schnell u. a. 2001 ). So gaben z. B. Interviewer die ihnen zugewiesenen Adressen an andere Interviewer weiter, oder die Kontaktversuche und Interviews wurden von verschiedenen Personen durchgeführt (z. B. Familienmitgliedern der Interviewer), ohne dass die Institute vorab davon in Kenntnis gesetzt worden waren.Google Scholar
  2. 2.
    Für die deutsche Fassung dieses Items vgl. Kury/Würger (1993).Google Scholar
  3. 3.
    Im Detail vgl. Noll (1994:525).Google Scholar
  4. 4.
    Die im Konstanzer Viktimisierungssurvey (KVS) verwendete Formulierung stellt eine Mischung der beiden letzten Formulierungen dar. Der Satzbau entspricht der Formulierung im SUK 1993, wobei anstelle des „Stadtteils“ die Wohngegend angesprochen wird und Viktimisierungsgefahr nicht für eine bestimmte Situation („allein im Dunkeln”) erfragt wird, sondern für den gleichen Referenzzeitraum wie im Wohlfahrtssurvey („innerhalb der nächsten 12 Monate“). Die Antwortkategorien entsprechen denen des SUK 1993 mit Ausnahme der niedrigsten Kategorie („gar nicht wahrscheinlich”).Google Scholar
  5. 5.
    Auch wenn diese bisher eher im Hinblick auf eine Kalibrierung subjektiver Wahrscheinlichkeiten diskutiert wurde (vgl. McClelland/Bolger 1994).Google Scholar
  6. 6.
    Dort wurden die Befragten um eine Einschätzung darüber gebeten, in wie vielen von 100 Häusern in ihrer Gegend innerhalb des nächsten Jahres eingebrochen werden wird.Google Scholar
  7. 7.
    In der DEFECT-Erhebung wurde gefragt, wie viele von 1000 Erwachsenen aus der eigenen Wohngegend nach Einschätzung der Befragten innerhalb der nächsten zwölf Monate Opfer eines der folgenden Delikte werden — Einbruch, Raub, Körperverletzung und sexuelle Übergriffe.Google Scholar
  8. 8.
    Auszug aus einem der qualitativen Interviews: „(chrw(133)) man muss da einfach ein bisschen defensiv agieren und gewisse Vorsichtmaßnahmen einhalten. Dann kann man wahrscheinlich den also die Wahrscheinlichkeit doch erheblich reduzieren (chrw(133))“; „(chrw(133)) von jemand angepöbelt zu werden, da geht es schon los, wie oft bewege ich mich überhaupt in Situationen, wo das überhaupt passiert (chrw(133))”.Google Scholar
  9. 9.
    Unabhängig davon, ob Sie über so etwas beunruhigt sind oder nicht: Für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass Ihnen persönlich solche Dinge hier in Ihrem Stadtteil auch tatsächlich passieren werden? Auf einer Skala von 0 bis 100, wobei 0 bedeutet „sicher nicht“ und 100 „ganz sicher”, für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass Ihnen die folgenden Dinge innerhalb der nächsten zwölf Monate passieren?“Google Scholar
  10. 10.
    Für erste Ergebnisse von Experimenten zu dieser Fragestellung vgl. Kreuter (2000).Google Scholar
  11. 11.
    Zu diesem Punkt vgl. Rohrmann (1978:242), für ein Beispiel aus dem medizinischen Kontext vgl. Fischer/Jungermann (1996).Google Scholar
  12. 12.
    Zur Erfassung dieser Fähigkeiten wurde in einem schweizerischen Kriminalitätsfurchtsurvey die physische Konstitution der Befragten durch die Interviewer eingeschätzt (Killias/Clerici 2000:440). Bei diesen Einschätzungen zeigen sich allerdings Verzerrungen durch die Interviewer: „more ‘vulnerable’ (i.e. female and older) interviewers had a slight tendency to rate the respondent as less vulnerable“ (Killias/Clerici 2000: 441). Interviewereffekte bei der Einschätzung der physischen Konstitution von Befragten wurden im Rahmen eines Gesundheitssurveys von Ecob und Jamieson (1992) gefunden. In der DEFECT-Erhebung wurde die physische Konstitution der Befragten direkt erfasst.Google Scholar
  13. 13.
    Als Folgen werden meist ökonomische Kosten, physische und psychische Verletzungen sowie Verlust von Zeit genannt (vgl. z. B. Hindelang u. a. 1978, Harris 1984:21 oder Mayhew 1993: 197 ).Google Scholar
  14. 14.
    Nach Kilpatrik u. a. (1998: 173) befürchten Frauen bei sexuellen Übergriffen starke physische Verletzungen bis hin zu Mord, obwohl die Mehrheit dieser Viktimisierungen keine derartigen Konsequenzen haben.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Frauke Kreuter
    • 1
  1. 1.KonstanzDeutschland

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